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Prägende Zeit

"SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Moderator Daniel Boschmann spricht über den Moment, der ihn bis heute zu Tränen rührt

Veröffentlicht:

von Annalena Graudenz

Daniel Boschmann ist dankbar über seinen prägenden Zivildienst.

Bild: IMAGO/Future Image


Wie die Bemerkung eines Mädchens den zukünftigen "SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Moderator Daniel Boschmann von Stress befreite - diese Geschichte erzählte Boschi in einem Podcast mit Jochen Schropp.

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Gerade erst war Moderator Jochen Schropp bei Daniel "Boschi" Boschmann zu Gast im Podcast "Zahltag". Die beiden sprechen über die Kraft guter Begegnungen, wie wenig selbstverständlich Urlaube für viele Menschen sind und neue Hitzerekorde. Sie sprechen aber auch über sehr persönliche Momente. Als das Thema auf den Zivildienst kommt, erinnert sich Boschi an einen Moment, der ihn bis heute tief bewegt und der sein Leben nachhaltig verändert hat.


Ein Plädoyer für den Zivildienst

Der "SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Moderator lenkt das Gespräch auf ein Thema, das ihm besonders am Herzen liegt. Sowohl er als auch Jochen haben damals Zivildienst absolviert und sind sich einig, wie prägend diese Zeit für sie war.

Boschi erklärt, dass er sich sogar wünschen würde, den Zivildienst in irgendeiner Form wieder einzuführen. Für ihn habe die Arbeit mit Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, den Blick auf das Leben grundlegend verändert. Er war damals im Fahrdienst tätig und brachte Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen täglich zur Schule und wieder nach Hause.

"Ich glaube auch, dass Inklusion immer noch nicht so funktioniert", sagt Boschmann. Er kritisiert, dass Inklusion noch immer nicht ausreichend gelebt werde. Menschen mit Behinderungen seien im Alltag häufig zu wenig sichtbar. Schon damals seien viele Einrichtungen räumlich von der Gesellschaft getrennt gewesen. Ein Zustand, der ihn nachdenklich stimmt.

Ein Schmetterling verändert seinen Blick aufs Leben

Besonders eindringlich schildert Boschi eine Erinnerung, die ihn bis heute emotional werden lässt. Jeden Morgen saßen die Kinder auf ihren festen Plätzen im Fahrzeug. Hinter ihm nahm stets ein kleines Mädchen Platz. Er erinnert sich daran, dass er an einem Frühlingstag gestresst und genervt im Straßenverkehr unterwegs gewesen sei. Dann passierte etwas, das er bis heute nicht vergessen hat.

An einer roten Ampel landete ein Schmetterling auf seinem Außenspiegel. Das Mädchen bemerkte ihn sofort und macht ihn mit ihren eigenen Worten darauf aufmerksam. "Guck mal, Schmetterling", erinnert sich Boschi an diesen Augenblick.

Bis heute rührt ihn diese Situation zu Tränen. "Sie hat mich komplett herausgerissen", erzählt er. Die unvoreingenommene Wahrnehmung des Kindes habe ihm einen Moment geschenkt, den er niemals vergessen werde. Gerade weil das Mädchen die Welt auf ihre ganz eigene Weise wahrgenommen habe, sei ihm bewusst geworden, wie oft Erwachsene die kleinen, schönen Dinge im Alltag übersehen. "Seit dem Moment bin ich dankbarer für Sachen, das hat was mit mir gemacht", so Boschi.

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Auch Jochen Schropp erinnert sich gern zurück

Jochen Schropp kann die Gefühle seines Podcast-Kollegen gut nachvollziehen. Auch er blick mit großer Dankbarkeit auf seinen Zivildienst zurück, den er in einem Dialysezentrum in Gießen absolvierte. Dort habe er gelernt, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Diese Erfahrungen hätten ihn persönlich geprägt.

Der Zivildienst war für die Moderatoren weit mehr als ein gesellschaftlicher Pflichtdienst. Die Erfahrungen und Begegnungen prägen Daniel Boschmann und Jochen Schropp bis heute. "Das war eine ganz ganz wertvolle und tolle Zeit, die ich nicht missen möchte", schließt Schropp.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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