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Schauspieler und Musiker

Max Alberti

Aktualisiert:

von Johanna Beißel

Max Alberti ist vor allem aus Serien wie "Sturm der Liebe" und "Bettys Diagnose" bekannt. Aktuell spielt er Sebastian Faber in "Die Landarztpraxis - Team Sonnenhof".

Bild: MiS


Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört Max Alberti zu den bekannten Gesichtern der deutschen Serienwelt. Dabei verlief sein Weg vor die Kamera alles andere als klassisch: Eine Schauspielausbildung absolvierte er nie. Stattdessen entschied er sich für "Learning by Doing" - und verfolgte parallel seine zweite große Leidenschaft, die Musik.

Informationen zur Person
NameNachnameAlterGeburtsortWohnortSternzeichenHaarfarbeGrößeFamilienstandKinder
MaxAlberti44MünchenMünchenLöwebraun183 cmunbekanntTochter

So kam Max Alberti zur Schauspielerei

Max Alberti wurde am 13. August 1982 in München geboren. Zum Fernsehen kam er über Umwege. Seine erste kleine Fernsehrolle übernahm er 2001 in der RTL-Serie "Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen". Danach wollte er die Schauspielerei von Grund auf lernen und bewarb sich für ein Studium an der renommierten Otto Falckenberg Schule in München.

Noch am Abend vor der entscheidenden Runde der Aufnahmeprüfung spielte Alberti mit seiner Band Jamaram ein Konzert in Würzburg. Nach nur einer Stunde Schlaf habe er am nächsten Morgen nicht seine beste Leistung zeigen können, erinnert er sich im Gespräch mit "Gala":

Das war für mich ein Zeichen und ich habe mich für das Learning-by-Doing-Prinzip entschieden.

Max Alberti

Statt die Prüfung zu wiederholen, sammelte Alberti weitere Erfahrungen vor der Kamera. Rückblickend sei diese Entscheidung für ihn genau richtig gewesen.

Der Plan ging auf: Anfang der 2000er-Jahre wurde er durch die ProSieben-Formate "Die Abschlussklasse" und "Freunde - Das Leben beginnt" einem größeren, vor allem jüngeren Publikum bekannt. In der Fortsetzung "Freunde - Das Leben geht weiter" spielte er erneut die Rolle des Chris. Mit den damals beliebten Teenie-Formaten gelang Alberti schließlich der Durchbruch.

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Vom Teenie-Star zum Telenovela-Traummann

Nach seinem Durchbruch blieb Max Alberti dem Fernsehen treu. Doch er sammelte auch Bühnenerfahrung: 2004 spielte er beim Südbayerischen Theaterfestival den Mercutio in William Shakespeares "Romeo und Julia". Von 2008 bis 2009 war er dann als Notarzt Dr. Tom Wagner in der RTL-Serie "112 - Sie retten dein Leben" zu sehen.

Seine erste große Telenovela-Hauptrolle folgte 2010. In "Lena - Liebe meines Lebens" verkörperte Alberti den adeligen Musiker David von Arensberg, der sich in die Fensterputzerin Lena Sander (Jessica Ginkel) verliebt. Für die Dreharbeiten gab der Münchner sein Zimmer in der Band-WG in Weßling auf und bezog seine erste eigene Wohnung in Köln.

Anschließend übernahm Alberti Rollen in Produktionen wie "Verbotene Liebe", "Rosamunde Pilcher", "Das Traumschiff", "Die Rosenheim-Cops" und "Wilsberg". Damit entwickelte sich der frühere Teenie-Star zunehmend zum gefragten Darsteller für Telenovelas und romantische Fernsehfilme.

Vom Fürstenhof in die Karlsklinik

Einem breiten Publikum wurde Max Alberti vor allem durch "Sturm der Liebe" bekannt. Von 2016 bis 2017 spielte er Adrian Lechner und übernahm die männliche Hauptrolle der zwölften Staffel. Als erfolgreicher Hotelier stand er im Mittelpunkt einer komplizierten Liebesgeschichte und wurde für viele Zuschauer:innen zum neuen Traummann am Fürstenhof.

Gemeinsam mit Clara Morgenstern (Jeannine Michèle Wacker) bildete Adrian das Traumpaar der Staffel. Ihre Liebesgeschichte zählt bis heute zu den großen Romanzen aus "Sturm der Liebe".

Adrian Lechner (Max Alberti) und Clara Morgenstern (Jeannine Michele Wacker) in "Sturm der Liebe".

Bild: picture alliance / dpa | Ursula Düren


Wenig später wechselte Alberti vom Hotel in die Karlsklinik. Vom Dezember 2017 bis Oktober 2022 gehörte er als leitender Stationsarzt Dr. Frank Stern zum Haupt-Cast der ZDF-Serie "Bettys Diagnose".

Rollen als Arzt, romantischer Held oder attraktiver Traummann ziehen sich seitdem durch seine Karriere. Im Gespräch mit "Bunte" bezeichnete Alberti dieses Rollenprofil als "Fluch und Segen". Zwar freue er sich darüber, solche Figuren spielen zu dürfen, gleichzeitig wolle er aber nicht auf einen bestimmten Typ reduziert werden. Von den Verantwortlichen wünsche er sich manchmal "ein bisschen mehr Fantasie und Kreativität".

