zur Joyn Startseite

Albträume mit Folgen

"Trautmann"-Darstellerin Freya Mavor: Ein Horrorfilm veränderte ihr Leben

Veröffentlicht:

von teleschau

"Shining" prägte die schottische Schauspielerin Freya Mavor schon früh.

Bild: 2025 Getty Images/Monica Schipper


Eine Schottin, die zum Teil in Frankreich aufwuchs, als nordenglische Spielerfrau eines deutschen Torhüters: Das ist Freya Mavor im Kinofilm "Trautmann". Die Schauspielerin, die als Kind heimlich den Horrorfilm "Shining" guckte - und dafür Stress mit ihren Eltern bekam, im Porträt.

- Anzeige -
- Anzeige -

Am 11. Juni begann die Fußball-WM der Männer. Dazu passend strahlt die ARD am 13. Juni einen Film mit viel Bezug zum runden Leder aus: "Trautmann". Die Produktion aus dem Jahr 2019 mit David Kross in der Titelrolle handelt von der wahren Geschichte des deutschen Torhüters Bernd Trautmann, der als Kriegsgefangener in den späten 1940er-Jahren in England eine Profikarriere einschlug. Im englischen Pokalfinale 1956 wurde der Keeper zur Legende, weil er trotz eines gebrochenen Nackenwirbels auf dem Platz blieb und seinem Club Manchester City den Sieg sicherte.

Der Film zeigt den zunächst schwierigen Weg des Torhüters. Schließlich ist der "Kraut", der 1944 in Gefangenschaft geriet, ein Kriegsfeind. Doch mit Fleiß, Höflichkeit und viel Talent erwirbt sich "Bert", wie er fortan genannt wird, langsam Respekt. Und wird von Fußballtrainer Jack Friar (John Henshaw) engagiert, um den Verein St. Helens Town vor dem Abstieg zu retten. Trautmann gelingt nicht nur das. Er erobert auch das Herz von Friars Tochter Margret (Freya Mavor). Die beiden heiraten schließlich.

Fußball? Nicht unbedingt Freya Mavors Lieblingshobby

Im Gegensatz zu ihrem Filmpartner David Kross, der als Kind von einer Profikarriere träumte, hat Freya Mavor mit dem Fußball nicht viel am Hut, wie sie 2019 in einem BBC-Interview gestand. Über Frankreichs WM-Titel 2018 habe sie sich dennoch gefreut. "Ich habe viel Zeit meines Lebens in Frankreich verbracht - deshalb habe ich schon ein bisschen auf dem Tisch getanzt", so die heute 32-Jährige.

Am 13. August 1993 in Glasgow geboren, zog sie als Kleinkind mit ihren Eltern nach Edinburgh. In ihrem zehnten Lebensjahr verschlug es ihre Familie für vier Jahre nach La Rochelle in Frankreich, daher spricht Freya Mavor neben Englisch auch fließend Französisch. Kurz vor dem Umzug hatte sie ein Erlebnis, das sie nachhaltig prägen sollte: Mavor schlich eines Nachts heimlich ins Wohnzimmer ihrer Eltern und guckte sich den Thriller "Shining" an.

Von "Shining" hatte sie einen Monat lang Albträume

"Ich war viel zu jung, um diesen Film zu sehen", sagte sie 2017 in einem Gespräch mit dem "Interview Magazine". Sie sei völlig verängstigt gewesen, aber dennoch alt genug, "um zu wissen, dass es Fantasie war, dass Filme keine Realität waren". Ihr sei ein Licht aufgegangen. Darüber, wie man Geschichten spannend und wirksam erzählen kann. "Ich wollte das tun, was Jack Nicholson tat, natürlich ohne meine ganze Familie zu töten", erklärte sie: in Rollen schlüpfen, in denen sie ein völlig anderer Mensch sein kann.

Ganz spurlos ging der Film natürlich nicht an der kleinen Freya vorbei. "Einen Monat lang hatte ich Albträume von langen Korridoren." Den Grund für ihre unruhigen Nächte musste sie schließlich auch ihren Eltern beichten. Und die waren nicht amüsiert. "Ich bekam richtig Ärger."

Doch die Saat war gelegt. Zwar hatte sie zunächst den Plan, Philosophie zu studieren. Doch dann half der Zufall Freya Mavor auf die Sprünge. In einem Bus hörte sie, wie jemand von einem offenen Casting für die englische TV-Produktion "Skins - Hautnah" sprach. Da sie ein glühender Fan der Serie über Teenager in Bristol war, machte sie mit. Und setzte sich unter 8.000 Bewerberinnen durch: Fortan verkörperte sie über zwei Staffeln die hoch manipulative Mini McGuinness.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mit 19 ging sie alleine nach Paris - und machte ihren Weg

In ihrer Schule, der elitären Mary Erskine School, hatte Freya Mavor ihre Aktivitäten für "Skins" dezent verschwiegen. Eine Serie mit viel Sex und Drogen - "das wäre keine gute PR für sie gewesen", verriet sie in einem Interview mit der "Skins"-Fanseite schmunzelnd.

Ihre Karriere nahm ihren Lauf. Mit 19 ging die Schauspielerin nach Frankreich - ganz allein. "Ich zog nach Paris und suchte mit dort einen Agenten", erzählte sie im "Interview Magazine". Mittlerweile ist Freya Mavor auch dort etabliert, wirkt immer wieder in französischen und internationalen Produktionen mit. Zum Beispiel in "Vidocq - Herrscher der Unterwelt" (2018). Oder in "Die Zeit, die wir teilen" aus dem Jahr 2022 mit Lars Eidinger und Isabelle Huppert. 2025 verkörperte sie in der TV-Serie "Marie Antoinette" (die Hauptfigur wird gespielt von Emilia Schüle) die französische Adlige Jeanne de Saint-Rémy.

Freya Mavor privat: seit 2020 in einer festen Beziehung

Die schottische Darstellerin ist seit etwa sechs Jahren mit dem britischen Bildhauer Finn Thomson zusammen. Die beiden leben in London. Hin und wieder postet sie auf ihrem Instagram-Kanal (100.000 Follower:innen) gemeinsame Aktivitäten.

"Trautmann" läuft am Samstag, 13. Juni, um 01:00 Uhr im Nachtprogramm der ARD. Zur selben Zeit ist der Kinofilm im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.

Wenn du "Trautmann" magst, könnte dich dieses spannende Sport-Biopic auch interessieren


Lust auf noch mehr Krimis?


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken

"Trautmann"-Star Freya Mavor: Ein Horrorfilm veränderte ihr Leben