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Lies das, bevor du loslegst!

Keine Angst vor "One Piece" – auch als Nicht-Anime-Fan

Veröffentlicht:

von Antje Wessels

Nur Mut! Vertrau dich dieser Crew an und segle ins Abenteuer!

Bild: ©Eiichiro Oda/Shueisha, Toei Animation


"One Piece" ist eine der erfolgreichsten Anime-Serien aller Zeiten. Und es ist nie zu spät, mit ihr anzufangen. Ich bin dafür das perfekte Beispiel. Und ich bin nicht mal großer Anime-Fan.

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"One Piece" ist eine der erfolgreichsten Anime-Serien aller Zeiten. Und trotzdem fragen sich viele bis heute: Wie soll man bei über 1000 Folgen überhaupt noch einsteigen? Tatsächlich wahrscheinlich genauso wie viele Fans vor ihnen: einfach irgendwo mittendrin. Bei mir war das damals ähnlich. Ich war krank, habe zufällig reingeschaltet und landete ohne Vorwissen in dieser fremden Welt. Und dabei bin ich noch nicht mal Anime-Fan (außer der Ghibli-Filme, aber das ist ein anderes Thema)!

Die Crew bekam es gerade mit einer Art "Himmelsinsel" zu tun. Auch Priester sind aufgetreten. Nach ein wenig Recherche muss das damals irgendwo zwischen Folge 150 und 200 gewesen sein. Falls es bis hierhin noch nicht deutlich geworden ist: Ich hatte also überhaupt keine Ahnung. Weder davon, wer genau all diese Figuren waren oder wie die Welt von "One Piece" eigentlich funktioniert. Aber irgendwie war das egal. Denn obwohl die Serie riesig wirkt, funktioniert sie im Kern vor allem über ein Gefühl: Abenteuer.

Warum man bei "One Piece" nicht sofort alles verstehen muss

Offiziell erzählt "One Piece" die Geschichte von Monkey D. Ruffy, einem jungen Piraten, der den legendären Schatz "One Piece" finden und König der Piraten werden will. Dafür segelt er mit seiner Crew über die Grand Line, die gefährlichste und chaotischste Seeroute der Welt. Aber wenn man ein bisschen länger dranbleibt, merkt man schnell: Der Schatz ist eigentlich gar nicht das Wichtigste.

Denn "One Piece" funktioniert meistens nach einem Muster, das sich über die Jahre immer wieder bewährt hat. Die Strohhüte landen auf einer neuen Insel, die ihre ganz eigenen Gesetze hat. Vielleicht laufen dort Dinosaurier herum (Little Garden). Vielleicht ist die halbe Insel vereist oder brennt gleichzeitig (Punk Hazard). Manchmal benehmen sich auch einfach alle völlig gaga. Und während man als Zuschauer:in noch versucht herauszufinden, was dort eigentlich los ist, wird schnell klar: Irgendetwas stimmt hier nicht.

Genau in diesen Momenten hat mich "One Piece" am meisten hineingezogen. Ruffy und seine Crew geraten mitten in Konflikte hinein, helfen Menschen, legen sich mit mächtigen Gegnern an und wachsen dabei selbst immer weiter. Neue Freundschaften entstehen, neue Feinde tauchen auf und ganz nebenbei entwickelt sich Stück für Stück die große Hintergrundgeschichte dieser Welt weiter. Mit dem langsam anwachsenden Verständnis für diese Logik habe ich schnell begriffen, dass man zu Beginn gar nicht jedes Detail verstehen muss. Viel wichtiger ist es, sich auf das Abenteuer einzulassen. Der Rest kommt mit der Zeit ganz von allein.


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Die verrückte Logik hinter "One Piece"

"One Piece" funktioniert daher weniger wie eine klassische Fantasywelt mit klaren Regeln. Das ist schon allein deshalb kaum möglich, weil ja alle Orte ihre ganz eigenen Gesetze haben. Das macht auch die Tonalität der Serie so abwechslungsreich. Mal wird es düster und gefährlich, mal komplett überdreht und albern. Und meistens steckt hinter diesem ersten Chaos auch noch eine erstaunlich emotionale Geschichte.

Mit der Zeit versteht man dabei automatisch die wichtigsten Grundpfeiler der Welt: die Grand Line als gefährlichste Seeroute überhaupt, die Marine als Ordnungsmacht, die Weltregierung als große politische Instanz und die sogenannten Teufelsfrüchte, die vielen Figuren ihre übernatürlichen Fähigkeiten verleihen. Aber "One Piece" erklärt diese Dinge selten trocken oder auf einmal. Stattdessen entdeckt man die Welt gemeinsam mit der Crew Stück für Stück immer weiter. Genau das macht den Reiz aus.

Mit Ruffy in See stechen

Ruffys erster Auftritt macht klar, was er für ein Typ ist.

Bild: ©Eiichiro Oda/Shueisha, Toei Animation


Warum es den "perfekten Einstieg" gar nicht gibt

Natürlich wirkt "One Piece" mit seinen inzwischen über 1100 Folgen erst einmal erschlagend. Und ich sage es ganz ehrlich: Ich selbst habe nicht mal einen Bruchteil davon gesehen, aber eben doch deutlich mehr, als ich es aufgrund meiner fehlenden Anime-Affinität je für möglich gehalten hätte! Aber vielleicht sollte das euch Neueinsteiger:innen da draußen erst recht Lust machen. Wenn sogar ich in die Serie hineingekommen bin, dann kann das Ganze gar nicht so schwierig sein.

Daher zum Abschluss nochmal die wichtigste Erkenntnis: Man muss "One Piece" nicht komplett durcharbeiten wie eine riesige To-do-Liste. Die Serie funktioniert viel besser, wenn man sich einfach mitziehen lässt. Letztlich ist diese Abenteuerreise ja selbst endlos – zumindest ist zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Ende in Sicht. Den perfekten Einstiegspunkt gibt es vielleicht gar nicht. Es muss einfach "klick" machen. Dann wächst "One Piece" langsam und aus dem lauten, verrückten Chaos offenbart sich einem nach und nach das Herz der Serie. Dann will man automatisch wissen, wie es weitergeht.

Und falls auch der klassische Anime-Einstieg trotzdem zu groß wirkt, gibt es inzwischen mehrere Alternativen. Der Manga erzählt die Geschichte deutlich kompakter und ohne Filler-Episoden. Die Netflix-Live-Action-Serie eignet sich ebenfalls erstaunlich gut als erster Berührungspunkt für alle, die mit Anime bislang wenig anfangen konnten.

Neugierig geworden? Dann findet ihr "One Piece" rund um die Uhr auf unserem Streamingportal Joyn.de oder von Montag bis Freitag ab 16:45 Uhr bei ProSieben Maxx.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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