In Rage wegen Gage
"Soll ich umsonst kommen?": Roberto Blanco übt Kritik an Gagen bei ARD und ZDF
Aktualisiert:
von Jan IslingerStets gut gelaunt und mit ikonischem roten Hemd auf der Bühne: Roberto Blanco bei einem seiner Open-Air-Auftritte.
Bild: Steinsiek.ch
Mit 88 Jahren rockt er immer noch die Bühnen der Republik: Roberto Blanco tritt nach wie vor regelmäßig auf. Doch ein Detail der Branche ist ihm mittlerweile ein richtiger Dorn im Auge.
Roberto Blanco vermisst die großen Zeiten des Fernsehens
Er ist ein absolutes Urgestein der deutschen Entertainment-Landschaft: Roberto Blanco ist spätestens seit seinem Hit "Ein bisschen Spaß muss sein" aus dem Jahr 1972 fester Bestandteil der Szene. Erst machte sich der Deutsch-Kubaner in der Musik-Landschaft einen Namen, bevor er in den 1980ern zunehmend in Fernsehshows zu sehen war.
Noch heute ist der mittlerweile 88-Jährige fleißig auf den Bühnen der Republik vertreten, war immer wieder in ARD- und ZDF-Shows wie dem "Fernsehgarten" oder "Immer wieder sonntags" zu sehen. Zuletzt war er auch auf dem "HeidiFest" in München zu Gast.
Schau dir das "HeidiFest" mit Roberto Blanco an
Doch laut Blanco hat sich über die Jahre eine Unsitte in der Branche eingeschlichen, die ihm einige Auftritte gehörig verdorben hat. Das erklärte er zuletzt im Podcast von Kabarettistin und Schauspielerin Monika Gruber.
Und plötzlich hat der Veranstalter kein Geld mehr
Mittlerweile soll sich die Bezahlung für Auftritte grundlegend verändert haben. So bekam Roberto Blanco in den Jahren seiner großen Erfolge immer eine üppige Entlohnung. "Ich habe immer meine Gage von 3.000 D-Mark plus Hotel und so bekommen."
Doch eines Tages sei eine Produktion überraschend auf den Künstler zugekommen und habe erklärt: "Wir haben jetzt was Neues. Wir zahlen keine Gage mehr." Stattdessen bekämen alle Künstler:innen nur noch eine Aufwandspauschale von 500 Mark. Die Änderung traf bei dem bekannten TV-Gesicht auf Unverständnis.
Soll ich umsonst kommen?
Mehr Quali- statt Quantität
Daraufhin habe Roberto Blanco Angebote dieser Art konsequent abgelehnt - und lieber weniger Shows gespielt, dafür aber ordentlich bezahlte. Roberto hatte einen guten Grund, schließlich war er bereits eine bekannte Persönlichkeit und entsprechend wenig auf TV-Publicity angewiesen. Bereits letztes Jahr erkärte er in einem Interview mit t-online:
Ich sage Ihnen ehrlich: Ich brauche keine Auftritte mehr, um berühmt zu sein.
"98 Prozent der Menschen in Deutschland kennen mich. Ich bin kein Newcomer und lasse mich nicht mit einer Aufwandsentschädigung abspeisen", so der Schlagerstar.
Fair enough. Schließlich muss man mit 88 Jahren nicht mehr auf jeder Hochzeit tanzen, sondern kann seinen Lebensabend auch mal genießen.
Übrigens: Im Interview mit t-online wurde Blanco explizit zur Bezahlung auf dem "HeidiFest" angsprochen. Laut der TV-Legende sei diese durchaus zufriedenstellend gewesen. "Ich plaudere keine Vertragsdetails aus, aber glauben Sie mir: Der Flug nach München lohnt sich!"
Mehr Heidi Klum gefällig?
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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