Schwerer Abschied
Miroslav Nemec in der Notaufnahme? Diese Verletzung zog er sich bei seinem letzten München-"Tatort"-Dreh zu
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von teleschauFür Miroslav Nemec (links) und Udo Wachtveitl (rechts) heißt es bald Servus: Das Schauspiel-Duo wird den bayerischen "Tatort" verlassen.
Bild: BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik Heiden
Die letzte Klappe ist gefallen. Der 100. und letzte Münchner "Tatort" mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec als Franz Leitmayr und Ivo Batic ist abgedreht. Aber es war kein sanfter Abschied in den Ruhestand: Miroslav Nemec landete sogar in der Notaufnahme.
Es regnete in Strömen, als Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec ihren 100. und letzten Münchner "Tatort" drehten, Hagelschauer inbegriffen. "Ja, der Himmel weint", kommentierte der Schauspieler den "himmlischen Protest" gegenüber der Tageszeitung "Bild". Aber es ändert nichts: Mit "Unvergänglich" (AT) verabschieden sich die Kommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic nach 35 Jahren in den "Tatort"-Ruhestand.
Der Dreh ihrer letzten "Tatort"-Episode brachte die beiden Publikumslieblinge noch einmal an ihre Grenzen - sowohl emotional, schließlich fällt der Abschied nach so langer Zeit schwer, als auch körperlich: Nemec landete sogar in der Notaufnahme.
Der letzte Münchner "Tatort" wird eine Doppelfolge
Zum Inhalt der letzten Episode ist bislang nicht viel bekannt. Es gehe um organisierte Kriminalität, heißt es vonseiten des Senders. Dabei haben Batic und Leitmayr ordentlich Zeitdruck, denn sie wollen in wenigen Tagen in Rente - allerdings unter keinen Umständen mit einem ungelösten Fall.
Gedreht wurde an mehreren Schauplätzen in München. "Die letzten Folgen sind noch mal eine Hommage an die Stadt", erklärte Nemec. Der Abschied wird in einer Doppelfolge gesendet. Wann genau, ist noch nicht klar, auf jeden Fall aber im kommenden Jahr.
Bei den Dreharbeiten hat sich der 71-Jährige eine Verletzung zugezogen. "Ich habe mir das Knie verrenkt. Leider bei einer sehr normalen Szene: Ich bin einfach nur ums Eck gegangen", erläuterte der im Bild-Interview. Dagegen seien die Blessuren, die er sich in Schlägereien zugezogen habe, nur aufgemalt gewesen. So oder so: Der Abschied vom Münchner Ermittlungsteam könnte kaum dramatischer sein.
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Die Fans der Münchner Spürnasen, die am 1. Januar 1991 mit dem Fall "Animals" ihren Dienst aufnahmen, dürfen gespannt sein. Denn neben dem Kriminalfall stehen natürlich die beiden Ermittler im Mittelpunkt - und nicht nur sie. Wachtveitl verriet:
Was meiner Ansicht nach jedenfalls gelungen ist, dass unsere Figuren noch einmal richtig gefeiert werden. Und dass es ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Figuren aus 35 Jahren geben wird.
Mehr könne der "Tatort"-Darsteller zu diesem Zeitpunkt noch nicht preisgeben. Das gilt vor allem für den eigentlichen Abschied im Film. Was sieht das Drehbuch für das Ende vor? "Wir hatten ein paar Ideen. Und ich glaube, wir können sehr zufrieden sein. Unser Wunsch war eigentlich nur, nicht dramatisch zu sterben", sagte Nemec. Ein Problem besteht jedoch: "Leider sind wir aber nicht die alleinigen Entscheider."
Der Ausstieg bleibe laut Nemec "ein Rätsel bis zum Sendetag". Wie es mit den beiden Schauspielern weitergeht, ist dagegen kein Geheimnis. Die langjährigen Kollegen fahren nämlich gemeinsam in den Urlaub - nach Kroatien, in die Heimat des 71-Jährigen. "Wir passen a bisserl auf uns auf", sagte der Wachtveitl dem "Münchner Merkur". Denn auch wenn die beiden ihrem "Tatort"-Lebewohl mittlerweile gelassen entgegenblicken, müsse dem Abschiedsschmerz etwas vorgebeugt werden, meinte Nemec: "Ich glaube, dass der Blues schon noch kommt."
Den letzten Fall der Münchner Cops kannst du wie jeden "Tatort" sonntagabends um 20:15 Uhr im Ersten sehen - und über den ARD-Livestream auf Joyn.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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