Spät erkannt
"In aller Freundschaft"-Star Alexa Maria Surholt leidet an dieser Krankheit
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von Sylvia LothAlexa Maria Surholt gehört seit der ersten Stunde zum Stammcast von "In aller Freundschaft".
Bild: IMAGO / APress
Alexa Maria Surholt kämpfte lange mit unerklärlicher Müdigkeit, Gelenkschmerzen und Gewichtszunahme, bis sie die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis erhielt: eine Erkrankung der Schilddrüse. Mit der richtigen Behandlung kehrte ihre Energie zurück und sie nahm fast 20 Kilo ab.
Alexa Maria Surholt: Krankheit lange unerkannt
Jeden Dienstag freuen sich "In aller Freundschaft"-Fans auf eine neue Folge. Immer mit dabei: Verwaltungschefin Sarah Marquardt, die von Alexa Maria Surholt (58) gespielt wird. Wie kaum eine andere Figur prägt sie Deutschlands bekannteste Krankenhausserie und das seit Folge 1. Im Laufe der 1124 Folgen wurde sie selbst auch schon in der fiktiven Sachsenklinik in Leipzig behandelt, unter anderem wegen einer Fehlgeburt.
Immer wieder bekommt sie in ihrer Rolle als Verwaltungschefin mit, wie schwierig es ist, die richtige Diagnose zu stellen. Oftmals wissen Patient:innen gar nicht, an welcher Krankheit sie leiden. Das hat die Schauspielerin im realen Leben am eigenen Leib erfahren. Im Oktober 2020 machte Alexa Maria Surholt ihre Hashimoto-Schilddrüsen-Erkrankung öffentlich, die gar nicht so leicht festzustellen war.
Paraderolle als Verwaltungschefin Sarah Marquardt
Verwaltungschefin Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt, r.) und ihr Kollege Dr. Rolf Kaminski (Udo Schenk, l.), mit dem sie auch befreundet ist.
Bild: DR / Saxonia Media / Sebastian Kiss
Das steckt hinter Hashimoto-Thyreoiditis
Die Schauspielerin erklärt, was für ein Ärzte-Martyrium sie hinter sich hat, bevor Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert wurde. Da die Schilddrüsen-Erkrankung erstmals im Jahr 1912 von dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto beschrieben wurde, trägt sie seither seinen Namen. Bei der chronischen Autoimmun-Erkrankung greift die Schilddrüse das Immunsystem an, was zu einer Entzündung und meist zu einer dauerhaften Unterfunktion, Hypothyreose, führt. Zu den Anzeichen zählen Müdigkeit, Erschöpfung, Gewichtszunahme, Kälte-Empfindlichkeit oder Konzentrationsprobleme.
Die Symptome können - wie bei Alexa Maria Surholt - fälschlicherweise für die Wechseljahre gehalten werden. Sie fühlte sich morgens müde und erschöpft, nahm 2019 einige Kilo zu. Sie betont:
Ich hatte Gelenkschmerzen, fühlte mich den ganzen Tag über angestrengt und antriebsarm.
Falsche Diagnose
Vom Arzt wurde ihr erklärt: "Das sind sicher die Wechseljahre." Ein Wert wurde beim Feststellen des Hormonspiegels zunächst allerdings nicht beachtet: der Schilddrüsenwert. Doch dann wurde festgestellt, dass neben den üblichen wechselhormonellen Schwankungen ihre Schilddrüse nicht richtig funktioniert. "Sie hat eine Unterfunktion und arbeitet kaum. Der Arzt verschrieb mir das Medikament L-Thyroxin - und schon nach zwei Wochen kam die lebensfröhliche Frau, die ich von früher kannte, zurück", erzählt sie.
Surholt will Frauen in ihrem Alter ermutigen, sich gründlich durchchecken zu lassen und die erste Diagnose nicht einfach hinzunehmen. Sie betont im Interview mit der Zeitschrift "Bunte", dass es ihr schlagartig besser gegangen sei, als sie nach der Entdeckung der Schilddrüsenerkrankung angefangen habe, Hormone zu nehmen.
Nach der Diagnose nahm sie fast 20 Kilo ab
Um sich in ihrem Körper wieder wohlzufühlen, stellte Alexa Maria Surholt auch ihre Ernährung um. "Ohne Diät und ohne übermäßig viel Sport zu treiben", betonte sie, nahm sie fast 20 Kilo ab - von Kleidergröße 46 auf 40. Auf ihre weiblichen Rundungen ist sie nach wie vor stolz: "Ich halte die 'Body Positivity'-Bewegung für uns Frauen für ganz wichtig und bin der Meinung, dass jeder Körper auf seine Weise schön ist, auch wenn er nicht dem von der Gesellschaft diktierten Schönheitsideal entspricht", sagt sie.
Jede Frau muss für sich selbst entscheiden dürfen, ob und wie sie sich schön findet.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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