Werteorientiertes Leben
Mark Waschke: Das ist die Ehefrau des "Tatort"-Stars
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von Lars-Ole GrapMark Waschke ermittelt seit 2015 für den Berliner "Tatort".
Bild: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Seit über einem Jahrzehnt verkörpert Mark Waschke den Berliner "Tatort"-Kommissar Robert Karow - eine Figur, die als analytischer Grenzgänger regelmäßig für Reibungen sorgt. Doch das Rampenlicht gehört allein seinen Rollen: Sein Privatleben hält der Schauspieler größtenteils aus der Öffentlichkeit heraus.
Der "Tatort" im ORF 2 sonntags um 20:15 Uhr
Mark Waschke und Filipa César: Künstler-Ehe ohne Social Media
Während viele Stars im Showbusiness auf eine ständige digitale Präsenz setzen, geht "Tatort"-Star Mark Waschke einen anderen Weg: Der gebürtige Wattenscheider verzichtet konsequent auf Social Media. Seine Prioritäten liegen abseits öffentlicher Inszenierungen - auch in seiner Ehe mit der portugiesischen Künstlerin und Filmschaffenden Filipa César.
Anstatt ihre Partnerschaft in den öffentlichen Fokus zu rücken, verbindet das Paar eine tiefe künstlerische Synergie. Das zeigt sich eindrucksvoll in ihrer Zusammenarbeit, etwa bei dem ambitionierten Filmprojekt "Quantum Creole", das auch auf der Berlinale große Anerkennung fand. Gemeinsam wahren sie eine strikte Trennung zwischen privatem Alltag und ihrem öffentlichen Auftreten.
Mark Waschke mit Filipa César auf der Aftershow-Party der Berlinale 2017.
Bild: picture alliance / Ralf Succo / SuccoMedia | Ralf Succo
So setzt der "Tatort"-Star Mark Waschke ein Zeichen für Vielfalt und queere Repräsentation
Trotzdem sorgte der Schauspieler im Februar 2021 für großes mediales Aufsehen, als er sich der Initiative #ActOut im "SZ-Magazin" anschloss. Gemeinsam mit über 180 Kolleginnen und Kollegen setzte er ein Zeichen für Diversität in der Film- und Theaterlandschaft und verortete sich selbst im queeren Spektrum.
In einem Gespräch mit dem "Tagesspiegel" betonte er damals, dass starre Definitionen wie "bisexuell" für ihn zu kurz griffen. Das Konzept "queer" verstehe er vielmehr als eine offene, integrative Einbeziehung aller Identitäten, die ohne Ausgrenzung auskommt. Sein Plädoyer richtete sich gegen klassische Kategorisierungen - ob bezüglich des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung. In einer Branche, die lange Zeit solche Fragen entweder ignorierte oder skandalisierte, war das eine klare Positionierung.
Der Umgang des Fernsehens mit Identität hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden gleichgeschlechtliche Beziehungen in Krimiklassikern wie "Derrick" oder frühen "Tatort"-Folgen oft mit Klischees belegt: Homosexualität diente häufig als Mordmotiv, während queere Figuren oft auf die Rollen von Opfern, Tätern oder klischeehaft überzeichneten Nebenfiguren reduziert wurden.
Ein bewusster Gegenentwurf dazu ist die Figur des Robert Karow, den Mark Waschke seit 2015 im Berliner "Tatort" verkörpert. Dass die beliebte ARD-Krimireihe inzwischen einen deutlich selbstverständlicheren Umgang mit sexueller Vielfalt pflegt, zeigte sich beispielhaft in der Folge "Wir - Ihr - Sie" (2016). Als die Kolleg:innen des Ermittlers eine Überwachungsaufnahme sichten, die Karow in einer intimen Situation mit einem Mann zeigt, wird dieser Moment nicht als Skandal inszeniert, sondern als Teil seiner privaten Realität akzeptiert.
Tochter inspiriert "Tatort"-Darsteller zu veganem Leben und neuer Familienphilosophie
Wie stark der Austausch innerhalb seiner Familie seine persönlichen Überzeugungen prägt, zeigt sich auch im Alltag des Schauspielers. Seit einigen Jahren lebt der "Tatort"-Star konsequent vegan - eine Entscheidung, die maßgeblich von seiner Tochter Rosa César Waschke angestoßen wurde. Gegenüber der "B.Z." erklärte er, dass sie ihn dazu inspiriert habe, eine ohnehin in ihm schlummernde Haltung in die Tat umzusetzen und den Verzicht auf tierische Produkte als persönliche und gesellschaftliche Bereicherung zu sehen.
Auch in Erziehungsfragen setzt der 54-Jährige auf ein partnerschaftliches Miteinander statt auf autoritäre Strukturen. Sobald das Kleinkindalter vorüber sei, betrachte er sich primär als Begleiter auf Augenhöhe, um gemeinsam zu wachsen. Seine Tochter steht mittlerweile selbst am Beginn einer vielversprechenden Karriere und absolviert ein Schauspielstudium an der renommierten Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.
Mark Waschke mit Tochter Rosa César auf dem roten Teppich bei der Berlin-Premiere 2020 von "Lindenberg! Mach dein Ding."
Bild: picture alliance / Eventpress | Eventpress Golejewski
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