Dreharbeiten zum neuen Thriller "Verschollen"
"Wie man unsere Leichen beseitigt": "Tatort"-Star Axel Milberg mit Horror-Erlebnis am Filmset
Aktualisiert:
von Malika BaratovAm Set wurde aus Fiktion plötzlich Realität: Axel Milberg berichtet von bedrohlichen Momenten in Brasilien.
Bild: picture alliance/dpa
Was als Filmprojekt über Klimaschutz begann, wurde für Axel Milberg zur lebensbedrohlichen Realität. Beim Dreh zu "Verschollen" in Brasilien geriet das Team in eine gefährliche Situation - "wir mussten fliehen", erinnert sich der "Tatort"-Schauspieler.
"Tatort"-Folgen auf Joyn anschauen
Wenn am Mittwoch, 12. November, um 20:15 Uhr im Ersten der Umwelt-Thriller "Verschollen" läuft, dürfte es für viele Zuschauer:innen ein echter Gänsehaut-Abend werden. Regisseur Daniel Harrich widmet sich in seinem neuen Film einem brisanten Thema: Der Vertreibung indigener Völker unter dem Deckmantel des Klimaschutzes - packend inszeniert und mit Star-Besetzung. Mit dabei: Axel Milberg, bekannt als langjähriger Kieler "Tatort"-Kommissar.
Doch nicht nur die Handlung sorgt für Nervenkitzel, auch die Dreharbeiten waren alles andere als harmlos. Wie Milberg jetzt verrät, wurde das Filmteam bei den Aufnahmen in Brasilien selbst in gefährliche Situationen verwickelt.
"Wir sind in die Welt der indigenen Bevölkerung vorgestoßen"
Im Film "Verschollen" spielt Milberg den Ingenieur Klemens Stadler, dessen Sohn Jan während eines umstrittenen Aufforstungsprojekts in Brasilien spurlos verschwindet. Der Vater macht sich auf die Suche und stößt auf ein Netz aus Korruption, Macht und Vertreibung.
Das Thema ließ auch den Schauspieler selbst nicht kalt. Gegenüber RTL erzählt er: "Wir sind in die Welt der indigenen Bevölkerung vorgestoßen, die dort leider vertrieben wird, weil gierige Menschen den Cerrado-Urwald roden und Plantagen errichten."
Doch die Recherche und Dreharbeiten blieben nicht ohne Folgen. Das Team wurde von Unbekannten bedroht und fand sich plötzlich mitten in einem Real-Life-Thriller wieder.
Flucht aus dem Hotel
"Unsere Übersetzerin verstand, dass einer der Leute, die dort Menschen verschwinden lassen, laut telefonierend überlegte, was sie mit uns vorhaben werden", sagte Milberg.
Kurz darauf erfuhren sie von Informant:innen, dass bereits darüber gesprochen wurde, "wie man unsere Leichen beseitigt". Das Team ergriff sofort die Flucht, "weil das Hotel wenige Stunden später umstellt werden sollte", berichtet der ehemalige Kommissar-Borowski-Schauspieler.
Ein Thriller mit echtem Hintergrund
"Verschollen" basiert auf realen Recherchen zu Aufforstungsprojekten und der Vergabe von CO₂-Zertifikaten. Was zunächst wie eine Geschichte über Klimaschutz klingt, entpuppt sich schnell als düsterer Blick hinter die Kulissen globaler Machtspiele. Ganze Dörfer werden zwangsgeräumt, Menschen verlieren ihre Heimat und ein Vater kämpft verzweifelt um die Wahrheit.
Ein Film, der unter die Haut geht - nicht nur wegen seiner Handlung, sondern auch, weil sich die Fiktion am Set plötzlich in beängstigende Realität verwandelte.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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