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Polit- und Kabarettmagazin

Seit 28 Jahren "quer"-Moderator: So sah Christoph Süß früher aus

Veröffentlicht:

von Claudia Frickel

Bei seiner ersten "quer"-Sendung (kleines Bild) war Christoph Süß 30 Jahre alt.

Bild: BR/Markus Konvalin/Montage: Susa/picture alliance/teutopress/Adobe Stock/Langit aluna


Schlaksige Statur, hohe Stirn und verschmitztes Grinsen: So kennen "quer"-Zuschauer:innen Christoph Süß heute. Seit 1998 moderiert er das BR-Magazin. In dieser Zeit hat sich nicht nur die Sendung verändert, sondern auch Süß.

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Politik, Gesellschaft und bayerische Eigenheiten: Diese Themen nimmt Christoph Süß seit fast drei Jahrzehnten in seiner Sendung "quer" satirisch unter die Lupe. Das Magazin verbindet journalistische Beiträge mit Kabarett und läuft jeden Donnerstag im BR Fernsehen. Als die erste Folge am 26. Februar 1998 ausgestrahlt wird, ist Süß gerade 30 Jahre alt.

Vom Philosophiestudenten zum Kabarettisten

Christoph Süß wird am 17. Dezember 1967 in München geboren. Schon während seiner Schulzeit steht er auf der Bühne: Er spielt im Schultheater mit, tritt in Laientheatergruppen auf und singt in Bands.

Nach dem Abitur 1988 und seinem Zivildienst beginnt Süß 1990 ein Philosophiestudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Einen Abschluss macht er aber nicht, sondern konzentriert sich lieber auf eine Karriere als Kabarettist. 1995 geht Süß mit seinem ersten Soloprogramm auf die Bühne und tritt damit in München und anderen Teilen Bayerns auf.

So kommt Christoph Süß zum Fernsehen und zu "quer"

Dunklere Haare, aber das Grinsen ist geblieben: Christoph Süß Anfang 1998 bei "quer".

Bild: picture alliance / teutopress


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Ins Fernsehen kam Christoph Süß eher durch einen Zufall. 1997 steht er in mehreren Werbespots vor der Kamera. Dabei entsteht auch ein Casting-Video: Er spielt einen Pfarrer, der einen Gebrauchtwagen verkaufen will. Das Video landet beim Bayerischen Rundfunk und Süß fällt der Redaktion einer neuen Politik- und Satiresendung auf. 1998 bekommt er den Job als Moderator von "quer".

Das Engagement kommt für Süß zu einem günstigen Zeitpunkt. Später erzählt er der "Bayerischen Staatszeitung", dass er damals über seine berufliche Zukunft nachdachte: "Ich war gerade just dran, mir darüber Sorgen zu machen, was wohl aus mir wird, als ich Glück hatte."


Die erste "quer"-Ausgabe läuft am 26. Februar 1998. Zu Gast ist damals der Regisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief. Auf Fotos aus dieser Zeit ist Süß sofort wiederzuerkennen. Er trägt jedoch kurze dunkle Haare, und sein Haaransatz ist noch deutlich voller als heute. Auch die inzwischen typische Brille fehlt. Seine schlaksige Statur und sein verschmitztes Grinsen hat er dagegen schon damals.

So holprig verlief der Start der Sendung

Für Süß ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Fernsehkarriere: Bis heute moderiert er das BR-Magazin ohne Unterbrechung.

Doch in der Anfangszeit ist die Sendung alles andere als ein Selbstläufer: Die "Süddeutsche Zeitung" bezeichnet "quer" zunächst als "Fremdkörper im BR-Programm". Mit den Jahren entwickelt sich die Sendung jedoch zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Formate des Bayerischen Rundfunks. Trotz der langen Zeit vor der Kamera hat Süß die Freude an der Sendung nicht verloren, wie er in einem Rückblick des Bayerischen Rundfunks zum Sendejubiläum verrät: "Was mir an der Sendung immer noch am besten gefällt, ist, dass wir unser Publikum nicht für doof halten."

2006 bei einer Aufzeichnung von "quer": Die Haare sind noch dunkel, der Humor schon derselbe.

Bild: picture alliance / SZ Photo


Christoph Süß: Auch als Schauspieler erfolgreich

Neben seiner Arbeit für "quer" bleibt Christoph Süß dem Kabarett treu. Bis 2010 präsentiert er im Bayerischen Fernsehen die Late-Night-Show "SüßStoff" aus dem Münchner Volkstheater.

Auch als Schauspieler ist er erfolgreich: Er übernimmt Rollen in den Kinofilmen "Beste Gegend" und "Zettl". Ab 2013 spielt er den selbstgefälligen Kriminaloberrat Helmut Zangel in der ZDF-Krimireihe "München Mord". Anfang 2026 steigt er jedoch aus der Serie aus.

Für seine Arbeit erhält Süß mehrere Auszeichnungen, zum Beispiel 2009 den Bayerischen Fernsehpreis für die Moderation von "quer".

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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