Drehbuchautor warnt eindringlich
"So stirbt Hollywood": KI-Video von Brad Pitt & Tom Cruise sorgt für großen Schock
Aktualisiert:
von Spot on newsBrad Pitt und Tom Cruise in Fleisch und Blut – doch ein KI-Video mit ihren Gesichtern sorgt gerade für Unruhe in Hollywood.
Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire | IMAGO / ZUMA Press Wire
Ein viraler KI‑Clip mit realistischen Versionen von Tom Cruise und Brad Pitt, die miteinander kämpfen, löst in Hollywood Besorgnis aus. Drehbuchautor Rhett Reese warnt vor dem Einfluss der künstlichen Intelligenz.
Die besten Blockbuster mit Brad Pitt
Ein ziemlich realistisches KI-Video, das Tom Cruise (63) und Brad Pitt (62) beim Faustkampf zeigt, hat für Aufsehen im Netz gesorgt. Der fünfzehn Sekunden lange Clip ging viral und sorgte für ordentlich Gesprächsstoff rund um das Thema künstliche Intelligenz.
Drehbuchtautor Rhett Reese (45), der unter anderem für "Deadpool & Wolverine" und "Zombieland" bekannt ist, teile das Video mit einer ausdrücklichen Warnung: "Ich sag es wirklich nicht gerne, aber es ist wahrscheinlich vorbei für uns", schrieb er bei X.
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Drehbuchautor traut KI Hollywood-Filme zu
Als ein Fan spöttisch kommentierte, das Video sähe "immer noch beschissen aus", entgegnete Reese in den Kommentaren: "Bald wird eine einzelne Person am Computer in der Lage sein, einen Film zu erschaffen, der von dem, was Hollywood derzeit veröffentlicht, nicht zu unterscheiden ist. Wenn diese Person kein Talent hat, wird das Ergebnis schlecht sein. Aber wenn jemand mit dem Talent und Geschmack von Christopher Nolan auftaucht - und so jemand wird es schnell geben - wird es fantastisch sein."
Reese hat Angst um seinen Job
Reese betonte, dass seine Einschätzung nicht mit Zustimmung gleichzusetzen sei. In einem weiteren Beitrag auf X machte er deutlich, dass er alles andere als begeistert davon ist, wie KI in kreative Bereiche vordringt.
"Im Gegenteil - ich habe Angst. So viele Menschen, die mir am Herzen liegen, könnten ihren geliebten Beruf verlieren. Auch ich selbst bin gefährdet", schrieb der Drehbuchautor.
Kritik an KI-Unternehmen
Die Motion Picture Association, der mächtigste Interessenverband der Filmindustrie, kritisierte Seedance 2.0, das Unternehmen hinter dem viralen KI-Video scharf.
Die Organisation erklärte, dass das chinesische Unternehmen zu dem Seedance 2.0 gehört, ohne Genehmigung auf urheberrechtlich geschützte Filmwerke zurückgreift.
Filmindustrie steht vor Strukturwandel
Sollten tatsächlich in nicht allzu ferner Zukunft Filme in Hollywood-Machart von einer Person am Laptop erstellt werden, wäre nicht nur der Job von Reese in Gefahr. Die Filmindustrie setzt sich mit der Problematik nicht erst seit gestern auseinander, jedoch fehlt es oft an Regelungen, die Jobs sichern könnten. Im Zusammenhang mit dem Drehbuchautoren-Streik 2023 spielte der Schutz vor KI ebenfalls eine zentrale Rolle.
Oscar-Gewinner Guillermo del Toro (61) sagte in einem Interview mit "NPR", er würde "lieber sterben" als generative KI zu benutzen. Bei einer Podiumsdiskussion im British Film Institute (BFI) im Jahr 2024 äußerte sich Guillermo del Toro kritisch zur Rolle von KI in der Kunst: "KI hat gezeigt, dass sie halbwegs überzeugende Bildschirmschoner erstellen kann. Das war's im Wesentlichen", sagte del Toro. Seitdem hat sich einiges getan. Ob und wann ein Roboter bei den Oscars auf der Bühne steht, um die Auszeichnung für bestes Drehbuch anzunehmen bleibt abzuwarten.
Erlebe den echten Brad Pitt in Action
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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