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"Inas Nacht"

"Sprachverhunzung" oder Wachstum? Elke Heidenreich und Mieze Katz streiten bei "Inas Nacht" übers Gendern

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von teleschau

Elke Heidenreich stellte sich bei "Inas Nacht" den Fragen von Gastgeberin Ina Müller.

Bild: NDR/ Morris Mac Matzen


Streit um die Sprache: Ina Müller begrüßt in ihrem Kneipentalk Schriftstellerin Elke Heidenreich, "Tatort"-Star Ulrich Tukur und Sängerin MiA. Bei einer Frage zum Gendern wird die Diskussion hitzig

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"Würdest du gendern, wenn man davon...", las Ina Müller vor, doch Elke Heidenreich unterbrach die Moderatorin noch bevor diese ihre Frage zu Ende führen konnte: "Niemals würde ich gendern!", polterte die 83-Jährige los. "Weg mit der Karte! 'Künstler:innen', 'Ärzt:innen' - geht's noch!?" Schließlich ließ sie Ina Müller doch ihre Frage vollenden: "Würdest du gendern, wenn man davon 110 Jahre werden würde?" Doch die Antwort der Autorin blieb gleich: "Nein! Niemals! Sprachverhunzung!", wetterte Heidenreich unter dem amüsierten Gelächter des Publikums.

Ina Müller versuchte sich diplomatisch: "Lass sie doch! Du musst es ja nicht sagen, ich muss es auch nicht sagen!" Die Moderatorin finde gegenderte Sprache "manchmal ganz gut", gab aber gleichzeitig zu: "Ich vergesse es aber immer, ich krieg es nicht mehr rein."

Sängerin Mieze Katz übers Gendern: "Wachstum tut weh"

Zunächst schien das Thema damit vom Tisch. Zumindest bis zum Auftritt der Band MiA, die mit ihrem Song "Gegenteil von Einsam" als zweiter Musik-Act des Abends auftrat. Es sei ein Lied über Verbindlichkeit, erklärte die Sängerin Mieze Katz. Darin "steckt das Wort 'Verbindung' und wer verbunden ist, der ist das Gegenteil von einsam."

"Deine Stimme ist so herrlich unverwechselbar und deswegen bin ich sofort wieder drin in diesem Sound, in diesen Akkorden und in deiner Stimme ...", schwärmte Ina Müller nach dem Auftritt. Doch ehe sich Maria Mummert, wie die Sängerin mit bürgerlichem Namen heißt, von der Bühne verabschiedete, wandte sie sich plötzlich an Müllers Gast Elke Heidenreich.


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"Ich wollte eine Sache noch zum Gendern sagen", begann sie an Müller und Heidenreich gerichtet. "Das ist mit dem Gendern so ... Also, ich bin ja kein Sänger, ich bin eine Sängerin und meine Kolleginnen und Kollegen sind Sänger:innen."

"Ihr seid Sänger und Sängerinnen, aber nicht 'Sänger:innen'", betonte Heidenreich. Doch Mieze Katz ließ nicht locker: "Doch! Weißt du warum? Sprache entwickelt sich. Das nennt man Wachstum und Wachstum tut weh." Das, was die Schriftstellerin spüre, sei "Wachstumsschmerz", meinte die Musikerin und fügte hinzu: "Das geht vorbei!"

Das Publikum reagierte mit Applaus. Und Elke Heidenreich? Die nahm die Aussage ebenfalls mit einem Lächeln entgegen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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