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Glamour, Haltung, klare Ansagen

Gino Bormann verrät: Warum ist "Beauty & The Nerd" für ihn "soziale Arbeit"?

Aktualisiert:

von Nicholas Vogel

Gino Bormann nutzt Reality-Formate wie "Beauty & The Nerd" für mehr queere Präsenz.

Bild: Joyn


Als erster queerer Male-Beauty mischt Gino Bormann aktuell "Beauty & The Nerd" auf. Für ihn ist die Reality-Show mehr als Unterhaltung: Sie schafft Raum für Sichtbarkeit.

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Beauty & The Nerd

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In "Beauty & The Nerd" wagen sich die Nerds aus ihrer Komfortzone und lernen die für sie bislang fremde Welt der Beautys kennen. Doch nur wer als Team überzeugt, darf weiter vom Sieg, 50.000 Euro Preisgeld und einem Umstyling träumen.

Verfügbar auf Joyn

Reality-TV mit Message

Gino Bormann hat seinen Kindheitstraum verwirklicht: "Als kleiner Boy" habe er "immer davon geträumt, mal im TV mitzumachen". Heute ist er als erster queerer Beauty-Mann Teil der neuen "Beauty & The Nerd"-Staffel - und nutzt die große Bühne nicht nur für Glamour und Gucci. Für den 38-Jährigen steckt in der Show auch eine wichtige Botschaft.

"Ich darf der erste Gay-Beauty-Boy sein, den es bisher gab", erzählt Gino im Interview mit dem Portal "anuux". Für ihn sei das "eine große Ehre" und eine "wunderschöne Reise" gewesen. Gerade in Zeiten, in denen queere Sichtbarkeit politisch wieder stärker unter Druck gerate, wolle er Präsenz zeigen und seine eigene Geschichte erzählen.

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Ein tolles Format! Genau deshalb liebe ich es, im Reality-TV unterwegs zu sein.

Gino Bormann über "Beauty & The Nerd"

Dabei ist Gino nicht ausschließlich auf die TV-Karriere angewiesen. Im Alltag arbeitet er als Marketing- und Event-Kaufmann und hat damit neben seinen Auftritten als Dragqueen, DJane und TV-Persönlichkeit einen festen Beruf.

Reality sei für ihn kein reiner Broterwerb. "Ich habe ja schon seit immer einen normalen Job neben meinen DJ- oder TV-Sachen", betont er. Die Gagen seien zwar ein angenehmer Bonus, entscheidend sei für ihn aber die Freude an der Sache und die Möglichkeit, etwas zu bewegen.

Ginos "soziale Arbeit" im Reality-TV

Dass Reality-TV nicht den besten Ruf hat, weiß Gino selbst. Seinen Schritt vor die Kamera bereut der "Prince Charming"-Beau trotzdem nicht. Gino betont, sich vor der Kamera nicht zu verstellen. Problematische Situationen wolle er nicht einfach hinnehmen, sondern offen ansprechen.

Seine augenzwinkernde Bezeichnung dafür: "soziale Arbeit" in Reality-Formaten. Gemeint ist damit eine klare Haltung hinter der schillernden Oberfläche. Gino will nicht nur Teil des Spektakels sein, sondern die Aufmerksamkeit nutzen, um Themen sichtbar zu machen, die sonst vielleicht weniger Raum bekommen.

Bei "Beauty & The Nerd" kann er genau diese Mischung aus Unterhaltung, Überzeugung und Persönlichkeit zeigen. Als Gino möchte er die Reality-Welt mit Humor und Stil aufmischen. Als Dragqueen Charlet weiß er um die Kraft von Sichtbarkeit. Nun erreicht er mit "Beauty & The Nerd" ein noch größeres Publikum - auf seine ganz eigene, glamouröse Art.


Neue Folgen von "Beauty & The Nerd" siehst du immer donnerstags um 20:15 Uhr auf ProSieben und auf Joyn.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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