Überzeugt mich dieses Reality-Format?

Ich habe mir Folge 1 & 2 von "Promis unter Palmen" angetan: Mein ehrliches Fazit

Veröffentlicht:

von Nina K.

Machen die "Promis unter Palmen"-Stars für Geld alles?

Bild: Joyn


Nach langer Reality-TV-Pause wage ich mich zum ersten Mal an "Promis unter Palmen". Mein Name ist Nina, ich bin Praktikantin bei Joyn und ich frage mich, ob die Show wirklich so chaotisch ist, wie alle sagen. Mein Fazit nach zwei Folgen.

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Willkommen im Chaos unter Palmen

Hi, ich bin Nina, Praktikantin bei Joyn, und ich habe eine Mission: Nach einer langen Reality-TV-Pause wage ich mich direkt an den Endgegner "Promis unter Palmen". Meine Erwartungen? Gediegene Langeweile mit Promis, die ich eh nicht kenne. Was ich bekam? Purer Wahnsinn. Die Vorschau allein verspricht Sätze wie "Martin Angelo ist eine Pest" und mir wird klar: Diese Show spielt nach ihren eigenen Regeln.

Reality-TV ist eigentlich kein Neuland für mich: Vor nicht allzu langer Zeit war ich tief drinnen in dieser Welt. Ich habe alles verschlungen, was mir über den Weg lief und wollte weder die neuesten Geheimnisse, unerwarteten Beziehungen und dramatische Trennungen, noch die wildesten Beschuldigungen und merkwürdigsten Affären verpassen.

Nach einem kurzen Ausbruch aus diesem Kosmos - shame on me, aber ich brauchte mal ne Pause - bin ich zurück. Die schwankende Stimmung zwischen Urlaubsidylle und absehbarer Eskalation schwappt direkt zu Beginn auf mich über und ich habe schnell die leise Ahnung, dass sich meine Erwartungen ganz und gar nicht erfüllen werden.

Wer? Wo? Was?

Natürlich muss ich das ganze Konzept der Show erst einmal verstehen. So viele Reality-Menschen auf einmal und ehrlicherweise: Die meisten davon kenne ich gar nicht. Es ist alles etwas unübersichtlich und außer Maurice Dziwak, Franziska Temme und Gina-Lisa Lohfink sagen mir alle nichts.

Dann passiert es aber doch schneller als gedacht: Ich kann die Gesichter schnell zuordnen und finde die ersten Dynamiken zwischen den Promis ziemlich spannend.

Maurice, der seinem Löwen-Image bis dato noch nicht wirklich gerecht wird, ist mir trotzdem sehr sympathisch. Silvia Wollny als "Mama" der Truppe muss man ja sofort ins Herz schließen. Den Bösewicht Claude-Oliver Rudolph finde ich seit seiner seltsamen Begrüßung mit dem Ellenbogen ziemlich merkwürdig - wer macht denn sowas? Kevin Wolter punktet durch sein Riesen-Grinsen. Anouschka Renzi kann ich gar nicht einschätzen. Ich bekomme schnell ein Gefühl dafür, welche Kandidat:innen für Chaos und Konflikt sorgen werden. Wobei: mittlerweile traue ich es ihnen allen zu.

Natürlich teilen sich die ganzen Promis ganz luxuriös ihre Zimmer und Bäder. Privatsphäre ist hier ein Fremdwort - die perfekten Voraussetzungen für Konflikte. Unter den Palmen Thailands ist es offenbar genau der Kontrast aus matschiger Anreise und Matratzenlager vs. "Promis unter Palmen" als "Prestige"-Format mit der goldenen Kokosnuss, der die Show ausmacht. Und das finde ich ziemlich witzig.

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Doch ein bisschen "Romantik"

Auch wenn es hier weniger um die große Liebe als um das Prinzip "Für Geld mache ich alles" geht, wird ebenso schnell klar: auch hier werden Gefühle eine Rolle spielen. Ganz zu meinem Vergnügen.

