Zwischen Kiez und Kultur
Städtetrip zu "Notruf Hafenkante": Diese Drehorte müssen Fans kennen
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von teleschauJubiläum! 500 Folgen "Notruf Hafenkante" bedeuten auch eine 500-fache Hommage an die Hansestadt Hamburg.
Bild: ZDF und Roland Fritzenschaft
Am 19. Februar läuft die 500. Folge von "Notruf Hafenkante". 500 Folgen, das heißt auch 500 Verbeugungen vor Hamburg. Denn die Hansestadt ist die heimliche Hauptdarstellerin der Serie. An diesen Schauplätzen wird "Notruf Hafenkante" gedreht.
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Bei "Notruf Hafenkante" ist alles bereit für das große Jubiläum. Am Donnerstag, 19. Februar, läuft um 19:25 Uhr im ZDF und über den Livestream auf Joyn die 500. Folge der beliebten Vorabendserie. Dann stehen wieder Franzi Jung (Rhea Harder), Melanie Hansen (Sanna Englund) und Dr. Philipp Haase (Fabian Harloff) im Mittelpunkt. Sie sind die einzigen drei Darsteller:innen, die seit dem Start der Serie im Januar 2007 noch dabei sind.
Eines blieb auch unverändert: Die Serie setzt der Hansestadt Hamburg ein liebevolles Denkmal. "Nicht nur die spannende Handlung fesselt die Zuschauer, auch die wunderschönen Bilder unserer Stadt strahlen Magie aus und haben schon den einen oder anderen bewogen, einen Städtetrip nach Hamburg zu unternehmen", schreibt das Portal "Hamburgtouristinfo" auf seiner Homepage.
Städtetrip Hamburg? Gute Idee. Wenn du das vorhast, sagen wir dir, wohin du gehen musst: an die Drehorte von "Notruf Hafenkante".
Sitz des PK 21: Die romantischste Sackgasse der Welt
Polizeikommissariat 21, das Herz der Serie: Das Gebäude des PK 21 ist der heimliche Held. Es taucht in jeder Folge auf, und das zu Recht. Der markante Backsteinbau mit den Türmchen wurde im Jahr 1899 erbaut und beheimatete tatsächlich über all die Jahre immer eine Polizeieinheit. Zunächst war es der Standort der Hafenpolizeiwache 2, später der Zentralstelle für Hafensicherheit und gefährliche Güter, Fachdienststelle WSPF 22 und WSP 032. Seit 2015 ist hier die Grenzpolizei Hafen (WSP 62) ansässig. Unten am Ponton liegen noch Fahrzeuge der Hafen-Feuerwehr. Unter anderem auch ein historisches Wasserlöschboot. Die "Feuerwehr IV" stammt aus dem Jahr 1930 und ist noch voll betriebsfähig.
Das Gebäude liegt an der sogenannten Kehrwiederspitze, direkt am Hafenbecken. Der Kehrwieder ist eine der ehemaligen Inseln im Hamburger Stadtgebiet, bildet den westlichen Teil der historischen Speicherstadt und gehört zum Stadtteil HafenCity. Wer es romantisch will, glaubt der Legende, dass der Name der Insel daher rührte, dass Hamburger (und vor allem Hamburgerinnen) den auslaufenden Seeleuten hier früher immer ein hoffnungsvolles "Kehr wieder!" zuriefen. Faktisch bedeutet aber "Kehrwieder" (auf plattdeutsch "Kehrwedder") im Norddeutschen schlicht und ergreifend "Sackgasse". Denn wer sich auf der Insel bis nach vorne gewagt hatte, musste wieder umkehren, um wieder von ihr wegzukommen. Das änderte sich erst, als 1880 die Niederbaumbrücke errichtet wurde.
