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Michael Brandner: So sah der "Hubert ohne Staller"-Star 1990 aus

Veröffentlicht:

von saro

Wie sah "Hubert ohne Staller"-Star Michael Brandner früher aus?

Bild: IMAGO / United Archives / ARD/TMG/EmanuelA. Klempa


Er war ein Spätzünder im Fernsehen und spielte die suspekten Typen: Verdächtige, Ganoven, raue Kerle. Ender der 1980er-Jahre stand Michael Brandner im "Tatort" als Kleinkrimineller Struppek vor der Kamera. Wer ihn heute als Reimund Girwidz in "Hubert ohne Staller" kennt, muss zweimal hinsehen.

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1989 fiel die erste Klappe

Der "Tatort" war 1989 eine seiner ersten Fernsehrollen. In der Folge "Der Pott" stand Michael Brandner neben Götz George als Horst Schimanski und Eberhard Feik als Christian Thanner vor der Kamera. Damals war er 37 Jahre alt. Zuvor hatte er als Schreiner und technischer Zeichner gearbeitet, sogar als Beamter beim Bundesgrenzschutz.

Zusammen mit einem Freund führte er außerdem eine Firma, die Restaurants, Kneipen und Diskotheken einrichtete. Zur Schauspielerei kam Brandner als Hausbesetzer in Dortmund. Mit einer Gruppe baute er aus Brettern eine Laienbühne. Die Bretter hatten zuvor leer stehende Häuser verbarrikadiert.

Der Regisseur Peter Zadek wurde auf die Gruppe aufmerksam und holte sie ans Schauspielhaus Bochum. Nach jahrelanger Theaterarbeit wurde der Quereinsteiger 1990 für die zweite Staffel der Ruhrpott-Saga "Rote Erde" gecastet. Ein Jahr vorher spielte er eine Gastrolle in der "Lindenstraße". Von da an stand Brandner praktisch jedes Jahr vor der Kamera.

"Rote Erde" 1990: Jochen Nickel (2. Pers. v. l.), Max Herbechter (3. Pers. v. l.), KLaus J. Behrendt (Mitte), Michael Brandner (3. Pers. v.r.), Ingo Naujoks (2. Pers. v. r.)

Bild: imago images/United Archives


Halunke goes Hollywood

Heute ist Michael Brandner 74 und hat in mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt. In "SOKO" und "Ein Fall für zwei" geriet er früher häufig ins Visier der Ermittungen. Später durfte er die Seiten wechseln: Aus dem Verdächtigen wurde der Ermittler. 2011 wurde Brandner in "Huber und Staller" zu Reimund Girwidz.

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"Hubert ohne Staller" mit (von links) Michael Brandner, Christian Tramitz und Katharina Müller-Elmau

Bild: ARD/TMG/Jenrick Mielke


2014 besetzte George Clooney ihn in "Monuments Men - Ungewöhnliche Helden" als Zahnarzt. In einem Interview mit der "Münchner Abendzeitung" berichtete Brandner später, wie er in den Drehpausen mit Bill Murray und George Clooney im Kanon "Froh zu sein bedarf es wenig" trällerte.

Vom Pott nach München

In seinem autobiografisch geprägten Roman "Kerl aus Koks", gemeint ist hier nicht die Droge, sondern der Brennstoff, verriet Michael Brandner außerdem, wie er schon mehrfach dem Tod entgangen sei. Etwa durch eine Hirnhautentzündung als Kind oder weil er versehentlich Terpentin trank, das er für Mineralwasser hielt. Der Mann mit der Vorliebe für extravagante, maßgeschneiderte Anzüge lebt nicht mehr im Ruhrgebiet, wo er aufgewachsen ist, sondern in München. Seine freie Zeit verbringt er am liebsten mit seiner Frau Karin, seinem Sohn, seinen Patchwork-Kindern und den Enkeln.

Michael Brandner und Karin Brandner bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2026.

Bild: IMAGO/Matthias Wehnert


Berühmt ohne Starallüren

Auf die Frage, warum zwar Tausende sein Gesicht, aber kaum jemand seinen Namen kenne, antwortete er einmal: "Weil ich kein Selbstdarsteller bin und stets in meinen Rollen verschwinde."

Eine Rolle begleitet Michael Brandner nun schon seit 15 Jahren. Die des Reimund Girwidz in "Hubert und Staller" und seit 2019 in "Hubert ohne Staller". Im Herbst 2026 wird die Serie nun mit Staffel 13 fortgesetzt. Direkt danach startet bereits Staffel 14. Und auch danach ist noch nicht Schluss: Eine weitere Staffel ist laut ARD bereits in Planung.

Kennst du schon dieses Film-Highlight mit Michael Brandner?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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