Ausstieg für Freddy?
Will Dietmar Bär beim Kölner "Tatort" aufhören?
Aktualisiert:
von teleschauVerlässt jetzt das nächste Krimi-Urgestein den "Tatort"?
Bild: WDR/Martin Menke
1997 feierte Dietmar Bär sein Debüt als Kölner "Tatort"-Ermittler Freddy Schenk. Ist für den Schauspieler das Ende seiner Rolle abzusehen? Jetzt spricht Bär Klartext.
Bär steht mit seinem Kollegen Klaus Johannes Behrendt (als Max Ballauf) für einen "Tatort" vor der Kamera. Einige Szenen spielen dabei in einem Atombunker in Köln-Kalk. "Es sind immer wieder neue Bücher, neue Fälle und wie jetzt spannende neue Sets", erklärt er dazu in einem Interview mit "dpa".
96-mal Tatort, 64 Jahre alt: Denkt man da mal ans Aufhören? Momentan gibt es in der "Tatort"-Familie ja einige Abgesänge, vom Kieler Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg, 68), der bereits seinen Hut genommen hat, bis zu den Münchner Ermittlern Ivo Batic (Miroslav Nemec, 70) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, 66), die 2026 in den Ruhestand gehen.
Dietmar Bär will noch viele Jahre Freddy Schenk bleiben
1984 spielte er das erste Mal im "Tatort": damals als Hooligan im Duisburger Krimi "Zweierlei Blut". Heute kann er sich noch viele weitere Jahre als Kommissar Freddy Schenk vorstellen.
"Jeder Film, jeder Drehtag ist etwas Besonderes, denn wir wollen ja nichts Routiniertes herstellen. Wir machen ja keine Fließbandarbeit", sagte Bär bei einem Pressetermin zum neuen Fall "Die letzten Menschen von Köln", der seit dem 11. März und wohl noch bis zum 10. April gedreht wird.
Seit seinem ersten Einsatz als selbst ernannter "Großstadtcowboy" im Kölner "Tatort" (1997) habe sich einiges geändert, so Schenk. Sowohl technisch als auch in der Erzählweise - vom Tempo ganz abgesehen.
Es gebe im "Tatort" auch nach 27 Jahren immer wieder Neues zu entdecken
"Auch wir haben uns verändert, wenn ich mir ältere Filme so anschaue", betont Dietmar Bär schmunzelnd. Und dafür sei er durchaus dankbar. "Routine wäre der Tod. Dann wäre vielleicht auch das Echo nicht so groß, was wir immer noch haben", sagte er mit Blick auf die nach wie vor hohen Zuschauerzahlen. Die vergangenen Kölner "Tatort"-Filme hatten jeweils rund zehn Millionen Zuschauer. Durch die vielen Veränderungen werde ihm auch nach 27 Jahren als Kommissar nicht langweilig.
Auf konkrete Nachfrage zum Weitermachen ließ der bekennende Borussia-Dortmund-Fan dann noch seine private Leidenschaft durchblicken. Im Moment hätten er und Behrendt "laufende Arbeitsverträge. Ein Fußballer würde sagen: 'Ich hab Vertrag, ich muss mich darum nicht kümmern.'"
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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