Das reale Vorbild des Elbkrankenhauses hatte seine eigene TV-Serie
Hier also residiert das PK 21. Allerdings nur in der Serie. Das echte Polizeikommissariat 21 in Hamburg befindet sich gut vier Kilometer westlich von der Kehrwiederspitze im Stadtteil Altona-Altstadt. Die der Kehrwiederspitze nächstgelegenen echten Polizeikommissariate sind knapp einen Kilometer nördlich das PK 14 am Rathaus und rund anderthalb Kilometer westlich das PK 15 an der Ecke Spielbudenplatz/Davidstraße mitten im Stadtteil St. Pauli an der Reeperbahn. Dieses Kommissariat wurde als Davidwache selbst legendär und schon oft in Filmen gefeaturt.
Und die Davidwache war auch Pate bei der Idee zu "Notruf Hafenkante". Denn die Wache arbeitete eng mit dem ehemaligen Hafenkrankenhaus zusammen - genauso wie in "Notruf Hafenkante" das PK 21 mit dem fiktiven Elbkrankenhaus (EKH). Das reale Hafenkrankenhaus in der Seewartenstraße wurde Ende der 1990er-Jahre trotz massiver Bürgerproteste geschlossen. Heute befindet sich dort das Gesundheitszentrum St. Pauli. Das Hafenkrankenhaus war so populär, dass 1968 vom NDR sogar eine 13-teilige TV-Serie gedreht wurde.
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"Notruf Hafenkante": Die Davidwache war Vorbild für das PK 21
Die Davidwache und das Hafenkrankenhaus waren nur knapp einen Kilometer voneinander entfernt. Wesentlich näher liegen sich die Drehorte von PK 21 und des EKH in "Notruf Hafenkante". Denn das Gebäude, das als EKH dient, liegt direkt gegenüber des PK 21 auf "Hamburger Festland", einen rund 100 Meter langen Spaziergang über die Niederbaumbrücke entfernt. Mit der U-Bahn (Station Baumwall) kann man die beiden Drehorte also bestens erreichen.
Wenn dort nicht für "Notruf Hafenkante" gedreht wird, ist das Gebäude als "Slomanhaus" bekannt. Das Kontorhaus wurde 1910 fertiggestellt, 2000 unter Denkmalschutz gestellt und 2003 saniert. Es gehörte früher einer Reederei, war bis 2005 Sitz des Oberhafenamtes und beherbergt jetzt auf 11.000 Quadratmetern zahlreiche Büros. Highlight: Der Paternosteraufzug von 1921 ist immer noch in Betrieb.
Für die Dreharbeiten wird das Slomanhaus - von außen - zum EKH. Das ist in der Serie weithin durch das EKH-Logo auf dem Dach sichtbar: Aber: Das wird digital eingearbeitet. Auf dem Slomanhaus gibt es kein Logo.
Hier werden die Innenaufnahmen von "Notruf Hafenkante" gedreht
Auch die Innenaufnahmen für PK 21 und EKH finden nicht in den Gebäuden statt, die man in der Serie von außen sieht. Die Innenaufnahmen des PK 21 wurden zunächst in einem Haus des Klinikums Ochsenszoll in Hamburg-Langenhorn gedreht und später dann in einer Lagerhalle in Hamburg-Hummelsbüttel, die extra für diesen Zweck umgebaut wurde. Die Halle befindet sich im "Lademannbogen", einem Gewerbegebiet im Hamburger Stadtteil Hummelsbüttel. Seit Januar 2016 entstehen sämtliche Innenaufnahmen in den Hallen A2 und A6 auf dem Gelände von Studio Hamburg im Stadtteil Tonndorf.
Außerdem wird natürlich an allen möglichen Stellen Hamburgs gedreht. Entsprechend der Zuständigkeit des PK 21 in der Speicherstadt mit ihren idyllischen Fleeten, in der modernen HafenCity rund um die Elbphilharmonie (nur 150 Meter von der Kehrwiederspitze entfernt), an der alten Harburger Elbbrücke an der Süderelbe oder am Harburger Binnenhafen. Halt da, wo "Hamburg, meine Perle", am schönsten ist.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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