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Zwölfjährige mitten in Berlin vermisst

Seit 26 Jahren verschwunden: "Aktenzeichen XY ... ungelöst" rollt Fall um Sandra Wißmann neu auf

Veröffentlicht:

von teleschau

Rudi Cerne stellt bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" Kriminalfälle vor, die bis heute nicht aufgeklärt werden konnten.

Bild: ZDF/Tobias Schult


Die Fahndungs-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" greift in der kommenden Sendung unter anderem den Fall der vermissten Sandra Wißmann auf. Die damals Zwölfjährige verschwand im Jahr 2000, als sie ein Geburtstagsgeschenk für ihre Mutter kaufen wollte.

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Bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" (Mittwoch, 19. August, um 20:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn) beschäftigt sich das Team um Moderator Rudi Cerne mit vier Kriminalfällen aus Deutschland. Einer davon ist der Fall Sandra Wißmann. Das damals zwölf Jahre alte Mädchen verschwand vor 26 Jahren in Berlin-Kreuzberg, nachdem sie ein Kaufhaus besucht hatte. Bis heute ist nicht bekannt, was mit ihr passiert ist. Die Ermittler:innen und Sandras Familie hoffen auf neue Hinweise.

Das letzte Mal gesehen wurde Sandra am 28. November 2000. Das Mädchen lebte mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg in der Böckhstraße. Am Nachmittag des 28. November hielt sie sich dort gemeinsam mit ihrer Mutter auf, machte sich dann jedoch alleine auf den Weg zum Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz. Dort wollte die Zwölfjährige ein Geschenk für ihre Mutter kaufen, die zwei Tage später ihren 31. Geburtstag feiern wollte. Sandra plante, spätestens um 16 Uhr wieder zu Hause zu sein.

Fall Sandra Wißmann: Polizei Berlin bittet um neue Hinweise

Verkäufer:innen des Kaufhauses beobachteten Sandra, während sie sich in dem Gebäude aufhielt. Danach verließ sie das Kaufhaus und wurde gegen 16:40 Uhr von Klassenkameradinnen am Kottbusser Damm gesehen. Danach machte sich das Mädchen auf den Weg nach Hause, lief jedoch an der Böckhstraße vorbei und ging weiter Richtung Planufer und Admiralbrücke. Wieso Sandra diesen Weg eingeschlagen hat, ist bis heute nicht bekannt.

Zu Hause kam die Zwölfjährige nicht mehr an. Zunächst machte sich Sandras Mutter alleine auf die Suche und ließ ihre Tochter in dem Kaufhaus ausrufen. Ohne Erfolg. Die Familie alarmierte schließlich die Polizei, die daraufhin umfangreiche Suchmaßnahmen einleitete.

Sandra Wißmann ist zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 1,60 Meter groß, zierlich, sportlich gebaut und hat braune Augen. Ihre Haare sind dunkelblond, glatt und reichen über ihre Schulter. Möglicherweise trug Sandra sie zu einem Zopf gebunden. Das Mädchen trug am Tag ihres Verschwindens einen dunkelbraun-bordeaux-schwarz gemusterten Pullover, eine hellblaue, glänzende Stepp-Jacke und eine schwarze Jeans.

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Fall der vermissten Berlinerin zum zweiten Mal bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst"

Der Fall der verschwundenen Sandra Wißmann wurde bereits am 9. November 2001 bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" gezeigt. Einen Durchbruch bei den Ermittlungen gab es damals jedoch nicht. Nun erhofft sich die Polizei erneut wichtige Hinweise.

Im Fokus der Ermittlungen steht weiterhin ein unbekannter Mann, der am Tag von Sandras Verschwinden ein anderes Mädchen in der Nähe des Kottbusser Damms angesprochen hatte. Unter dem Vorwand, Renovierungsarbeiten durchzuführen, bat er das Kind, ihm zu helfen und eine Wasserwaage zu halten. Das Mädchen lehnte jedoch ab. Ob es zwischen diesem Vorfall und dem Verschwinden von Sandra einen Zusammenhang gibt, ist nicht geklärt.

Hinweise nimmt die 5. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin unter der Telefonnummer (030) 4664-911555 entgegen. Zeug:innen können sich außerdem unter der Mailadresse LKA115-Hinweis@polizei.berlin.de, über die Internetwache oder bei jeder Polizeidienststelle melden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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