Perfekte Welt oder perfides Spiel?
Heute im Free-TV: Warum "Don't Worry Darling" mehr als nur ein Psychodrama ist
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von RedaktionHält Jacks (Harry Styles, l.) und Alices (Florence Pugh, r.) Beziehung alle Hürden aus?
Bild: 2022 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved
Eine Geschichte über Kontrolle, Manipulation und den Preis der Wahrheit: Olivia Wildes Gender-Thriller "Don't Worry Darling" zeigt nach und nach die düsteren Risse unter der makellosen Oberfläche. Zu sehen am Montag, den 8. Juni, um 20:15 Uhr auf ProSieben und Joyn.
Zwischen Perfektion und Unbehagen - die Handlung
Alice (Florence Pugh) lebt mit ihrem Ehemann Jack (Harry Styles) in einer von Ordnung und Routine geprägten Vorstadtidylle. Während die Männer täglich zur Arbeit gehen, verbringen die Frauen ihre Tage mit Haushalt und gesellschaftlichen Verpflichtungen. In Alice steigen Sorgen auf: Unerklärliche Ereignisse und verstörende Visionen lassen sie an der Wirklichkeit zweifeln. All ihre Fragen stoßen auf Widerstand, und je intensiver sie nach Antworten sucht, desto größer wird die Bedrohung.
Chris Pine übernimmt die Rolle des charismatischen, aber unheimlichen Anführers Frank, dessen scheinbar wohlwollende Kontrolle zunehmend beunruhigt. Alice gerät in einen Strudel aus Paranoia und Misstrauen.
Retro-Stil trifft auf psychologische Intensität
Olivia Wilde inszeniert "Don’t Worry Darling" als Thriller mit makellosem Retro-Ästhetik. Die pastellfarbenen Häuser und opulenten Dinnerpartys stehen im krassen Gegensatz zur wachsenden Beklemmung. Florence Pugh trägt den Film mit einer Darstellung zwischen Zweifel, Angst und Entschlossenheit. Chris Pine überzeugt als manipulativer Strippenzieher, während der britische Popstar Harry Styles als Jack eine zwiespältige Figur gibt. Regisseurin Wilde übernimmt die Rolle von Bunny, einer Frau, die sich an die vermeintliche Idylle klammert.
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Hinter den Kulissen: Spannungen und Skandale
Bereits vor der Premiere sorgt der Film für Schlagzeilen, als berichtet wird, dass Harry Styles und Olivia Wilde am Set ein Paar werden. Zudem wird Shia LaBeouf aufgrund eines angeblichen Terminkonflikts durch Styles ersetzt. Wildes Beziehung zu Styles rückt zeitweise mehr in den Fokus als der Film selbst. Doch ungeachtet dieser Spekulationen bleibt "Don’t Worry Darling" vor allem ein ambitionierter Thriller. Er zieht nicht nur durch seine Skandale, sondern auch durch seine geschlechtskritischen Ansichten Aufmerksamkeit auf sich.
Ein Thriller mit gesellschaftlicher Relevanz
"Don’t Worry Darling" ist mehr als eine Hommage an das Amerika der 1950er-Jahre. Der Film entwirft eine bedrückende Vision von Kontrolle und Unterdrückung und lässt das Publikum bis zum Schluss im Ungewissen. Olivia Wilde beweist mit ihrem vierten Regiewerk ein Gespür für atmosphärische Spannung, während Florence Pugh mit einer kraftvollen und facettenreichen Darstellung überzeugt. Ein Film, der nicht nur unterhält, sondern auch Fragen über Machtstrukturen und gesellschaftliche Zwänge aufwirft - das "Victory Project" ist nicht, was es zu sein vorgibt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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