LKA gibt Update zur Sendung

"Aktenzeichen XY… ungelöst": Neue Hinweise zu mehreren Fällen

Aktualisiert:

von teleschau, C3 Newsroom

Rudi Cerne moderiert "Aktenzeichen XY... Ungelöst" und sucht nach sachdienlichen Hinweisen zur Klärung von Verbrechen.

Bild: ZDF und [F] Tobias Schult / [H]


Die jüngste Ausgabe von "Aktenzeichen XY… Ungelöst" hat offenbar Wirkung gezeigt. Zahlreiche Zuschauer:innen meldeten sich mit Hinweisen. Einige davon brachten überraschende Erkenntnisse. Das LKA Bayern gab jetzt ein Update zum aktuellen Stand der Ermittlungen.

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Ungeklärte Kriminalfälle beschäftigten Moderator Rudi Cerne und das Team von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" auch in der letzten Sendung am 25. Februar. Durch die Ausstrahlung sind zahlreiche Hinweise eingegangen, teilweise schon während der Sendung. Ein Sprecher des LKA Bayern gab jetzt ein Update über den neuesten Stand der Ermittlungen in dem Mordfall in Köln, dem Banküberfall in Villingen-Schwenningen sowie in der Vergewaltigungs-Serie in Hamburg und Neumünster.

Junge Frauen wurden Opfer von Vergewaltigung

Das LKA Hamburg sucht einen bislang unbekannten Täter, dem drei schwere Sexualstraftaten im Raum Hamburg und Neumünster zur Last gelegt werden. Opfer wurden eine 19-Jährige am 27. August 2020 in Hamburg-Billstedt, eine 17-Jährige am 20. November 2021 am Bahnhof in Neumünster und eine 19-Jährige am 20. Juli 2024 am Bahnhof Wandsbek-Markt. Trotz gesicherter DNA-Spuren und eines Phantombildes konnte der Mann bislang nicht identifiziert werden.

+++ Update, 5. März 2026 +++

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Schon während der Ausstrahlung gingen laut Fabian Puchelt vom LKA Bayern im "Aktenzeichen XY"-Studio 34 Hinweise auf den Fall ein. Auch danach ging es kontinuierlich weiter. Diese Infos werden derzeit bearbeitet. Da der Fall Priorität hätte, wurde seitens des LKA darum gebeten, nicht konkret auf die Hinweise einzugehen. Nur das Phantombild des Täters wurde im Update der jüngsten Sendung noch einmal gezeigt.

Zudem bat Puchelt Betroffene von sexueller Gewalt explizit darum, solche Übergriffe zu melden. Den Opfern werde wirklich geholfen, so der LKA-Mitarbeiter weiter. Die Chance, die Täter zu finden, sei sehr hoch. Die Aufklärungsquote von 2024 lag bei über 80 Prozent.

Betroffene Frauen sollten sich zudem bewusst sein, dass die Schuld beim Täter liegt und nicht bei den Opfern. Wer den Gang zur Polizei trotzdem scheut, kann sich unter dem deutschlandweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" rund um die Uhr unter der Nummer 116 016 anonym beraten lassen und Hilfe holen. Dasselbe gilt für das Hilfe-Telefon "Sexueller Missbrauch" unter 0800 22 55 530.

Bankraub kurz vor Feierabend

Nur 90 Sekunden dauerte ein bewaffneter Raubüberfall am 28. November 2024 auf die Sparkassenfiliale in der Erlenstraße in Villingen-Schwenningen. Die Kripo Rottweil bittet um Hinweise zum Täter, der kurz vor Geschäftsschluss Angestellte mit einem Messer bedrohte und mit seiner Beute unerkannt entkam.

+++ Update, 5. März 2026 +++

Bei der Ausstrahlung dieses Falles wurde ein Originalbild der Überwachungskamera gezeigt. Sie zeigen den Bankräuber mit Handschuhen und einer Jacke mit einer deutlich sichtbaren Marke. Genau dazu seien einige Anrufe eingegangen, die sagten, sie würden diese Marken kennen, so der Sprecher des LKA Bayern. Ebenso seien auch in diesem Fall nach und während der Ausstrahlung Namen genannt worden. Diesen Informationen werden derzeit ausgewertet.

Vermisst: Pavo Medjedovic

Im Vermisstenfall Pavo Medjedovic ermittelt die Kripo Düsseldorf. Der damals 71-Jährige verließ sein Haus am Morgen des 13. November 2023 in schwieriger persönlicher Situation und wurde von seiner Familie noch am selben Tag vermisst gemeldet. Rätsel geben den Ermittler:innen Bargeld-Abhebungen rund eine Woche nach seinem Verschwinden auf. Ein bislang Unbekannter suchte mit Medjedovics Bankkarte die Sparkassen-Filialen in der Berliner Allee und in der Königsallee in Düsseldorf auf.

Mord an der 16-jährigen Seckin Caglar

Auch ein sogenannter "Cold Case" wird in der aktuellen "Aktenzeichen XY"-Ausgabe neu aufgerollt. Am 16. Oktober 1991 verschwand die 16-jährige Seckin Caglar aus Köln-Poll auf dem Heimweg von ihrer Arbeitsstelle. Am darauffolgenden Tag wurde ihre Leiche in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle gefunden. Seckin Caglar wurde vergewaltigt und erdrosselt. Täter-Hinweise aus anonymen Briefen einer Frau erwiesen sich 20 Jahre nach der Tat als erfunden. Jetzt hofft die Kripo-Köln auf neue Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen sollen.

+++ Update, 5. März 2026 +++

Im Fall der ermordeten Seckin Caglar sind nach der Ausstrahlung rund 30 Hinweise eingegangen. Laut dem Sprecher wurden dabei "interessanterweise" wieder Namen genannt, die in der Ermittlung in der 90er Jahren bereits im Fokus standen. Sollte die DNA dieser Personen noch nicht überprüft worden sein, werde dies nachgeholt, so der LKA. Parallel dazu werde gecheckt, ob es neue Methoden zur DNA-Analyse gibt, die vorher nicht, aber jetzt schon zu einer Lösung des Falls führen könnten.

Vermutliche Serienräuber in Karlsruhe

Schließlich bittet die Kripo Karlsruhe um sachdienliche Hinweise zu einem bewaffneten Raubüberfall am 19. Juni 2024 in Karlsruhe-Waldstadt. Unbekannte drangen am Abend in das Wohnhaus eines Ehepaares ein, fesselten die Opfer und zwangen sie, den Tresor zu öffnen. Der osteuropäische Akzent der Täter wirkte auf das Ehepaar unecht. Nach Ansicht der Ermittler:innen könnten Zusammenhänge bestehen zu einem ähnlich gelagerten Raubüberfall am 12. September 2024 in Esslingen am Neckar.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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