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Debüt als Ermittlerin

"Havelland-Krimi"-Star Dennenesch Zoudé: So gelang ihr der TV-Durchbruch

Veröffentlicht:

von teleschau

Neue Rolle, neues Format: Dennenesch Zoudé verkörpert im "Havelland-Krimi" die Staatsanwältin und Dozentin Dena Paulos.

Bild: ZDF/Meret Madörin


Inselärztin, Gefängnisinsassin, Zoodirektorin, im "Havelland-Krimi" nun Staatsanwältin: Dennenesch Zoudé hat in Film und TV schon alle möglichen Figuren verkörpert. Schon immer wollte die Schauspielerin, die als kleines Kind von Äthiopien nach Berlin zog, Geschichten erzählen.

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"Dena Paulos ist eine schnelle, souveräne Denkerin. Sie kombiniert messerscharf und hat ein untrügerisches Gefühl für Menschen." So beschreibt Dennenesch Zoudé im ZDF-Presseportal ihre Rolle als Staatsanwältin im neuen Format "Havelland-Krimi". Mit der Episode "Hinter der Fassade" geht es am 9. Mai los.

Das Team um Dena Paulos und Kriminalhauptkommissar Max Zeller (Jens Atzorn) bekommt es sogleich mit einem kniffligen Fall zu tun. Eine junge Studentin ist scheinbar in der Havel ertrunken. Kopfverletzungen deuten aber auf ein Verbrechen hin. Die Spur führt zu einem Fall, der fünf Jahre zurückliegt.

Das Spannungsfeld zwischen Staatsanwaltschaft und Polizeiarbeit macht den besonderen Reiz des Formats aus. Und natürlich kommt auch Persönliches nicht zu kurz. Dena Paulos ist auch als Dozentin an der Universität aktiv und hat eine erwachsene Tochter. "Ihr unermüdlicher, fast verbissener Einsatz im Beruf ging leider oftmals auf Kosten ihres Privatlebens. Daran erinnert sie ihre erwachsene Tochter regelmäßig und schmerzhaft", erklärt Zoudé.

Der "Havelland-Krimi" als Heimspiel für Dennenesch Zoudé

Die 1966 in Addis Abeba geborene Schauspielerin freut sich besonders darüber, in ihrer Wahlheimat arbeiten zu können. "Ich bin Berlinerin durch und durch", sagt sie im Presseportal. "Es ist für mich wunderbar, zu Hause zu drehen und trotzdem neue Gebiete vor der Haustür zu erleben." Dennenesch Zoudé zog mit ihren Eltern 1968 nach Berlin.

Das älteste von vier Kindern eines äthiopischen Ingenieurs für Straßenbau entstammt einer Aristokratenfamilie. In ihrer erweiterten Familie seien "alles Anwälte, Ärzte, Ingenieure", erzählte sie kürzlich in einem Interview mit dem Radiosender "FFH". Ihr Name kommt aus dem Amharischen, der Amtssprache Äthiopiens. Dennenesch bedeutet so viel wie "Walddickicht", Zoudé heißt "Krone".

Sie wurde Schauspielerin, weil sie schon immer gerne Geschichten erzählt hat

"Ich hab angefangen mit diesem Beruf, weil ich Geschichten erzählen und Menschen aus ihrem Alltag entführen wollte", erklärte Dennenesch Zoudé im Interview mit dem Radiosender "FFH". Schon im Alter von fünf Jahren habe sie vor anderen Kindern Schneewittchen inszeniert und gespielt.

Ihr Vater war von ihren Schauspiel-Ambitionen alles andere als begeistert. Er habe sehr großen Wert auf Bildung gelegt, erinnert sie sich. Als sie auf die Schauspielschule gehen wollte, "da war das Drama sehr groß. Das ging erst mal gar nicht." Der Deal war: erst mal eine Ausbildung zur Wirtschaftskorrespondentin. Dennenesch paukte wie verrückt, um möglichst schnell durchzukommen. Heute sagt sie: "Diese Sparte könnte mir echt gestohlen bleiben." Diese Art der Emanzipation war nicht einfach. Sie sei da "wirklich das schwarze Schaf" in ihrer Familie.

