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Traurige Abschiede beim Kult-Krimi

Götz George, Torsten Michaelis und Co.: Diese "Tatort"-Stars sind bereits gestorben

Veröffentlicht:

von Johanna Grauthoff

Die "Tatort"-Schauspieler (v. l) Götz George, Karl-Heinz von Hassel und Torsten Michaelis sind nicht mehr unter uns.

Bild: picture alliance / Sammlung Richter, imago / APress, imago/Hartenfelser


"Tatort" läuft seit 1970 im deutschen Fernsehen und hat zahlreiche Kult-Ermittler:innen hervorgebracht. Viele Schauspieler:innen, die die Krimireihe geprägt haben, sind inzwischen gestorben - bei Fans bleiben ihre Rollen trotzdem unvergessen.

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Seit Jahrzehnten gehört "Tatort" für viele Zuschauer:innen fest zum Sonntagabend dazu. Über die Jahre entstanden zahlreiche Ermittler:innenfiguren, die feste Größen in der Serie geworden sind. Einige der Schauspieler:innen leben heute nicht mehr. Für Fans sind sie dennoch unvergessen.

Torsten Michaelis als Stefan Bitomsky

Noch sehr präsent ist vielen Fans der Tod von Torsten Michaelis.  Der Schauspieler starb am 17. August 2025 überraschend im Alter von 64 Jahren, was bei vielen "Tatort"-Fans Bestürzung auslöste. Er war in den "Tatort"-Ausgaben mit Maria Furtwängler als Kriminaldirektor Stefan Bitomsky zu sehen und gehörte somit über Jahre zum festen Ensemble rund um die Ermittlerin Charlotte Lindholm in Hannover.

Neben dem "Tatort" stand der gebürtige Ost-Berliner auch für Produktionen wie "Polizeiruf 110", "SOKO Wismar" oder "In aller Freundschaft" vor der Kamera. Darüber hinaus machte er sich als Synchronsprecher einen Namen und lieh unter anderem Hollywood-Stars wie Wesley Snipes, Benicio del Toro, Sean Bean und Chris Tucker seine deutsche Stimme.

Besonders tragisch: Zu den Umständen seines Todes erklärte sein Bruder Dirk Michaelis gegenüber "Superillu", dass der Schauspieler in der Uckermark an den Folgen eines Herzinfarkts in den Armen seiner Frau Christin gestorben sei.

Ich kann mir vorstellen, dass er Symptome verdrängt hat. Denn er hat sich immer um andere gekümmert - nur leider zu wenig um sich selbst.

Dirk Michaelis
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Torsten Michaelis war von 2007 bis 2012 im "Tatort" aus Hannover zu sehen.

Bild: imago/Hartenfelser


Götz George als Horst Schimanski

Kaum eine Figur hat den "Tatort" so nachhaltig geprägt wie Horst Schimanski. Als Götz George 1981 erstmals als Duisburger Hauptkommissar vor die Kamera trat, stellte er das bisherige Bild des deutschen TV-Ermittlers auf den Kopf. Schimanski fluchte, prügelte sich und zeigte sich als kantiger Ruhrpott-Bulle mit Ecken und Kanten.

Mit insgesamt 29 Schimanski-Folgen zwischen 1981 und 1991 feierte George seinen größten Fernseherfolg. Zwar überzeugte er im Laufe seiner Karriere in den unterschiedlichsten Rollen, er stand bereits als Kind auf der Bühne.

Als der Schauspieler am 19. Juni 2016 im Alter von 77 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit an Krebs starb, verlor das deutsche Fernsehen einen seiner bedeutendsten Darsteller. Für viele Fans bleibt sein Name bis heute untrennbar mit dem "Tatort" verbunden.

Götz George stand in 29 "Tatort"-Folgen als Horst Schimanski vor der Kamera.

Bild: picture alliance / Sammlung Richter


Manfred Krug als Paul Stoever

Wenn über die beliebtesten Teams der "Tatort"-Geschichte gesprochen wird, fällt fast immer ein Duo: Paul Stoever und Peter Brockmöller. Gemeinsam mit Charles Brauer prägte Manfred Krug über 17 Jahre den Hamburger "Tatort".  Die Ermittler ergänzten sich perfekt und galten bei vielen Fans als eingespieltes Duo mit Kult-Status. Nach seinem letzten Fall im Jahr 2001 zog sich Krug aus dem Film- und Fernsehgeschäft zurück.

Zusammen mit der Jazz-Sängerin Uschi Brüning und seiner Band veranstaltete er bis zuletzt Konzerte unter dem Titel "Manfred Krug liest und s(w)ingt". Zwei Monate vor seinem Tod spielte er sein letztes Konzert. Am 21. Oktober 2016 starb er an den Folgen einer Lungenentzündung.

Manfred Krug als Hamburger Kriminalhauptkommissar Paul Stoever im "Tatort: Habgier".

