"Die Chance meines Lebens"
Gibt es für Michael Schulte ein Comeback beim Eurovision Song Contest?
Aktualisiert:
von C3Michael Schulte erzählt im Podcast "Mit den Waffeln einer Frau" von seinen ESC-Erfahrungen.
Bild: STAR-MEDIA
Im Podcast "Die Waffeln einer Frau" mit Barbara Schöneberger spricht der Sänger Michael Schulte offen über Druck, Zweifel und große Chancen beim Eurovision Song Contest. Er erinnert sich an extreme Nervosität vor seinem Durchbruch. Und er deutet an: Ein Comeback ist nicht ausgeschlossen.
Michael Schulte über ESC-Druck und mögliche Rückkehr
Im Gespräch mit Barbara Schöneberger spricht Michael Schulte überraschend offen über seine ESC-Erfahrung 2018. Und darüber, ob er sich ein Comeback vorstellen kann.
Schon beim Gedanken an den Vorentscheid wird klar: Diese Zeit war extrem für den Sänger. Der Druck? Enorm. Selbst beim Frühstück mit seiner Frau konnte er kaum abschalten. Alles drehte sich nur um diesen einen Moment.
Ich habe gewusst, das ist die Chance meines Lebens. Wenn ich es nicht schaffe, diesen Vorentscheid zu gewinnen und zum ESC zu reisen, dann ist das halt richtig doof.
Diese Chance hat der damals 27-Jährige genutzt. Der ESC wurde zum Wendepunkt seiner Karriere.
Warum Cosmó selbst Schüler:innen zum Tanzen bringt, siehst du hier:
Kritik an ESC-Songs
Neben persönlichen Einblicken wird Schulte auch deutlich kritisch. Vor allem beim Vorentscheid versteht er manche Entscheidungen bis heute nicht. Er selbst hat "20, 30, 40 Songs" geschrieben, um den bestmöglichen Titel ins Rennen zu schicken. Genau das erwarte er auch von anderen.
Was für Scheiß-Songs die da raushauen. Also, ich verstehe es nicht.
Auch Schöneberger beobachtet, dass viele Künstler:innen eher ihrem Gefühl folgen als einer klaren Strategie. Schulte kann das nachvollziehen - sieht darin aber auch ein Problem. Denn beim ESC gehe es eben nicht nur um persönliche Geschichten, sondern um den stärksten Song.
Comeback? Ja, aber nicht um jeden Preis
Ein ESC-Comeback? Für Schulte nicht ausgeschlossen. Aber nur unter bestimmten Bedingungen. Der Vorentscheid kommt für ihn heute nicht mehr infrage. Zu groß war damals die Belastung. Zu intensiv der Druck. Wenn allerdings eine direkte Anfrage käme, würde er überlegen:
Dann würde ich, glaub ich, echt ja sagen.
Ein klassischer Wettbewerb mit ungewissem Ausgang hingegen schreckt ihn ab.
Auftritte, von denen du nie genug bekommst:
Klare Worte zu anderen ESC-Teilnehmer:innen
Am Ende spart der ehemalige "The Voice of Germany"-Teilnehmer auch nicht mit Kritik an einzelnen Beiträgen der letzten Jahre. Ohne Namen zu nennen, deutet er an, dass selbst starke Künstler:innen manchmal an der Songauswahl scheitern - ein Problem, das sich nach seiner Ansicht regelmäßig wiederholt. Auch Max Mutzke wird dabei indirekt erwähnt.
Der Song war nicht gut, wenn man das so sagen darf. Maxi, du bist ein lieber Typ und eigentlich auch gefragt.
Für Schulte ein Paradebeispiel: ein großartiger Sänger, der seiner Meinung nach vom falschen Song ausgebremst wurde. Sein Fazit: Genau daran scheitern beim ESC immer wieder selbst die Besten.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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