Engagement gegen Tierleid
Hunde vor Tötungsstationen retten: Nathan Goldblat über schockierende Erlebnisse in Rumänien
Veröffentlicht:
von C3 NewsroomSAT.1-Frühstücksfernsehen
Millionen-Geschäft mit dem Tod
Videoclip • 06:17 Min • Ab 12
Trotz gesetzlicher Grundlage hat sich das Töten von Straßenhunden in Rumänien zu einem Millionen-Geschäft entwickelt. Im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" erläutert Content-Creator Nathan Goldblat die Situation der Tiere und fordert politische Konsequenzen von der EU.
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Montag bis Freitag um 5:30 Uhr und am Wochenende um 9 Uhr
Warum sich Nathan Goldblat für Tiere einsetzt
Nathan Goldblat nutzt seine Reichweite in sozialen Netzwerken und darüber hinaus gezielt für den Tierschutz. Seine aktuelle Rumänien-Kampagne zum Schutz der Straßenhunde dokumentiert er auf seinem Instagram-Kanal @nathan.goldblat mit zahlreichen Beiträgen. Unterstützung erhält er dabei von weiteren Content-Creator:innen, darunter Malte Zierden.
Im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" macht Goldblat deutlich, warum ihn das Thema persönlich bewegt: "Das Schlimme bei Tieren ist ja immer, dass sie keine eigene Stimme haben. Das heißt, man kann ihnen eine Menge antun, ohne dass sie es jemandem weitererzählen können."
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Ein System, das vom Töten profitiert
In Rumänien gebe es derzeit etwa 600.000 Straßenhunde. Seit dem Tötungsgesetz 2013 dürfen nicht vermittelte Tiere nach Ablauf von 14 Tagen getötet werden, erzälht Goldblat. Dabei gäbe es staatliche und privatisierte Tötungsstationen. Letztere funktionieren "im Endeffekt wie eine Art Business Modell", bei dem es darum gehe, "möglichst viele Hunde in die Tötung zu bekommen". Das Einfangen, die Unterbringung, Versorgung und schließlich die Tötung der Hunde wird subventioniert. Doch vieles davon passiere gar nicht: "Die Hunde werden aber nicht gefüttert. Dann gibt es Geld für die Medizin, die medizinische Versorgung. Die Hunde werden aber nicht medizinisch versorgt. Dann gibt es Geld für die Kastration. […] Die Hunde werden aber nicht kastriert. […] Und dann gibt es natürlich noch mal Geld für die Tötung am Ende, die natürlich auch nicht so durchgeführt wird, wie es eigentlich sein sollte."
Im Interview möchte Moderator Daniel Boschmann wissen, ob das ursprüngliche Ziel nicht eigentlich gewesen sei, die Hunde zu kastrieren und anschließend wieder freizulassen. Nathan Goldblats Antwort ist deutlich:
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Leider nein. Das wäre die Lösung. Das ist genau das, was meine Forderung wäre […] dass eben die Hunde kastriert werden und wieder freigelassen werden.
Korruption und historische Hintergründe
Schließlich seien in die Tötungsstationen so viele öffentliche Mittel und EU-Subventionen geflossen, "dass man alle Straßenhunde in Rumänien ungefähr 35-mal hätte kastrieren können." In der Joyn-Dokumentation, die 2026 erscheint und Goldblats Mission begleitet, wird auch zu sehen sein, wie er auf einer Polizeistation Anzeige gegen eine privatisierte Tötungsstation erstatten möchte. Dabei habe ihm ein Polizist deutlich gemacht, wie tief verwurzelt die korrupten Strukturen seien.
Während Goldblat mit seinem Team undercover unterwegs war, sei er nicht direkt bedroht, aber zeitweise verfolgt worden. Zudem habe man gesehen, "wie um uns herum Menschen mit Waffen waren".
Als Ursache der großen Straßenhund-Population gilt der Einfluss des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu. Durch Zwangsmodernisierung mussten die Menschen vom Land in Städte ziehen, dort ihre Häuser nachbauen und ihre Haustiere zurückgelassen. Da sich ein einziges Hundepaar rein rechnerisch in sechs Jahren auf 67.000 Nachfahren vermehren kann, explodierte die Population.
Forderung nach politischem Kurswechsel
Gemeinsam mit Tierschutzorganisationen und EU-Abgeordneten bringt Nathan Goldblat das System, von dem die CP Welpenmafia profitiert, bis vor die EU-Kommission nach Brüssel: "Wenn man das Geld einfach in Kastrations-Kampagnen stecken würde, dann wäre das Problem in Rumänien relativ zeitnah beendet." Deshalb müsse das Tötungsgesetz gestoppt werden.
Das Vorgehen steht seit Jahren in der Kritik. Auch die Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki reist regelmäßig nach Rumänien, um möglichst viele Hunde aus Tötungsstationen zu retten.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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