Sie setzte sich schließlich durch und absolvierte in New York von 1990 bis 1992 eine Ausbildung zur Schauspielerin. Zudem nahm sie Gesangsunterricht.

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Die Frau mit Ozean-Phobie startet in einer Surfer-Serie durch

Ein Phänomen aus ihrer Kindheit hat die Schauspielerin nachhaltig verstört, wie sie im "FFH"-Interview gesteht: der Film "Der weiße Hai". Sie habe Angst vor tiefem Wasser. "Ich will nicht mal einen Trailer von dem 'Weißen Hai' sehen!" Die Kombination Hai und Wasser zu sehen - "da brauche ich die nächsten fünf Monate nicht mehr ans Wasser zu fahren."

Erst vor etwa zehn Jahren war sie das erste Mal in ihrem Leben im Meer schwimmen, verriet sie 2017 in der "Bild"-Zeitung. "Ein Tauchlehrer hat mich zum Schnorcheln in ein Riff mitgenommen. Er hat mich an die Hand genommen, sodass ich mich immer festhalten konnte. Irgendwann fiel angesichts dieser wunderschönen Unterwasserwelt die Angst ab, und ich bin allein weiter geschwommen."

Verrückt, dass 1995 ausgerechnet die Surfer-Serie "Gegen den Wind" ihr Durchbruch als TV-Star war. In dem Format mit Hardy Krüger junior und Ralf Bauer, das an der Nordsee bei Sankt Peter-Ording gedreht wurde, hatte sie eine wiederkehrende Rolle. Lachend sagt sie zu den Wasser-Szenen im "FFH"-Interview: "Ich wurde vom Team reingetragen und rausgetragen, damit ich nicht den Boden berühren musste."

Dennenesch Zoudé war schon in zahlreichen Produktionen in den verschiedensten Rollen zu sehen - hier in "Notruf Hafenkante".

Bild: ZDF und Boris Laewen-bola


Dennenesch Zoudé: Kommissarin, Gefängnisinsassin, Ärztin und mehr

Es folgten Episodenrollen in den verschiedensten Formaten. Dazu war Dennenesch Zoudé mehrfach als Kriminalkommissarin Carol Reeding in "Polizeiruf 110" zu sehen. Ein weiteres regelmäßiges "Standbein": ihr Part als Wilhelmina Makhubela in der Serie "Hinter Gittern - Der Frauenknast" von 2004 bis 2007.

Sechsmal spielte sie zudem ab 2018 in der ARD-Produktion "Die Inselärztin" als beste Freundin der Hauptfigur mit. Als Zoodirektorin Dr. Amal Bekele sahen wir sie von 2019 bis 2021 im Format "Tierärztin Dr. Mertens".

Ihr langjähriger Partner starb plötzlich

Im März 2016 musste Dennenesch Zoudé einen schweren Schicksalsschlag verkraften: Ihr Mann, der Regisseur Carlo Rola, verstarb nachts an plötzlichem Herztod. Die beiden waren seit 2009 verheiratet. "Ich wusste instinktiv, entweder ich zerbreche an meinem Schicksal, oder ich versuche irgendwie immer wieder aufzustehen, um irgendwann gestärkt weiterzugehen", sagte sie 2017 der "Bild"-Zeitung. Heute überwiege die Dankbarkeit, "dass ich so einen tollen Menschen und großartigen Regisseur an meiner Seite hatte", ergänzte sie im Interview mit "FFH" im Oktober 2025.

Seit etwa sechs Jahren ist der Frankfurter Unternehmer Stephan Köhler der Mann an ihrer Seite. "Vor 2 Jahren hatte ich überlegt, meinen Oldtimer zu verkaufen. Ein Freund riet mir, mich an Stephan zu wenden. Daraus ist ein schöner und freundschaftlicher Schriftkontakt entstanden", verriet Dennenesch Zoudé 2021 in der "Gala". Bald darauf habe es gefunkt.

"Havelland-Krimi - Hinter der Fassade" läuft am Samstag, dem 9. Mai um 20:15 Uhr im ZDF. Zur selben Zeit ist der Krimi im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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