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Vom Berg zur Polizei

Verblüffend: So sah "Tatort"-Star Harald Krassnitzer früher aus

Veröffentlicht:

von teleschau

Harald Krassnitzer im Vergleich: So anders sah der Schauspieler in den 90er-Jahren aus.

Bild: IMAGO / APress, IMAGO / Michael Westermann


Als "Tatort"-Kommissar geht Harald Krassnitzer demnächst in den Ruhestand. Ans Aufhören denkt der Schauspieler indes noch lange nicht. Vor 30 Jahren ging der Stern des Österreichers auf, als der damals noch eher unbekannte Darsteller der neue "Bergdoktor" wurde.

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Es ist ein Jahr der Jubiläen und Meilensteine für Harald Krassnitzer. Am 26. April läuft im Ersten mit der Episode "Gegen die Zeit" sein 62. und vorletzter Einsatz als Wiener "Tatort"-Kommissar Moritz Eisner. Auch sein Abschied von der Krimiserie wird noch dieses Jahr ausgestrahlt. Am 10. September feiert der Darsteller zudem seinen 66. Geburtstag.

Im April jährt sich auch zum 30. Mal sein erster Auftritt als Dr. Justus Hallstein in der TV-Serie "Der Bergdoktor", damals noch in SAT.1 ausgestrahlt. Nach einer Episodenrolle in der Folge "Schicksalswege" übernahm er dann von 1997 bis 1999 die Tiroler Praxis von Dr. Thomas Burgner (Gerhard Lippert). Zwei Staffeln lang wirkte Dr. Hallstein in der Bergwelt-Idylle, und Harald Krassnitzer wurde zum TV-Star. Hättest du ihn auf dem 90er-Jahre-Fotos wiedererkannt?

Der "Tatort"-Kommissar lernte zunächst Speditionskaufmann

Seine ersten Erfahrungen als Mime machte Harald Krassnitzer laut seiner Webseite schon 1970 bei einem Hirtenspiel. Später lernte der Sohn eines Schlossers und einer Süßwarenfabrik-Arbeiterin zunächst was "Solides": Speditionskaufmann. Doch schon da machte er parallel eine Schauspielausbildung an der "Elisabethbühne" in Salzburg. An dieser bekam er im Anschluss auch ein vierjähriges Engagement im Schauspielensemble.

Seine Bühnenerfahrung nutzte Harald Krassnitzer ab den 1990ern vermehrt im Fernsehen. 1993 hatte er seine erste TV-Rolle: In der sechsteiligen Serie "Die Oase" spielte er den Detektiv Dieter Krause. Ein kleiner Vorgeschmack auf seine spätere Karriere als "Tatort"-Ermittler.

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Freundlich, charmant, pädophil: Krassnitzers erste Filmrolle war verstörend

Ein ganz anderes Kaliber verkörperte der Charakterkopf drei Jahre später in der Romanverfilmung "Der Pakt - Wenn Kinder töten". Harald Krassnitzer ist darin als Familienvater Dieter Koll zu sehen. Dessen höfliche Art, verbunden mit freundlichem Lächeln und funkelnden stahlblauen Augen, verbirgt perfekt sein düsteres Geheimnis: Der Witwer vergeht sich regelmäßig an seinem Sohn Nikolas, großartig gespielt von einem jungen Daniel Brühl.

Auch in "Die Superbullen" von 1997 lässt Krassnitzer seinen Charme spielen, hier allerdings ohne doppelten Boden. Er mimt den Romanautoren Thomas Torberg, der ein Kriminalstück schreibt. Der Film mit den "Superbullen" Wolfgang Fierek und Ottfried Fischer ist aktuell kostenlos auf Joyn streambar.

Vor fast 30 Jahren: Sieh Harald Krassnitzer in einer Komödie mit Ottfried Fischer auf Joyn

Vom "Bergdoktor" zum Kommissar und "Winzerkönig"

Seit 1999 sehen wir Harald Krassnitzer in seiner wohl berühmtesten Rolle: als Wiener "Tatort"-Ermittler Moritz Eisner. Anfangs noch Chefinspektor, punktet Eisner mit Wiener Schmäh und manchmal etwas rauem Umgangston. Im selben Jahr spielte der Österreicher im Film "Hurenmord" erstmals an der Seite seiner zukünftigen Partnerin und Ehefrau Ann-Kathrin Kramer.

Prägend für Krassnitzers Karriere war auch seine Hauptrolle als Thomas Stickler in der TV-Serie "Der Winzerkönig" von 2006 bis 2010. Als seine Frau den Frankfurter Manager verlässt und sein Vater am Neusiedler See überraschend stirbt, kündigt er seinen Job und übernimmt das elterliche Weingut. In 39 Episoden stellt sich der Quereinsteiger den beruflichen Herausforderungen und Querelen inmitten der schönen Natur.

Krassnitzer: "Der Bergdoktor heute ist etwas komplett anderes"

2021 kehrte Harald Krassnitzer übrigens noch mal ans Set des "Bergdoktors" zurück. In einem Winterspecial hatte er eine Episodenhauptrolle an der Seite seines "Nachfolgers" Hans Sigl. Der Schauspieler zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des Formats. "Der Bergdoktor heute ist etwas komplett anderes. Er ist jetzt nicht mehr der Allerweltsheilige, sondern eine angreifbare, nachvollziehbare Person, die großes Vertrauen genießt", sagte Krassnitzer damals in der "Bild"-Zeitung.

"Als damals bekannt wurde, dass der Bergdoktor noch mal aufgelegt wird, habe ich mich ernsthaft gefragt, wie das gehen soll, und war dann sehr positiv überrascht", fügt er hinzu. Er habe sich sehr gefreut, dass es gelungen ist, "den Bergdoktor aus der Ecke der Heimattümelei herauszuholen".

Sein Pendant Hans Sigl wies indes auf die Strahlkraft von Krassnitzers Rolle aus den 1990ern hin. "Es ist schon erstaunlich, wie prägend der Bergdoktor für Harald war. Seine letzte Staffel war 1999, und er wird immer noch als Bergdoktor bezeichnet. Offensichtlich wird man das in der Fernsehwelt nicht mehr los."

"Tatort - Gegen die Zeit" läuft am Sonntag, dem 26. April um 20:15 Uhr im kostenlosen ARD-Livestream auf Joyn.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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