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Moderator und Schauspieler

Christoph Süß verlässt "München Mord": Das ist über sein Privatleben bekannt

Aktualisiert:

von C3 Newsroom

Christoph Süß verlässt die ZDF-Serie "München Mord" aus privaten Gründen.

Bild: Wolfgang Maria Weber


Seit mehr als einem Vierteljahrhundert rückt Christoph Süß im satirischen Politmagazin "quer" Woche für Woche Übersehenes ins Rampenlicht. Ende 2025 verabschiedete er sich nach über zehn Jahren von der ZDF-Krimireihe "München Mord". Doch wer ist der TV-Star eigentlich abseits der Kameras?

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Die Quotendelle werde schon noch kommen. So wiegelte Christoph Süß 2005 ab, als ihn die Zeitung "Die Welt" in einem Interview zum Erfolg des von ihm moderierten Magazins "quer" gratulierte. Acht Jahre lief das Satire-Magazin damals schon im BR. Und heute? "quer" ist beliebter denn je, die Quotendelle blieb aus. Im Gegenteil: Von knapp 10 Prozent im Jahr 2005 steigerte Christoph Süß die Quote auf teilweise bis zu 20 Prozent in den vergangenen Jahren. Der "Welt" gegenüber zitierte er bescheiden einen Aphorismus: "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen auch die Zwerge lange Schatten".

Christoph Süß, übrigens um die 1,90 Meter groß, steht schon seit 1998 im Licht der Studioscheinwerfer und spendete so der Satirekultur des BR eine Morgendämmerung. Zu seiner Fernsehkarriere kam er nur durch Zufall.

Seine TV-Karriere startet Christoph Süß von Null auf 100

Erste Erfahrungen im Rampenlicht sammelt der Münchner bereits im Schultheater, in einer Laientheatergruppe und als Sänger diverser Rockbands. Sein Philosophiestudium bricht er kurz vor der anstehenden Magisterarbeit ab, um seine Karriere als Kabarettist weiterzuverfolgen. Mit Ende 20 präsentiert er sein erstes Soloprogramm auf bayerischen Kleinkunstbühnen. Für viele Kabarettist:innen wie zum Beispiel Claus von Wagner beginnt der Weg auf kleinen Bühnen, aber es muss immer noch etwas passieren, damit der große Durchbruch kommt.

Im Nebenjob spielt Christoph Süß in einigen Werbespots mit und erregt so 1998 die Aufmerksamkeit des Bayerischen Rundfunks. Der Senkrechtstarter bekommt gleich die Moderation für eine gerade entwickelte Show angeboten, nämlich "quer". Jeden Donnerstag um 20.15 Uhr - und das nun schon seit 28 Jahren. Politisch, kritisch, bayerisch - das kann Christoph Süß. Er ist mit der Show so fest verbunden wie die Parodien seines Kollegen Wolfgang Krebs.


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Abschied nach zwölf Jahren bei "München Mord"

Als Schauspieler konnten die Zuschauer:innen Christoph Süß ab 2014 in der ZDF-Krimireihe "München Mord" erleben: Dort spielte er zwölf Jahre lang den Kriminaloberrat Helmut Zangel - den ehrgeizigen und oft überheblichen Chef des Ermittler:innen-Teams. Ende 2025 gab er bekannt, dass er aus privaten Gründen aus der Serie aussteigt. Seine Nachfolge übernimmt die Kabarettistin Eva Karl Faltermeier.

Was der Moderator nach eigenen Worten nicht so gut kann: Internet und Social Media. Davon hält er nicht viel, gesteht Christoph Süß 2023 der "Prisma". "Unsere digitale Mediengesellschaft gibt mehr Information aus, als sie hat", findet er im Interview. Deswegen komme "auch so viel Schmarrn, denn so viel gibt es auf der Welt gar nicht zu berichten".

"Ich bin leider ein totaler Internet-Barbar, der klassische Boomer“, erklärt Süß weiter. "Die klassischen Zeitungen lese ich auch online, aber das Bedürfnis, online Kommentare zu verbreiten, habe ich nicht." So findet man auch keinen Instagram-Account oder Youtube-Kanal von dem TV-Star.


Christoph Süß privat: Das ist über ihn und seine Familie bekannt

Auch in Interviews hält sich Christoph Süß über sein Privatleben sehr bedeckt. Laut "Munzinger-Archiv" hat er zwei ältere Geschwister. Seine Eltern ließen sich vor seiner Geburt scheiden, er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Der Vater, ein Lastwagenfahrer, starb bei einem Unfall, als Christoph Süß neun Jahre alt war.

Er machte zunächst die Mittlere Reife an einer Realschule, jobbte danach erst einmal und machte dann noch das Abitur auf einem Münchner Gymnasium. Seinen Zivildienst leistete er an einer Körperbehindertenschule, bevor er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München sein Philosophiestudium startete.

Auf öffentlichen Veranstaltungen trat Christoph Süß laut der Foto-Agentur Imago vereinzelt mit seiner Ehefrau auf - so beim Bayerischen Fernsehpreis 2009 und bei einer Filmpremiere 2012. Nähere Details sind aber nicht bekannt.

Christoph Süß kann so leicht nichts aus der Fassung bringen

Der Stadtzeitung "Hallo München" verriet Christoph Süß 2015 zum Schlagwort "Fassung": "Es gibt nicht so leicht etwas, das mich aus der Fassung bringt. Ich denke, dass ich meine Gefühle meist im Griff habe." Und zu "Gaudi" fällt dem Satiriker ein: "Bin nicht so der Partymensch. Dort, wo sich viele Menschen versammeln, meldet mein Stammhirn oft: Gefahr! Was ist, wenn es brennt? Aber ich finde es okay, wenn sich andere amüsieren."

Christoph Süß raucht, seit er 15 Jahre alt ist. In einer Umfrage der "Süddeutschen Zeitung" zum Nichtraucherschutzgesetz im Jahr 2010 sagte er: "Ich weiß, dass ich nicht ewig lebe und irgendwann in so ein Kisterl kommen werde."

Aus seinen Lastern macht Christoph Süß keinen Hehl

Gleichzeitig achtet er aber auch auf seine Gesundheit. So gab er einmal an, dass er zweimal die Woche ins Fitnessstudio gehe und begründete das mit einer Mischung aus "Eitelkeit und Selbsthass".

Als er 2015 den Hoferichter-Preis verliehen bekam, bescheinigte die Jury ihm ein "Rampensau-Gen". Wahr ist aber auch, sobald sein Auftritt vorbei und das Adrenalin weg sei, müsse er schauen, dass er heimkomme, sagte Christoph Süß zum 25. Jubiläum von "quer" der "SZ".

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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