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Modischer Blick auf die WM

"Schlafanzug": So vernichtend urteilt Harald Glöckler über das DFB-Auswärtstrikot bei der WM 2026

Veröffentlicht:

von Julia W.

Harald Glööckler hat für die Auswärts-Trikots des DFB-Teams nicht viel übrig. (Bild: Joshua Kimmich, r.)

Bild: Imago Images / BREUEL-BILD; Imago Images / MIS


Am Sonntag steht das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 an. Gegen Curaçao wird die DFB-Elf in ihrem traditionellen weißen Trikot auflaufen – zum Glück für Harald Glööckler: Der Designer hat für den neuen Auswärtsdress der Mannschaft nämlich wenig übrig.

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Kurz vor dem ersten WM-Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat Designer Harald Glööckler das aktuelle Auswärtstrikot des DFB-Teams kritisiert – und sein Urteil über den dunkelblauen Dress fällt vernichtend aus.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) lobte Glööckler zunächst das Design des Aufwärmshirts. Es sei eine gelungene Verbindung aus "Retro und Moderne". Das Heimtrikot beschreibt er als "Edel, klassisch, schlicht" – insgesamt eine stimmige Gestaltung also.

Ganz anders bewertet er jedoch das Trikot für Auswärtsspiele. "Das spricht mich leider überhaupt gar nicht an", sagt Glööckler. Für ihn fehlt bei dem neuen Dress jeglicher Bezug – sowohl zu Deutschland als auch zum Fußball selbst.


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"Wunderbarer Schlafanzug"

Besonders die Farbgebung stößt dem Modeexperten auf. "Die Farbe Blau steht normalerweise für Seriosität, wirkt harmonisch und beruhigend, und man bringt sie automatisch mit Meer und Wasser in Verbindung", sagt der Designer.

"Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo da die Verbindung zu Fußball und Kampfgeist und dem Willen zu siegen sein soll." Auch die weißen Akzente überzeugen ihn nicht: "Die sind völlig unnötig und stören das Bild."

Sein Fazit fällt entsprechend vernichtend aus. Das Trikot wirke auf ihn eher einschläfernd als motivierend – und daher eher "ein wunderbarer Schlafanzug".

Glööckler favorisiert Argentinien-Trikots

Als positives Gegenbeispiel nennt Glööckler das Auswärtstrikot der argentinischen Nationalmannschaft. Dort zeigten die gestalterischen Elemente, wie Blautöne wirkungsvoll eingesetzt werden könnten.

Auch das traditionelle Heimtrikot Argentiniens mit seinen charakteristischen Streifen bezeichnet er als "ein Volltreffer". Die Gestaltung wecke unmittelbare Assoziationen mit Fußball-Legende Diego Maradona und den erfolgreichsten Zeiten des Landes im internationalen Fußball.

Fußball-Trikots im Alltag? "Nichts einzuwenden"

Die wachsende Präsenz von Fußballtrikots im Alltag erklärte der Designer damit, dass sich viele Menschen nach Orientierung und Gemeinschaft sehnten. Dass Trikots längst nicht mehr nur im Stadion getragen werden, sieht er gelassen: "Dagegen ist nichts einzuwenden. Warum auch nicht? Wenn es ihnen Spaß macht und guttut – etwas, das Menschen guttut, hat noch nie jemandem geschadet."

Aus rein modischen Gesichtspunkten würde Harald Glööckler aber wohl vom Auswärtstrikot der DFB-Elf abraten. Das DFB-Team von Trainer Julian Nagelsmann wird das dunkelblaue Trikot mit den türkisfarbenen Hosen voraussichtlich am 25. Juni im Spiel gegen Ecuador tragen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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