Zum ersten Mal
"Spider-Man: Brand New Day": Wird eine Action-Skeptikerin zum Marvel-Fan?
Veröffentlicht:
von Nicola SchillerRedakteurin Nicola mag keine Action-Filme und keine Spinnen. Kann sie der neue "Spider-Man" überzeugen?
Bild: IMAGO / Landmark Media
Heute startet der neue "Spider-Man"-Film in den deutschen Kinos. "Brand New Day" ist bereits der vierte Teil mit Tom Holland. Für Redakteurin Nicola ist es hingegen die allererste Erfahrung mit dem arachnoiden Superhelden. Wie gut ist der Film für einen absoluten "Spider-Man"-Neuling?
29 Jahre ohne "Spider-Man"
Mein Vorwissen zum rot-blauen Superhelden liegt wirklich bei null. Ich muss sogar gestehen, dass ich in meinem Leben bisher maximal eineinhalb Marvel-Filme gesehen habe. Manchmal hinterfrage ich selbst, unter welchem Stein ich eigentlich die letzten 29 Jahre gelebt habe. Spaß beiseite, genau das ist ja der Ansatz meiner "Mein erstes Mal..."-Reihe bei "Behind The Screens". Diesmal will ich wissen: Kann "Spider-Man: Brand New Day" auch jemanden abholen, der Peter Parker bislang erfolgreich aus dem Weg gegangen ist?
Nicolas Vorurteile zu Spidey
Auf "Behind The Screens" schreibe ich über viele verschiedene Themen, und auch privat bin ich eigentlich recht experimentierfreudig, was meine Filmauswahl angeht. Aber es gibt ein Genre, dem ich bisher nicht viel abgewinnen konnte: Action. Für mich waren das bisher immer: Spektakuläre Stunts, gewaltige Explosionen, sinnloses Geballer und zwischendrin ein bisschen Handlung. Tja, mit diesem Vorurteil sitze ich jetzt im Kino.
Der Trailer macht mir Sorgen. Bei Spideys flotten Sprüchen zuckt bei mir nicht einmal der Mundwinkel, er macht waghalsige Superhelden-Dinge und es fliegt viel in die Luft. Holt mich noch nicht so ab. Aber bei immerhin zwei Dingen bin ich mir sicher: Ich mag Tom Holland und noch toller finde ich Zendaya - und das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen.
Schau dir hier den Trailer an:
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"Spider-Man: Brand New Day": Das hat unserer Redakteurin gefallen
🖥️ Ich mag Peters nerdigen Charakter. Am Anfang war ich total überrascht, dass er mit 3-D-Drucker und anderen Tools selbstständig an seinem Anzug und Gadgets herumtüftelt. Er scheint ein schlaues Kerlchen zu sein, cool!
🥹 Gleichzeitig tut er mir total leid. Er ist einfach unglaublich einsam, sitzt da in seinem asbestbefallenen Kabuff und hat bis auf die Telefonate mit der Polizeichefin Sheila und die Gespräche mit seinem PC (?) Evie kaum soziale Kontakte. Der Trailer hatte mir ja dankenswerterweise schon verraten, dass das nicht immer so war. Aber Tom Hollands konstanter Hundeblick löst auf jeden Fall viele (positive) Gefühle in mir aus.
❓Den Plot und vor allem den zunächst unbekannten Widersacher finde ich sehr cool. Auch ohne Vorwissen hat mich die Katz-und-Maus-Jagd sofort gecatcht. Man kann einfach nicht anders, als mit Spider-Man mitzufiebern.
😄 Auch wenn die Gags bei mir nicht so ankommen, liebe ich den Humor und die leichte Selbstironie: den Kultstatus, den Spidey in New York hat, die Studierenden, die in einer Physik-Vorlesung mit Doktor Banner (Mark Ruffalo) lieber über die Avengers reden wollen, den Fakt, dass Peter bestens über die aktuellen Memes und Social-Media-Trends zu Spidey informiert ist. Fand ich super!
Das war too much
🙄 Einige Sorgen aus dem Trailer wurden leider schnell bestätigt. Ein Beispiel: In einer coolen Montage vermöbelt Spidey einen Bösewicht nach dem anderen. Einen macht er kampfunfähig, indem er einen Klavierflügel auf ihn fallen lässt. Der "lustige" Spruch: "Let's end this with a high note". Joa, geht so.
😣 Leider fand ich viele Handlungen und Dialoge sehr vorhersehbar. Das ein oder andere Mal konnte ich nicht anders, als die Augen zu verdrehen. Ich dachte, Peter ist smart! Aber wenn sich ein vermeintlich guter Charakter wenig überraschend als Bösewicht entpuppt, frage ich mich schon: Wie konnte Peter diesen Twist nicht kommen sehen?!
In dieser Doku erfährst du mehr über die Spider-Man-Filme
Fazit: Ist Nicola jetzt "Spider-Man"-Fan?
Okay, ich gebe es zu: "Spider-Man: Brand New Day" hat mich überrascht! Ja, der Humor war mir teilweise zu albern und einige Plot-Punkte konnte ich von Weitem sehen, aber das hat mich auch nicht so sehr gestört wie gedacht. Die Action-Szenen sind ein echtes Highlight und einfach schön anzuschauen.
Nur: Der Film ist echt lang geworden. Ein, zwei Kämpfe weniger hätten mir auch gereicht. Ein paar Minuten hätte man so sicherlich auch einsparen können, ohne Plot-Abstriche zu machen.
Aber alles in allem? Für jemanden, der 29 Jahre ohne Spider-Man gelebt hat, hab ich mich super unterhalten gefühlt. Und ja, Peter beziehungsweise Tom Holland hat mich gecatched. Man muss ihn einfach mögen und ich will mehr über ihn erfahren. Die ständigen Hinweise auf die Vergangenheit und die gemeinsame Schulzeit mit MJ und Ned haben auf jeden Fall Wirkung gezeigt. Vielleicht war "Brand New Day" der Beginn von etwas ganz Großem! Zum Marvel-Fan reicht es vielleicht noch nicht, doch meine "Spider-Man"-Nachhol-Liste steht.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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