ZDF-Krimiserie
Von wegen Michi Mohr! "Rosenheim-Cops"-Star Max Müller wollte eigentlich eine ganz andere Figur spielen
Aktualisiert:
von Lars-Ole GrapMax Müller begeistert die Fans von "Die Rosenheim-Cops" seit Jahren als Polizist Michi Mohr.
Bild: picture alliance/dpa
Seit 2002 gehört Max Müller als Michi Mohr zum Cast von "Die Rosenheim-Cops". Für viele Fans ist er der wohl sympathischste Ermittler im deutschen Vorabendprogramm. Dabei hat sich der Schauspieler damals um eine ganz andere Rolle beworben.
"Die Rosenheim-Cops" laufen jeden Donnerstag um 20:15 Uhr
Max Müller verrät: Für diesen Part bei den "Rosenheim-Cops" sprach er ursprünglich vor
Im Interview mit dem ZDF, das anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Serie "Die Rosenheim-Cops" geführt wurde, erinnert sich Max Müller genau an die Anfänge. Damals, mit 35 Jahren, habe er gerade nach sieben Jahren das Ensemble des Theaters in der Josefstadt in Wien verlassen und sich nach etwas Neuem umgesehen. Über seine Agentur sei die Anfrage gekommen, ob er Interesse an einer neuen bayerischen Serie habe. Vom Rollenprofil her wäre er dabei eigentlich für den Part des Kommissars vorgesehen gewesen - als Ermittler-Partner an der Seite von Joseph Hannesschläger.
Für diese Rolle habe er sich aber selbst gar nicht als optimal besetzt gesehen und sei entsprechend zurückhaltend gewesen. Trotzdem sei er zum Casting gefahren und habe sich redlich bemüht, bayerisch zu klingen. Dafür habe er unter anderem auf der Fahrt Aufnahmen bayerischer Volksschauspieler und Pumuckl-Hörspiele angehört, um sich beim Schauspieler Gustl Bayrhammer etwas abzuschauen. Beim Casting habe er Joseph Hannesschläger kennengelernt, mit dem er sich auf Anhieb gut verstanden habe. Eine Freundschaft, die bis zu Hannesschlägers Tod gehalten habe.
Seine eigenen Chancen habe er sich trotzdem bei null ausgerechnet und zunächst habe sich nach dem Casting auch nichts getan. Erst rund zwei Wochen später sei der Anruf gekommen: Aus der Kommissarsrolle werde nichts, aber es gebe noch den "bleden Polizisten" zu besetzen, ob er den spielen wolle? Müller habe sofort zugesagt. Am 9. Juni 2000 stand Müller schließlich zum ersten Mal für seine spätere Paraderolle vor der Kamera.
Interessanterweise gab es die Figur Michi Mohr zu Beginn nicht einmal. Wie der Schauspieler einst gegenüber "Rosenheim24" verriet, stand die Figur anfangs noch ohne Namen da. Zwei Vorschläge seien im Gespräch gewesen: "Peter Renner" oder "Michi Mohr". Müller selbst habe sich damals für Peter Renner ausgesprochen, sei aber überstimmt worden. Rückblickend zeigt er sich jedoch froh darüber, dass die Wahl letztendlich auf Michi Mohr fiel.
"Rosenheim-Cops"-Star Max Müller wollte eigentlich Sänger werden
Max Müller als Michi Mohr in der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops".
Bild: picture alliance/dpa | Uwe Lein
Doch fast wäre alles ganz anders gekommen: Wie Müller im ZDF-Gespräch verrät, hätte ausgerechnet die Musik einmal sein beruflicher Lebensmittelpunkt werden können. Schon früh habe seine Liebe zur Oper und Operette begonnen, geprägt durch die Musik im Elternhaus und eigenen Klavierunterricht. An der Wiener Musikhochschule habe er zunächst Gesang studiert, nach einem halben Jahr aber gemerkt, dass ihm auch das Sprechtheater fehle. Mit 21 Jahren habe er dann die Schauspielerei zu seinem Beruf gemacht.
Ganz aufgegeben hat er die Musik allerdings nie. Nach eigenen Angaben spielt er weiterhin jährlich rund 20 bis 30 Konzerte und Liederabende, unter anderem im Wiener Musikverein und gemeinsam mit den Münchner Symphonikern.
Trotz der ursprünglich anders geplanten Karriere blickt der "Rosenheim-Cops"-Star heute mit spürbarer Dankbarkeit auf seine Rolle als Michi Mohr zurück. 2017 wurde er gemeinsam mit seinen Serienkolleginnen und -kollegen Marisa Burger und Alexander Duda mit der Bayerischen Staatsmedaille für Innere Sicherheit, dem "Stern der Sicherheit", ausgezeichnet - eine Ehrung, die den Beitrag der Serie zum positiven Ansehen der Polizeiarbeit würdigt. Im ZDF-Interview bringt Müller es selbst auf den Punkt: Michi Mohr sei für ihn das größte berufliche Geschenk seines Lebens.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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