Sexualmord an Renate Pollaczek
"Aktenzeichen XY ... Ungelöst" rollt 40 Jahre alten Berliner "Cold Case" wieder auf
Veröffentlicht:
von teleschauNeue Hinweise in einem alten Fall soll "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" mit Rudi Cerne (r.) bringen.
Bild: ZDF/Saskia Pavek | ZDF und [F] Tobias Schult / [H]
Im April 1986 wurde die 44-jährige Renate Pollaczek vergewaltigt und ermordet. Auch beinahe 40 Jahre später ist der Täter noch nicht gefunden. Nun wendet sich das LKA Berlin an das Publikum von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst".
Vor beinahe 40 Jahren, am 10. April 1986, trat die alleinstehende Kellnerin Renate Pollaczek die Nachtschicht in der Berliner Kneipe Schultheiß-Baude im Stadtteil Charlottenburg an. Die 44-jährige, eher klein gewachsene Frau arbeitete seit Ende 1985 dort und bediente auch in jener Nacht hinter dem Tresen die Gäste. Kurz nach fünf Uhr morgens verließ ein Stammkunde als Letzter die Kneipe in der Galvanistraße.
Dabei begegnete er am Eingang einem fremden Mann. Laut Beschreibung des Zeugen war der Unbekannte zwischen 20 und 25 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und muskulös. Wer dieser Mann ist und ob er auch der Mörder von Renate Pollaczek ist, ist bis heute unklar. Die Ermittler:innen des LKA Berlin erhoffen sich durch "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" (Mittwoch, 18. März, 20.15 Uhr live im ZDF und im Livestream auf Joyn) neue Hinweise.
"Frau Pollaczek verdient es, dass wir das Verbrechen aufklären"
Es war der Besitzer der Schultheiß-Baude, der morgens am Tag nach der Tat die Leiche der Kellnerin entdeckte. Renate Pollaczek lag tot in der Küchennische, ein mehrfach gewundenes und verknotetes Küchentuch um den Hals. Aus der Kasse hatte der Täter etwa 150 DM entwendet.
Die Polizei geht aufgrund der Auffindesituation davon aus, dass die 44-Jährige zwischen 5:15 und 6:15 Uhr vergewaltigt und ermordet wurde. Am Tatort entdeckten die Ermittler:innen zwei Zigarettenstummel der Marke Camel sowie eine passende Zigarettenschachtel. Bei der Obduktion fand sich außerdem Sperma in der Leiche. "Mit Sicherheit stammt es vom Täter", erklärte Staatsanwalt Thilo Pietzsch im vergangenen Jahr dem "Berliner Kurier". Er machte klar: "Frau Pollaczek verdient es, dass wir das Verbrechen aufklären."
Denn 1986 hatten die Ermittler:innen trotz Phantombild keinen Erfolg gehabt. Vor drei Jahren startete die Polizei den erneuten Versuch, den Mörder von Renate Pollaczek zu finden. Von der sichergestellten DNA vom Sperma und den Zigarettenstummeln konnte nun ein DNA-Profil erstellt werden, welches sich jedoch noch in keiner Datenbank befindet. Auch eine DNA-Reihenuntersuchung von Männern, die 1986 im passenden Alter waren und in der Gegend wohnten, brachte bisher keine heiße Spur.
Ansprechpartner für sachdienliche Hinweise ist das LKA Berlin:
Tel.: (030) 4664-0
Adresse: Keithstraße 30, 10787 Berlin
Beim LKA Berlin können Hinweise außerdem anonym gemeldet werden.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
Mehr entdecken

Auf Fake-Shop reingefallen
So wurde Moderator Rudi Cerne selbst Betrugsopfer

LKA gibt Update zur Sendung
"Aktenzeichen XY… ungelöst": Zu diesen Fällen gibt es neue Hinweise

Mordfall Seckin Caglar
Neue Hinweise nach 35 Jahren? "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" rollt bewegenden "Cold Case" aus Köln neu auf

"Ich habe nur für sie gebrannt"
Rudi Cerne: Jugendliebe Christiane ist bis heute sein Lebensmittelpunkt

"Backstage"-Doku
Hinter den Kulissen: So wird "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" produziert

Backstage-Doku
ZDF räumt für "Aktenzeichen XY"-Special Sendeplatz frei