Preisgekrönt für diese Rolle
"Club der singenden Metzger": Warum Aylin Tezel in die Clowns-Schule musste
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von teleschauIn "Der Club der singenden Metzger" wandern Delphine (Aylin Tezel) und ihr alkoholkranker Vater Robert (Sylvester Groth) auf der Suche nach einer besseren Zukunft in die USA aus.
Bild: ARD Degeto/SWR/Moovie//Constantin Film/Walter Wehner
Der "Tatort" im ORF 2 sonntags um 20:15 Uhr
Aylin Tezel liebt die Abwechslung ihres Berufs: Ob als ungewollt schwangere Studentin ("Am Himmel der Tag") im Kino oder als "Tatort"-Ermittlerin im Fernsehen war die Schauspielerin bereits in vielen Rollen zu sehen. In "Der Club der singenden Metzger" stellt sie sich einer besonderen Herausforderung.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Louise Erdrich aus dem Jahr 2003 erzählt "Der Club der singenden Metzger" von einer kleinen Gruppe deutscher Bürger:innen, die nach dem Ersten Weltkrieg ihr Glück in den USA sucht. Aylin Tezel spielt die Hamburger Zirkusartistin Delphine, die gemeinsam mit ihrem Vater, dem Clown Robert (Sylvester Groth), über den Atlantik reist.
Aylin Tezel: Ein Leben voller Tanz
Für die Darstellung ihrer Figur hat Tezel ein Clownstraining und Zirkusunterricht bekommen: "Solche physischen Herausforderungen machen mir unglaublich Spaß", schwärmt sie im Interview mit "DWDL.de". Ohnehin spielt der Sport in Aylin Tezels Leben eine große Rolle: Seit ihrem sechsten Lebensjahr tanzt sie. Ihr Studium an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch brach sie nach kurzer Zeit zugunsten einer Ausbildung zur Tanzpädagogin ab.
Das Schauspiel fasziniert sie aber auch schon lange: "Mit zwölf fing ich an, mir die ganzen Reclam-Ausgaben von Theaterstücken zu kaufen", erinnert sie sich im Gespräch mit "Planet Interview": "Vielleicht war das schon der erste Moment, wo man hätte sagen können: Irgendetwas stimmt nicht mit dem Kind. Aber ich habe mir tatsächlich diese Theaterstücke durchgelesen."
Die "Entdeckerlust" bringt sie zum Schauspiel
Es sei wohl ihre "Entdeckerlust", die sie zum Schauspielen brachte, mutmaßt die in Bünde/Westfalen geborene Darstellerin 2018 im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau: "Denn ich habe das Gefühl, dass man als Schauspieler viele verschiedene Leben kennenlernen kann, weil man sich ja immer wieder mit unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlichen sozialen Umfeldern beschäftigt."
Bei der Auswahl ihrer Rollen führt das zu einer stets bunten Mischung: Als schwangere Schwester des Mordopfers feiert Tezel 2007 im Hannover-"Tatort: Wem Ehre gebührt" ihr Schauspieldebüt. Schon fünf Jahre später tritt sie den Dienst als bis dato jüngste "Tatort"-Ermittlerin Nora Dalay in Dortmund an. Bis 2020 füllt sie die Rolle an der Seite von Jörg Hartmann als Kriminalhauptkommissar Peter Faber und Anna Schudt als Kriminalhauptkommissarin Martina Bönisch aus.
Im Kino überzeugt Tezel, die in Bielefeld aufwuchs, als Friseurin, die ihrem schwulen Kollegen in "Coming In" den Kopf verdreht, oder als Mutter eines autistischen Jungen in "Wochenendrebellen".
In "Tatort: Monster" spielte Aylin Tezel die Rolle von Nora Dalay, einer Kriminaloberkommissarin im Dortmunder Ermittlerteam um Peter Faber.
Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress
Aylin Tezel pendelt zwischen Berlin und London
Mit dem Spielfilm "Falling into Place" feiert Aylin Tezel 2023 ihr Debüt als Regisseurin und Drehbuchautorin. Der Film wurde auf Englisch in Schottland und London gedreht. Die englische Hauptstadt ist für die Tochter eines türkischen Arztes und einer deutschen Krankenschwester inzwischen ein zweites Zuhause.
In Deutschland lebt Aylin Tezel in Berlin: "Die Stadt hat mit ihrer kulturellen Vielfalt wirklich viel zu bieten", schwärmt sie im Interview mit der "Berliner Zeitung": "Die Berlinale, die vielen Galerien, Theater und zauberhaften Arthouse-Kinos der Stadt machen Berlin für mich zu einem spannenden und pulsierenden Ort." Die Menschen dort seien ihr, verglichen mit anderen Städten, aber "manchmal zu ruppig".
So lebt Aylin Tezel privat
Ihr Privatleben hält die Schauspielerin so gut es geht aus der Öffentlichkeit heraus. In einem Interview mit der "Gala" bezeichnet sie sich allerdings als "ein sehr familienliebender Mensch". Auch Kinder, sagt sie in dem Gespräch aus dem Jahr 2015, könne sie sich wohl vorstellen.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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