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Künstliche Intelligenz in der Medizin

"Galileo"-Check: So verändert künstliche Intelligenz schon heute die Medizin

Veröffentlicht:

von Nina Lindemann

Galileo

Künstliche Intelligenz statt Kittel: Ist das die Zukunft der Medizin?

Videoclip • 09:59 Min • Ab 12


Künstliche Intelligenz ist seit den letzten Jahren immer mehr auf dem Vormarsch und viele Menschen fürchten langsam um ihre Berufe. Nicht aber in der Medizin - dort unterstützt sie Ärzt:innen auf geniale Weise und revolutioniert so das Gesundheitssystem.

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Untersuchung in den eigenen vier Wänden

Mittlerweile gibt es so viele KIs wie Sand am Meer und vorne mit dabei - KIs, die den Nutzer:innen den Gang zu Ärzt:innen ersparen sollen. "Galileo"-Reporter Harro testet eine solcher KI-gestützten Apps: eine Fotoanalyse-App, die auffällige Muttermale nach Hautkrebs checken kann.

Wird die App die Muttermale richtig einschätzen können?

Bild: ProSieben


Einen riesigen Vorteil hat diese App gegenüber Ärzt:innen - sie verfügt über eine enorme Bild-Datenbank. Mit ihrer Hilfe kann die KI die Muttermale innerhalb weniger Sekunden mit rund 200.000 Hautkrebsbildern abgleichen. Doch sind diese Scans wirklich verlässlich? Eins steht fest: Um den Gang in die Praxis kommt niemand herum, denn die KI gibt nur eine erste Einschätzung.

Die finale Diagnose wird von einem Menschen gemacht.

KI-Experte Dr. Martin Menten
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KI - der digitale Helfer

Auch vor Ort in manchen Praxen wird immer mehr auf die Zusammenarbeit mit KI gesetzt - wie bei Dr. med. Tariq Omary. Er nutzt schon seit zwei Jahren ein sogenanntes Total-Body-Mapping-Gerät was ebenfalls mit KI arbeitet, um alle Muttermale am ganzen Körper zu scanen - und das in unglaublichen 3 Minuten, also 5 Mal schneller als herkömmlichen Geräte.

Wie genau ist die neue Technologie wirklich?

Bild: ProSieben


Nach dem die KI sogar die Fußsohlen abfotografiert hat, vergleicht sie die Aufnahmen mit Milliarden von anderen. Bei mehreren Besuchen, kann die KI die neuen Aufnahmen mit den älteren vergleichen. Dabei erkennt die Künstliche Intelligenz Unregelmäßigkeiten besser und schneller als die meisten Ärzt:innen.

Die KI Amy zeigt ihre Einschätzung zu Muttermalen mit einem Score.

Bild: ProSieben


Seitdem wir die KI-gesteuerte Hautkrebsvorsorge haben, muss ich viel weniger operieren.

Hautarzt Dr. med. Tariq Omary

Neben diesen Scanern gibt es auch andere Möglichkeiten KI im Gesundheitswesen zu verwenden. Am LMU Klinikum in München bei Prof. Dr. Wolfgang Böcker kann man schon vor der eigentlichen Sprechstunde seine Probleme einem Avatar schildern - das soll Zeit sparen. Das ist vor allem heutzutage wichtig, denn der Ärztemangel ist überall spürbar. Doch was sagen die Patient:innen zur digitalen Anamnese?

Die digitale Anamnese kann man in Ruhe schon vor der Sprechstunde ausfüllen.

Bild: ProSieben


Bereits über 1000 Patient:innen haben sich dem digitalen Arzt-Helfer anvertraut. "Ich habe es als sehr angenehm empfunden", berichtet eine Frau. Dieses Gefühl bestätigt auch Prof. Dr. Wolfgang Böcker: "Es gibt tatsächlich Studien, die gezeigt haben, dass Sprachmodelle tatsächlich empathischer sein können als Ärzte". Dennoch fühlt sich der Arzt nicht von der neuen Technologie eingeschüchtert.

Es soll den Arzt nicht ersetzen, sondern ihn unterstützen.

Prof. Dr. Wolfgang Böcker

Aus diesem Grund entwickelt der Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der LMU München weiter neue KI-Algorithmen, um noch effizienter arbeiten zu können.

Was soll in Zukunft mit der KI möglich werden? Wird sie bald autonom Entscheidungen treffen können? Wie gut hat die Fotoanalyse-App die Muttermale eigentlich beurteilt? Das alles erfährst du in der "Galileo"-Reportage auf Joyn.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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