Deutliche Worte nach letzter Sendung
"Zu viel negative Energie": Stefan Mross verlässt "Immer wieder sonntags"-Aftershow-Party mit einem Paukenschlag
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von C3 Newsroom:newstime
Stefan Mross: Vom "Trompeterkrieg" zum TV-Star
Videoclip • 01:22 Min • Ab 12
Nach dem schwierigen Abschied von seiner Sendung "Immer wieder sonntags" hat Moderator Stefan Mross bei einer After-Show-Party deutliche Worte gefunden. Vor den Senderverantwortlichen äußerte er Kritik und ging dann noch während der Veranstaltung.
"Immer wieder sonntags"-Finale: Diese Musiker:innen überraschten Stefan Mross
Es war ein emotionaler und tränenreicher Abschied: Moderator und Musiker Stefan Mross präsentierte am Sonntag seine letzte Ausgabe der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags". Nach über 30 Jahren wurde die Show von ARD und SWR abgesetzt. Mross, der auf das Aus enttäuscht reagierte, hatte das Format 21 Jahre lang moderiert.
Die letzte Liveshow-Ausgabe war die wohl zweifellos schwierigste Sendung, die er in seiner bereits langen Karriere präsentieren musste. Tränen flossen bei Mross. Stars wie Stefanie Hertel, Andy Borg, Vanessa Mai und auch Marianne und Michael, die trotz Ruhestands für ihn noch mal einen Song auf der Bühne präsentierten, traten im großen Finale auf. "Natürlich geht‘s mir nicht gut. Alles andere wäre gelogen", gab Mross in der Sendung offen zu.
Stefan Mross rechnet nach "Immer wieder sonntags"-Abschied ab
Nach der Live-Show gab es dann noch eine After-Show-Party. Und auch dort wurde es emotional, denn Stefan Mross fand deutliche Worte in Richtung der Senderverantwortlichen, wie die "Bild"-Zeitung und das Online-Portal "t-online" berichten.
Zunächst habe es Reden von den Verantwortlichen und Veranstaltern gegeben, bevor Mross schließlich vor den Anwesenden sprach. "Ich wollte eigentlich heute gar nicht kommen", betonte er. Seinem Team zuliebe habe er dann aber seine Meinung geändert. Ihnen allen sei er es "schuldig".
Mross hob hervor, dass er in den vergangenen Monaten, seit der SWR das Aus von "Immer wieder sonntags" verkündet hatte, nie öffentlich negativ über ARD und SWR gesprochen habe.
"Wie man sich trennt, ist eine andere Sache"
"Das war mir ganz, ganz wichtig, weil das Positive überwiegt. Das ist wie in einer Ehe", sagte er. "Man hat ja eine wunderbare Zeit hinter sich. Nur das Ende, das Finale: Irgendwann trennt man sich. Wie man sich trennt, ist eine andere Sache", kritisierte der 50-Jährige.
Einen Setenhieb äußerte er dann auch in Richtung von SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler, der ihm das Aus seiner Sendung im März verkündet hatte. Laut "Bild" sagte Mross: "Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, es war so! Aber nicht nur mich, Ihr habt ein ganzes Format gestrichen. Und jetzt singt Ihr hier eine Stunde lang Lobeshymnen, wie toll diese Sendung ist", monierte Mross.
Warme Worte fand er für sein Team. Seit fast 22 Jahren habe es "Hand in Hand" mit ihm gearbeitet. "Da kann uns der Rest am A.... lecken!", wurde Mross deutlich.
Mross geht bei After-Show-Party vorzeitig: "Zu viel negative Energie"
Sich selbst bezeichnete er in seiner Rede als "Stehaufmännchen". Er wisse, dass es weitergehen werde. Dann schloss Mross seine Ansprache mit den Worten. "Ich werde jetzt diesen Raum verlassen, weil hier drinnen zu viel negative Energie ist." Er verließ die Veranstaltung und kam nicht mehr zurück.
Im Gespräch mit "Bild" erklärte Mross anschließend, dass seine Rede "wohlüberlegt" gewesen sei. "Mein Team und ich sind alle traurig und die feiern sich? Das war für mich ein Punkt, wo mir der Kragen geplatzt ist."
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