Nach 9 Jahren

"Meine Seele wird hier noch ein bisschen rumspuken": Annett Renneberg über ihre "In aller Freundschaft"-Zeit

Aktualisiert:

von Anna-Maria Hock

Annett Renneberg verrät Details über ihren Serien-Ausstieg als Dr. Weber.

Bild: IMAGO/BREUEL-BILD, MDR / Saxonia Media / Rudolf Wernick


Annett Renneberg spricht offen über ihre Erfahrungen am Set der Sachsenklinik und, was sie wirklich über ihren Ausstieg und den Serientod ihrer Rolle denkt.

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Annett Renneberg über ihren Ausstieg aus "In aller Freundschaft"

"In all den neun Jahren gab es keinen Tag, an dem ich dachte, ich möchte hier nicht drehen!" Nach ihrem Ausstieg aus der Sachsenklinik fühlt sich Annett, als wäre die Zeit geflogen. In dem MDR‑Interview zu ihrem Ausstieg erzählt sie, dass sie allem in allem froh ist, einen "Haken" daran zu machen. Renneberg erwähnt außerdem, dass sie ab und zu mal am Set vorbeischaut, um ihre Kolleg:innen zu besuchen.

Besonders auf die Zeit mit Kollegen Julian Weigend blickt sie gern zurück. Sie berichtet, dass die beiden sich davor schon kannten, aber durch die gemeinsame Dreherfahrung und die Paarszenen noch einmal mehr zusammengeschweißt wurden. "Es gab auch Momente, in denen wir beide privat extrem nah am Wasser gebaut waren." Sie betont, wie besonders die Atmosphäre am Set war, vor allem weil sie weiß, dass es auch anders geht. Annett findet, dass die Geschichte von Dr. Maria Weber wunderbar geschrieben ist. Sie lässt Renneberg Revue passieren.

Deswegen gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Annett Renneberg

Sie hat zwei Botschaften: einmal an die Fans ihrer Person und ihrer Rolle und einmal an die Fans von "In aller Freundschaft". Sie dankt allen Zuschauern, die Dr. Maria Weber so lange verfolgt haben. Auch gegenüber Kritik ist sie nicht negativ eingestellt. Sie gibt selbst zu, dass ihr manche Charakterentwicklungen ihrer Rolle ebenfalls nicht gefallen haben.

Für die Fans insgesamt wünscht sie alles Gute und sagt, dass sie in den neun Jahren jede einzelne Episode gesehen hat.

Wenn schon sterben, dann doch so eingebettet in so eine tolle Geschichte

Annett Renneberg
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Sie meint, dass sie sich nicht komplett verabschieden kann, denn sie hinterlässt einen Mann und ein Kind. Gemeint sind die Rollen Kai Hoffmann und der gemeinsame Sohn Emil Weber. Sie verabschiedet sich mit dem Satz: "Meine Seele wird hier noch ein bisschen rumspuken."

Steigt Annett Renneberg freiwillig aus?

Neun Jahre lang prägte Annett Renneberg als Dr. Maria Weber die Geschichten der ARD-Serie "In aller Freundschaft". Nun endet diese Ära dramatisch: Ihre Figur erkrankt an einem unheilbaren Hirntumor, der bereits den Hirnstamm infiltriert hat.

Doch kommt dieser Ausstieg freiwillig? Auf Instagram meldet sich Annett dazu mit einem Statement und stellte klar, dass der Serientod von Maria Weber nicht ihre eigene Entscheidung ist. Als sie zu Beginn des vergangenen Jahres über das Aus ihres Charakters informiert wurde, sei sie überrascht gewesen. "[I]ch dachte, mit kleinem Kind und der Beliebtheit bin ich relativ sicher, was das angeht", erklärte sie laut t-online.

Die Rolle der Maria sei ihr in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen. Sie selbst konnte sich sehr mit ihrer Figur identifizieren. Doch natürlich verstehe Annett die Entscheidung der Produktion. Sie trägt diese mit - auch wenn ihr der Abschied alles andere als leicht fällt.

Nach Ausstieg: Annett Renneberg mit Appell an Fans

In einem Video auf ihrem Instagram-Account richtete sich Renneberg vor ein paar Tagen schon einmal persönlich an die Zuschauer:innen:

Ihr zeigt mir, wie wichtig euch die Rolle Maria Weber war und ist.

Annett Renneberg

Des Weiteren betonte sie: "Ich möchte aber sagen: Diejenigen, die sich das nicht angucken können, weil sie diesen Krebs einfach nicht sehen wollen - es wird keine Chemotherapie geben. Ihr werdet mich nicht kotzen sehen. Genau das wollte ich auch nicht so gern spielen."

Sie erklärte, wie sehr ihr die Zusammenarbeit mit der Produktion und den Kolleg:innen am Herzen lag und wie wichtig ihr das sensible Thema war: "Wir haben eine ganz tolle Geschichte für Maria Weber gefunden. Ich würde mich freuen, wenn ihr die tolle Arbeit der Produktion, meiner Kollegen und auch mir trotzdem anschaut. Das sind ganz besonders schöne Folgen geworden."

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Sensibel inszenierter Serien-Tod bei "In aller Freundschaft"

Der "In aller Freundschaft"-Star machte zudem deutlich, dass ihm die Balance zwischen realistischen Themen und Sensibilität am Herzen lag. Persönliche Erfahrungen mit Krankheit und Verlust führten dazu, dass Renneberg bestimmte Aspekte nicht selbst spielen wollte. Das Ergebnis sei eine würdige, bewegende Verabschiedung ihrer Figur - und ein Abschluss, der Fans die Bedeutung von Dr. Maria Weber noch einmal eindrucksvoll vor Augen führt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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