Bild: NDR/M. Sawhney


Peter Sodann als Bruno Ehrlicher

Peter Sodann wrde nach der Wiedervereinigung zu einem der bedeutendsten Gesichter des ostdeutschen "Tatorts". Gemeinsam mit Bernd Michael Lade als Kommissar Kain ermittelte er 45 Folgen lang in Leipzig. Die beiden gehörten über viele Jahre zu den festen Größen der ARD-Krimireihe.

Auch politisch hat sich Sodann engagiert und 2009 mit der Partei Die Linken für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert.

Peter Sodann starb am 5. April 2024 im Alter von 87 Jahren. Er soll im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen sein. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte sich nach Sodanns Tod:

Mit Peter Sodann verlieren wir einen wunderbaren Schauspieler und Intendanten, aber vor allem einen Künstler, Denker und Menschenfreund.

Frank-Walter Steinmeier

Peter Sodann war 15 Jahre als Kommissar Bruno Ehrlicher im "Tatort" zu sehen.

Bild: MDR / Axel Berger


Hier spielt Peter Sodann eine entscheidende Nebenrolle

Jochen Senf als Max Palu

Auch Jochen Senf bleibt vielen Zuschauenden bis heute als Saarbrücker Ermittler Max Palu in Erinnerung. Zwischen 1988 und 2005 stand er 17 Jahre lang für den "Tatort" vor der Kamera. Palu galt als bodenständig, direkt und tief mit der Stadt Saarbrücken verbunden.

Privat machte Senf später auch seine gesundheitlichen Probleme öffentlich. Nach einem Oberschenkelhalsbruch im Jahr 2016 musste Senf zunächst in eine Klinik und lebte anschließend in einem Pflegeheim. Dazu kam eine fortschreitende Demenz. "Es geht mir scheiße. Das Laufen fällt mir schwer. Und manchmal habe ich Gedächtnisprobleme", erzählte er der "Bild". Der Schauspieler starb am 18. März 2018 in Berlin im Alter von 76 Jahren.

Schauspieler Jochen Senf hat mit seiner Rolle als Max Palu 17 Jahre lang den "Tatort" geprägt.

Bild: APress


Hansjörg Felmy als Heinz Haferkamp

Wer einen Blick in die frühere "Tatort"-Geschichte wirft, kommt an Hansjörg Felmy nicht vorbei. Er ermittelte als Essener Kommissar Heinz Haferkamp zwischen 1974 und 1980 in insgesamt 20 Folgen. Haferkamp galt als analytisch, ruhig und den Tätern oft einen Schritt voraus. Felmy litt seit den 1990er-Jahren an Osteoporose und hatte sich seitdem zur Ruhe gesetzt. Er starb am 24. August 2007.

Neben seinen "Tatort"-Einsätzen hat Hansjörg Felmy auch in "Lauter nette Leute" mitgespielt - an der Seite von Andrea Jonasson.

Bild: picture alliance / Sammlung Richter


Werner Schumacher als Eugen Lutz

Als Stuttgarter Hauptkommissar Eugen Lutz war Werner Schumacher zwischen 1971 und 1986 in 16 Fällen zu sehen. Zwar besitzt die Rolle heute nicht denselben Kult-Status wie Schimanski oder Stoever, dennoch zählt Schumacher zu den Schauspielern, die den "Tatort" in den Anfangsjahren entscheidend mit aufgebaut haben.

1998 erlitt Werner Schumacher einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr vollständig erholte. Er starb am 18. April 2004 in Bremen.

Werner Schumacher prägte den "Tatort" in den 1970er- und 1980er-Jahren.

Bild: picture alliance / teutopress


Karl-Heinz von Hassel als Edgar Brinkmann

Mit Fliege, Anzug und ruhigem Auftreten unterschied sich Edgar Brinkmann deutlich von den raueren Ermittlern seiner Zeit. Karl-Heinz von Hassel übernahm 1985 die Rolle des Frankfurter Kommissars Edgar Brinkmann.

Es entstanden bis 2001 28 Folgen mit von Hassel als Ermittler. Als er 2001 aus der ARD-Reihe ausstieg, hob sich der stets korrekt auftretende Kommissar Edgar Brinkmann deutlich von den inzwischen deutlich raueren Figuren der Reihe ab.

Trotzdem blieb er auch nach seinem Abschied vom "Tatort" mit der Rolle des Edgar Brinkmann verbunden. Für den Fernsehfilm "Fliege kehrt zurück" schlüpfte er 2003 noch einmal in die Rolle des Frankfurter Kommissars. Danach war er vor allem auf Theaterbühnen in Düsseldorf, Hannover und Essen zu sehen.

Der Schauspieler starb am 19. April 2016 im Alter von 77 Jahren. Er sei nach "kurzer schwerer Krankheit" aus dem Leben geschieden, wie seine Ehefrau der Presse damals mitteilte. Dabei soll es sich um eine Lungenkrebserkrankung gehandelt haben.

Karl-Heinz von Hassel starb am 17. April 2016 im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung in Hamburg.

Bild: imago / APress


Film-Highlight mit Karl-Heinz von Hassel

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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