Zwischen Drehbuch und Spielplatz
"Frühling"-Star Kristo Ferkic: Warum er sich alleine um seinen Sohn kümmert
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von Johanna GrauthoffKristo Ferkic spielt in "Frühling" die Rolle von Adrian Steinmann.
Bild: ZDF und Barbara Bauriedl
Während Gleichaltrige das Partyleben genießen, hat Schauspieler Kristo Ferkic früh Verantwortung übernommen. Der "Frühling"-Star kümmert sich überwiegend allein um seinen Sohn Leo und organisiert seinen Alltag zwischen Dreharbeiten und Kita.
Vaterrolle statt Nachtleben
Spontane Partys und wilde Wochenendtrips? Für Kristo Ferkic ist das längst kein Maßstab mehr. Der Schauspieler, der seit Jahren fester Bestandteil der ZDF-Erfolgsserie "Frühling" ist, hat sich bewusst für einen anderen Weg entschieden.
Mit 22 wurde Kristo Ferkic ungeplant Vater. Sohn Leo kam zur Welt, kurz darauf folgte die Trennung. Seitdem kümmert sich der Schauspieler überwiegend allein um den heute fast Vierjährigen. Eine Frage stellte sich für ihn nie: ob er Verantwortung übernimmt.
"Ich wusste, dass ich der Vaterrolle gewachsen bin"
Im Interview mit "Bild" spricht der Schauspieler darüber, wie klar seine Prioritäten gesetzt sind. "Ein Leben ohne meinen Sohn kann ich mir nicht mehr vorstellen", betont er. Dass er nach der Trennung die Hauptverantwortung für Leo übernahm, sei für ihn selbstverständlich gewesen. Zweifel an seiner Rolle als Vater habe er nie gehabt, im Gegenteil.
Statt spontaner Abende mit Freunden gehören heute Kita-Eingewöhnung, Vorlesen und gemeinsames Spielen zu seinem Alltag. Während andere in ihren Zwanzigern ihre Freizeit auskosten, erlebt Ferkic das Aufwachsen seines Sohnes ganz bewusst.
Alltag zwischen Kameraarbeit und Kinderbetreuung
Der Spagat zwischen Schauspielkarriere und Familienleben ist anspruchsvoll, doch Ferkic hat seinen Rhythmus gefunden. Wenn er für "Frühling" in Bayern vor der Kamera steht, springt seine Familie oder die Mutter von Leo ein und kümmert sich. Zwischen den Drehtagen pendelt er regelmäßig, um möglichst viel Zeit mit seinem Sohn zu verbringen.
Spontanität? Fehlanzeige. Aber genau darin sieht der Schauspieler keinen Verlust. Oberflächliche Ablenkungen brauche er nicht, sagt er. Vielmehr habe ihn die Vaterrolle geerdet und ihm einen klaren Fokus gegeben.
Schauspieler aus Leidenschaft
Dass Ferkic heute ein gefragter Seriendarsteller ist, kommt nicht von ungefähr. Bereits als Kind stand er vor der Kamera: Mit sechs Jahren war er in mehreren Folgen von "Die Rettungsflieger" zu sehen. Es folgten Kinorollen, unter anderem im Historienepos "Henri 4", in dem er den jungen König spielte.
Seinen Durchbruch feierte er mit der Hauptrolle in der Jugendbuchverfilmung "Das Haus der Krokodile". Danach wirkte er in bekannten Formaten wie "Fünf Freunde 2", "In aller Freundschaft", "SOKO Hamburg" und "Großstadtrevier" mit.
Seit 2018 gehört er fest zum Cast der ZDF-Serie "Frühling", in der er die Rolle des Adrian spielt - den Ziehsohn der von Simone Thomalla verkörperten Dorfhelferin Katja Baumann.
Schau dir Kristo Ferkic vor der Kamera an
Große Familie, starke Wurzeln
Aufgewachsen ist Kristo Ferkic in einer Großfamilie. Er hat fünf Schwestern, von denen mehrere ebenfalls in der Schauspiel-Branche arbeiten. Mit zwei von ihnen stand er bereits für "Das Haus der Krokodile" gemeinsam vor der Kamera. Diese familiären Strukturen haben ihn geprägt - und vielleicht auch darauf vorbereitet, früh Verantwortung zu übernehmen.
Wenig Privates auf Social Media
In den sozialen Medien hält sich Ferkic zurück. Statt Einblicke in sein Familienleben teilt er vor allem Eindrücke aus seinem Berufsalltag. Ab und zu gibt es aber doch mal einen privaten Schnappschuss auf seinem Instagram-Account - mehr nicht. Eine bewusste Entscheidung, um seinen Sohn zu schützen.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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