"Möchte, dass alle weinen"
Serien-Aus für Martin Gruber? Hans Sigl spricht über Wunsch-Ausstieg beim "Bergdoktor"
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von C3 NewsroomSeit bald 20 Jahren verkörpert Hans Sigl den "Bergdoktor" Martin Gruber in der beliebten ZDF-Serie.
Bild: ZDF / Erika Hauri
Auch ein "Bergdoktor" geht mal in Rente. Hans Sigl spricht im Interview offen über den Moment, in dem Dr. Martin Gruber die Praxis ein letztes Mal abschließt und seine Geschichte bei der Erfolgsserie ihr Ende finden wird. Wie er sich den Serien-Abgang seiner Kult-Figur vorstellt.
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Er ist der "Sherlock unter den Fernsehmedizinern" und das emotionale Zentrum des deutschen Fernsehens: Seit über 15 Jahren begeistert Hans Sigl als Dr. Martin Gruber ein Millionenpublikum. Während die Fans derzeit gespannt auf die neuen Folgen der 19. Staffel warten, die traditionell nach der Silvesterknallerei anlaufen, blickt der Hauptdarsteller bereits in die Zukunft. In einem überraschend offenen Interview mit der Zeitschrift "Welt" verrät der 56-jährige Steirer nun erstmals, wie die Ära des Bergdoktors am Wilden Kaiser eines Tages final enden könnte.
Ein emotionaler Abschied am Gruberhof
Obwohl Hans Sigl die Arbeit am Set noch immer "mit Liebe" und "mit einem warmen Heimatgefühl" erfüllt, hat er sich bereits Gedanken über den Tag gemacht, an dem der letzte Vorhang für Martin Gruber fällt. Für das Finale der Kult-Serie wünscht sich der Schauspieler einen Moment, der die Fans tief berührt. Das perfekte Ende der Serie sieht der Schauspieler so: "Irgendwann schließt er hier die Praxis ab. Er fährt rauf auf den Gruber Hof. Stellt sein geiles Auto in die Scheune und deckt es zu."
Dann spätestens, wenn alle merken, was kommt, möchte ich, dass alle weinen oder - noch besser: lachen.
Zum krönenden Abschluss sieht Sigl einen symbolischen Stabwechsel vor, der den Kreis der Geschichte schließen würde. Martin Gruber würde den Weg zurücknehmen, den er einst gekommen ist, um Platz für die Zukunft zu machen: "Anschließend nimmt er ein Taxi für den Weg zurück, den er einst gekommen ist. Er steigt ein. Und fährt los. Und am Ende Bahnsteigs steht der neue Bergdoktor", so der gebürtige Österreicher im "Welt"-Interview.
Der Erfolg der Serie ist für Hans Sigl eng mit der Beständigkeit und der gemeinsamen Zeit mit seinem Publikum verbunden. Er sieht es als großes "Privileg", dass er in seiner Rolle altern durfte. Doch die langen Jahre am Set hinterlassen auch bei einem TV-Star Spuren, die ihn manchmal selbst überraschen. Besonders die Konfrontation mit der eigenen optischen Veränderung im Fernsehen und die Reaktionen von jüngeren Kollegen lösen bei dem 56-Jährigen gemischte Gefühle aus.
Sigl erinnert sich an eine Begegnung mit einem jungen Schauspiel-Kollegen, die ihn tief bewegt:
Ich danke dir für eine schöne Kindheit.
Für den Bergdoktor-Darsteller war dies ein "großer Satz" und zugleich ein "schrecklicher". Seine Reaktion darauf zeigt seinen Humor: "Weil ich innerlich zu Staub zerfalle: Wo ist denn bitte die Zeit hin?"
Trotz dieser Momente der Melancholie liebt er die Herausforderung, die seine Rolle bietet. Der Darsteller schätzt die hocheffiziente Arbeit seines Teams, das er wie eine "Nationalmannschaft" führt, und freut sich auf alles, was in den kommenden zwei Jahren noch auf Dr. Martin Gruber zukommt, wie er erzählt.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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