Als Bösewicht zeigte er eine andere Seite

Das Max Alberti auch ganze andere Rollen spielen kann, bewies er 2023 in "SOKO Köln". In der Folge "Die Mischung macht's" spielte er einen deutlich unsympathischeren Charakter als in vielen seiner vorherigen Produktionen.

Der Wechsel von der Arztserie zum Krimi sei für ihn "hocherfreulich" gewesen, erklärte Alberti gegenüber "Network Movie". Ärzte-Serien würden ihm zwar weiterhin Spaß machen, Abwechslung und schauspielerische Weiterentwicklung seien ihm jedoch besonders wichtig. "Endlich mal der Bösewicht! Endlich mal einen Unsympathen spielen. Das hat Laune gemacht", erzählte er.

Max Alberti als Sebastian in "Team Sonnenhof"

2026 übernahm Max Alberti eine Hauptrolle in "Die Landarztpraxis - Team Sonnenhof". Das Spin-off der erfolgreichen SAT.1-Daily verlegt die Handlung vom fiktiven Wiesenkirchen in den benachbarten Ort Weilhausen.

Alberti spielt Sebastian Faber, der bei einer Bergwanderung auf Lilli Lamminger (Pina Kühr) trifft. Die Begegnung geht beiden nicht mehr aus dem Kopf. Als sie sich kurz darauf wiedersehen, folgt jedoch die Überraschung: Sebastian ist der Ehemann von Lillis Schwester Julia (Rike Schmid).

Damit ist Alberti erneut im romantischen Rollenfach zu sehen - dieses Mal jedoch als Teil einer Liebesgeschichte, die nicht nur eine Ehe, sondern auch den Zusammenhalt einer ganzen Familie gefährdet.

Sie spielen drei der Hauptrollen in "Die Landarztpraxis - Team Sonnenhof": (v.l.) Rike Schmid, Max Alberti und Pina Kühr.

Bild: Joyn/Marc Rehbeck/Joshua Schneider


Seit mehr als 25 Jahren spielt Alberti bei Jamaram

Parallel zu seiner Schauspielkarriere ist Max Alberti als Musiker aktiv. Bereits mit fünf Jahren begann er, Schlagzeug zu spielen. Im Jahr 2000 gründete er gemeinsam mit Sänger Tom Lugo und Gitarrist Samuel Hopf die Band Jamaram. In der Musikszene ist Alberti vor allem unter seinem Spitznamen "Murxen" bekannt.

Der Name begleitet ihn bereits seit seiner Kindheit, erzählte er der Nachrichtenplattform "OberpfalzECHO". Als Alberti mit neun Jahren in einer Basketballmannschaft spielte, gab es dort gleich fünf Jungen namens Max. Inspiriert vom Autokennzeichen seiner Eltern spielte Alberti selbst so lange mit den Buchstaben, bis schließlich "Murxen" entstand.

Die Band verbindet Reggae mit Einflüssen aus Ska, Dub, Latin, Pop und Afrobeat. Alberti spielt Schlagzeug und Percussion. 2025 feierte Jamaram sein 25-jähriges Bestehen.

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Für Alberti bedeutet die Musik vor allem Unabhängigkeit. Während er als Schauspieler auf Rollenangebote, Caster und Regisseure angewiesen sei, könne er jederzeit selbst Musik machen.

Deshalb bin ich eigentlich lieber Musiker, weil die Musik eine treue Seele ist.

Max Alberti gegenüber "spot on news"

Trotzdem möchte sich Alberti nicht zwischen seinen beiden Berufen entscheiden. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gelingt es ihm, Dreharbeiten, Bandproben und Konzertreisen miteinander zu verbinden.

Max Alberti privat

Über sein Privatleben spricht Max Alberti nur selten. Bekannt ist, dass der Schauspieler Vater einer Tochter ist. In einem Interview mit "Mummy Mag" sprach er 2016 über die Herausforderung, Familie, Dreharbeiten und das Tourleben mit Jamaram unter einen Hut zu bekommen.

Wenn er beruflich unterwegs sei, könne er unter anderem auf die Unterstützung seiner Eltern zählen. Dennoch sei es oftmals ein großer Spagat und eine organisatorische Meisterleistung, allen Bereichen seines Lebens gerecht zu werden.

Im Gespräch mit "Bunte" erklärte Alberti 2023, dass er damals eine Fernbeziehung führte. Eine Hochzeit brauche er allerdings nicht, um seiner Partnerin seine Liebe zu beweisen. "Ich finde rauschende Feste fantastisch, aber eine Hochzeit brauche ich dazu nicht. Auch nicht, um meiner Freundin meine Liebe zu beweisen. Dafür gibt es 1000 andere Mittel und Wege."

Auch abseits des Rampenlichts scheint der Münchner wenig Wert auf große Inszenierungen zu legen. Perfektes Styling ist ihm im Privatleben nach eigener Aussage nicht besonders wichtig. Selbst bei Castings versucht er, gelassen zu bleiben und sich keinen unnötigen Druck zu machen.


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.