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Schwerer Schicksalsschlag

Pierre M. Krause: Wie seine Krebserkrankung Freundschaften veränderte

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Pierre M. Krause blickt auf die Zeit seiner Erkrankung und die Reaktionen aus seinem Umfeld zurück.

Bild: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt


Lange war Pierre M. Krause krankheitsbedingt kaum in der Öffentlichkeit zu sehen. In "Kurzstrecke mit Pierre M. Krause" spricht der Moderator über eine Zeit, die ihn nicht nur körperlich, sondern auch menschlich geprägt hat.

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Seine Rückkehr kündigte Pierre M. Krause auf Instagram an: "Weniger Schmerzmittel, mehr Scherzmittel", schrieb er zur Fortsetzung von "Kurzstrecke". Dass er nicht auf seine Erkrankung reduziert werden möchte, machte er bereits in der ersten Episode nach seiner Auszeit deutlich. Im Gespräch mit Sebastian Pufpaff erklärte er, dass er nach der Veröffentlichung seiner Krankheitsgeschichte mit einer Talkshow-Einladung rechne. Dort wolle er jedoch nicht auf seine Erkrankung festgelegt werden. "Dann bist du da der Tumor-Überlebende", sagte Krause.

Pierre M. Krause über Tumor-OP und monatelange Behandlung

Hinter seiner Rückkehr vor die Kamera liegt eine lange Behandlung. Erste Hinweise auf den Tumor seien zunächst scheinbar harmlose Rückenschmerzen gewesen. Die Diagnose habe sich als schwerwiegend herausgestellt: Der Tumor war bösartig und musste operativ entfernt werden. Wie ernst seine Erkrankung gewesen sei, machte Krause in der Folge deutlich. Ohne den Eingriff wäre er "irgendwann daran gestorben".

Bei der Operation seien Teile seiner Knochen entfernt worden. Die körperlichen Folgen bekam der Moderator auch nach dem Eingriff zu spüren: Zeitweise war er auf Krücken angewiesen und musste Physiotherapie machen. Die Behandlung zog sich über mehrere Monate hin. Von November bis April sei er im Krankenhaus und in der Reha gewesen.

Pierre M. Krause appelliert nach Krebserkrankung: "Meldet euch"

Bei einem Spaziergang mit Tommi Schmitt durch dessen Heimatstadt Detmold erinnert sich Pierre M. Krause an die Krebsbehandlung. "Das war die Hölle, das ist nicht schön", sagt er rückblickend. Doch auch die Reaktionen seines Umfelds beschäftigen ihn. Einige Freunde hätten sich während seiner Erkrankung plötzlich nicht mehr bei ihm gemeldet: "Ich habe Freunde verloren."

Dabei habe es sich um Menschen gehandelt, von denen er geglaubt habe, sie gehörten zu seinen engsten Freund:innen. Plötzlich sei der Kontakt abgebrochen. Groll hege er deshalb allerdings nicht. "Ich bin vielleicht ein bisschen enttäuscht, aber ich bin nicht böse", sagt Krause. Schmitt erzählt ihm auch von seinen eigenen Bedenken: Auch er habe zunächst gezögert, Krause zu schreiben. Er habe gehört, dass es ihm nicht gut gehe, sei sich aber unsicher gewesen, ob eine Nachricht zu aufdringlich wirken könnte oder Krause ohnehin schon zu viele davon bekomme. Schließlich habe er sich doch gemeldet. Dass Krause umgehend geantwortet habe, habe ihn erleichtert.

Seine Botschaft an alle, die im Umgang mit schwer kranken Menschen unsicher sind, lautet: "Meldet euch." Dafür brauche es weder die richtigen Worte noch eine ausführliche Nachricht. Es gehe allein darum, der anderen Person zu zeigen, dass man an sie denke.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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