Der "Aktenzeichen"-Ableger startet am 6. Mai
"XY Spuren des Verbrechens": So kam Helene Reiner von der "News-WG" zur eigenen ZDF-Sendung
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von teleschau - Hellmut BlumenthalAb 6. Mai moderiert Helene Reiner im ZDF das neue True-Crime-Format "XY Spuren des Verbrechens". Unterstützt wird sie von Fabian Puchelt vom Landeskriminalamt Bayern.
Bild: Tobias Schult/ZDF
Sie blickt vor allem auf die Hintergründe einer Tat: Helene Reiner präsentiert die neue True-Crime-Reihe "XY Spuren des Verbrechens". Seit 15 Jahren kombiniert sie erfolgreich Moderation und Journalismus, unter anderem in "heute journal - der Podcast". Die Journalistin im Porträt.
"Was geschieht, wenn ein Mensch verschwindet und Angehörige in ständiger Ungewissheit leben?", heißt es im ZDF zur neuen True-Crime-Reihe "XY Spuren des Verbrechens", die am 6. Mai startet. Moderiert wird das Format von einer TV-Journalistin, die mit Mitte 30 bereits eine der bekanntesten ihres Fachs ist: Helene Reiner. In der Sendung richtet die Gastgeberin den Blick besonders auf die Menschen, die zurückbleiben. Die mit der Ungewissheit, mit möglichen Schuldgefühlen und der permanenten Frage nach dem "Warum?" klarkommen müssen.
Helene Reiners Ziel: Offene Fragen aus "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" beantworten
Das neue Format knüpft an "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" an, so Helene Reiner im "ZDF-Pressportal". Viele Zuschauer:innen würden die Fälle bereits aus der Original-Sendung kennen. "In 'XY Spuren des Verbrechens' versuchen wir, offene Fragen zu beantworten: Was ist nach der Tat passiert? Welche neuen Erkenntnisse gibt es? Und wie ordnen Fachleute die Ereignisse ein?"
Genau hinsehen und -hören. Die richtigen Fragen stellen. Neugierig und empathisch sein. Darin ist die gebürtige Bühlerin seit Jahren geübt. Sie absolvierte zunächst ein Ingenieurstudium an der Hochschule der Medien in Stuttgart und der Université Paris-Est. Bereits dort sammelte sie Erfahrungen im Dokumentarfilmbereich, der internationalen Werbeproduktion sowie im Journalismus.
2015 folgte ein Masterstudium im Fach Journalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Studienbegleitend absolvierte Helene Reiner das Qualifikationsprogramm "Moderation" am Institut für Moderation in Stuttgart. Dort ist sie mittlerweile als Dozentin tätig.
Von 2016 bis 2018 war sie Programmvolontärin beim Bayerischen Rundfunk. 2018 hatte Reiner die Idee für das preisgekrönte Social-Media-Format "News-WG". Seit Februar 2025 führt sie als Host von "heute journal - der Podcast" jede Woche durch aktuelle Nachrichtenthemen und liefert fundierte Hintergrundanalysen.
Ihr Erfolgsprojekt: News und WG-Leben zusammenbringen, junge Menschen erreichen
Besonders mit der "News-WG" hat sich Helene Reiner einen Namen gemacht. Die Idee war so einfach wie genial: "Ein paar Menschen unterhalten sich ganz normal in einer WG über aktuelle Themen", erklärte sie 2024 in einem Interview mit dem Medium "Journalist.de". "Und zwar auf Instagram, weil dort andere junge Menschen sind, die man mit einer Nachrichtensendung im Fernsehen vermutlich nicht erreicht."
Sechs Jahre lang war sie mit ihrem "Baby" aktiv, dann suchte sie neue Herausforderungen. "Irgendwann dachte ich mir: 'Und jetzt?' Ich wollte mich weiterentwickeln. Und ich wollte nicht passiv dasitzen und warten, bis etwas passiert, sondern es selbst in die Hand nehmen."
Auch mit "heute journal - der Podcast" sei ein jüngeres Publikum, das eher selten linear fernsieht, die Zielgruppe. "Wir richten uns nicht nur an das regelmäßige 'heute journal'-Publikum. Sondern eher an die Menschen, die zwar Nachrichten-affin und politisch interessiert sind, aber nicht jeden Abend den Fernseher einschalten."
Manchmal will Helene Reiner Instagram "für immer löschen"
In ihrer "News-WG"-Phase entwickelte die Journalistin und Podcasterin auch eine "Hassliebe" zu Instagram, wie sie auf "Journalist.de" gestand. Es könne sein, dass sie die App öffne und sich über einen Post kaputt lache. "Oder ich bin gerührt, inspiriert und ein bisschen schlauer als davor. Gleichzeitig kommt es vor, dass ich mich wie ein Häufchen Elend fühle, sauer werde und die App für immer löschen will."
Trotz dieser Ambivalenz ist Helene Reiner überzeugt, dass Social Media immer ein Teil ihres Lebens bleiben werde. Sie hält es zudem für wichtig, dass seriöser Journalismus dort weiterhin angeboten wird, im Kampf gegen Desinformation. Die große Herausforderung dabei sei: "Wir als Journalistinnen und Journalisten müssen uns an die Regeln halten. Was wir von uns geben, muss richtig sein." Andere Akteure hätten einen Vorteil, weil Social-Media-Plattformen Falschinformationen teilweise mehr ausspielen. Etwa bei besonders emotionalen oder kontroversen Inhalten.
Als Ausgleich zu ihrer Medienarbeit legt Helene Reiner als DJ auf
Neben ihrer Rolle als Podcasterin, Journalistin und Moderatorin legt die Wahl-Münchnerin als DJ auf - unter anderem im Club "Legal". "DJ sein und Auflegen hab ich schon immer faszinierend gefunden", verriet Helene Reiner 2025 der "Süddeutschen Zeitung". Da es aber kaum Frauen in der Szene gab, blieb sie zunächst beim Cellospielen - ehe sie sich eines Tages ein Herz fasste und es probierte.
Für sie ist es ein guter Ausgleich zu ihren sonstigen Tätigkeiten, denn Helene Reiner legt ganz "old school" mit Platte auf. "Das Tolle ist, dass man da nicht mit irgendwelchen Bildschirmen konfrontiert ist." Das Wirken als DJ sei für sie eine der wenigen Gelegenheiten, in einen echten Flow zu kommen, fernab von Apps, Social Media & Co.: "Zwei Stunden lang über nichts nachdenken als: 'Welche Tracks passen jetzt zusammen?'" - da gehe ihr das Herz auf.
"XY Spuren des Verbrechens" läuft am Mittwoch, 6. Mai, um 19:25 Uhr
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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