Das Ex-Ehepaar Edith und Eric Stehfest finde ich von Beginn an mehr nervig als sympathisch, und trotzdem bin ich schnell interessiert: Ist zwischen ihnen denn wirklich alles aus? Oder bahnt sich da etwas zwischen Eric und Martin an? Jetzt, wo nur noch ein Teil der Stehfest-Koalition im Spiel ist, um anscheinend Geld für ihre in Geldnot steckende Familie zu erkämpfen, bin ich auf die zukünftigen Flirtereien ziemlich gespannt.

Mehr als überrascht bin ich über das Beziehungsouting von Eric und Franzi auf der "Promis unter Palmen"-Premiere. Bekommen wir hier noch die Insights in den nächsten Folgen? Es bleibt wohl spannend.

Von Heuschrecken, Halbwissen und herausfordernde Allianzen

Die Spiele sind wohl das, was mich bis jetzt am wenigsten beeindruckt: eklige Heuschrecken, Mausefallen oder sich gegenseitig mit Bällen abwerfen? Das catcht mich bis jetzt nicht wirklich. Dass Dilara Kruse nicht mal weiß, was ein Kontinent ist oder Maurice der Meinung ist, dass Rosinen aus Walnüssen entstehen, bringt mich aber dann doch zum Staunen und ja: Auch zum Schmunzeln.

Das ganze Exit-System dahinter finde ich wiederum ziemlich smart. Ich habe schnell mitgefiebert: Wer wird Kapitän:in? Wer fliegt am Ende raus? Schon nach den ersten beiden Folgen verstehe ich, worum es hier eigentlich geht: Das eigene Weiterkommen.

Dazu werden Allianzen gebildet, hinterfragt und manchmal schneller wieder gebrochen, als dass sie alle Beteiligten überhaupt erst richtig verstanden haben. Da kann es schon mal passieren, dass jemand wie Gina-Lisa aus Versehen auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzt. Besonders amüsant finde ich Franzi, die selbst von ihrer eigenen Hinterhältigkeit überrascht wird, als sie nach ihrem ausgetüftelten Plan verschiedenen Leute direkt ins Gesicht lügt.

Schaue ich weiter?

Am meisten fasziniert mich mal wieder das Experiment: Was passiert, wenn ein Haufen sehr - wie formuliere ich es nur am besten - "besonderer" Persönlichkeiten auf engen Raum zusammenlebt? Und dann auch noch im Zusammenhang mit verfügbarem Alkohol und gewinnbarem Geld. Das kann ja nur noch besser werden.

Viele der Reality-Stars - etwa Gina-Lisa, Silvia, Dilara, die Stehfests oder Maurice - handeln in diesem Format nach meinem Geschmack schon etwas zu "professionell". Ihnen scheint ganz genau bewusst zu sein, welche Themen, Konflikte und Aussagen ihnen maximale Aufmerksamkeit und möglichst viel Sendezeit garantieren. Aber das gehört mittlerweile wohl einfach zu dieser Welt dazu. Und ist Teil des Spiels.

Durch den gelungenen Schnitt und oft witzigen Kommentaren des Moderators, klingelt meine Fremdscham-Alarm-Glocke auf jeden Fall oft genug. Manchmal bleibt einem nichts anderes über, als sich die Augen zu zuhalten - nur um dann eben doch durchzublinzeln und weiterzuschauen. Dafür bin ich dann einfach zu neugierig und will wissen, wie es weiter geht.

Nach meinem Einstieg in “Promis unter Palmen" weiß ich auf jeden Fall wieder, was ich vermisst und verpasst habe und vor allem: das Format hat mich schneller wieder im Reality-Kosmos eingesogen, als mir vielleicht lieb ist. Ich bin bereit für die nächsten Folgen!

Die vierte Staffel läuft immer montags um 20:15 Uhr in SAT.1 oder im Streaming auf Joyn. Alle Sendetermine und Sendezeiten im Überblick.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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