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Sie erfanden deutschen Hip-Hop

Die Bubis aus dem Ländle: So sahen die "The Voice"-Coaches Smudo und Michi Beck früher aus

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von teleschau / Martin Meyer

Michi Beck und Smudo sind als die "Fantastischen Zwei" auch 2026 wieder bei "The Voice" dabei

Bild: Joyn/Christoph Köstlin


Bald rotieren sie wieder auf ihrem Doppelstuhl: Michi Beck und Smudo kehren zur 16. Staffel von "The Voice of Germany" zurück. Vor 37 Jahren hatten sie es nicht so bequem auf ihrer ersten "großen" Bühne.

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Coole Socken sind sie immer noch, Michi Beck, Smudo und ihre Kumpels Thomas D. und And.Y von den Fantastischen Vier. Und als Coaches bei "The Voice of Germany" immer noch die einzigen, die zweimal hintereinander "Winning Coaches" wurden. Jetzt kehren Michi und Smudo zur 16. "The Voice"-Staffel zurück - 37 Jahre, nachdem ihre Live-Karriere begonnen hatte. Und zwar ziemlich wackelig.

Am 7. Juli 1989 legten vier Live-Künstler in einem Raum im ehemaligen Kindergarten in Stuttgart-Wangen ihre Bühne aus - ein paar Euro-Paletten aus Holz. Darauf absolvierten Die Fantastischen Vier an diesem Abend - vor rund 40 Zuschauer:innen - ihren ersten offiziellen Auftritt.

Auf Bandfotos von 1990 und 1993 sieht man Thomas D. noch mit hochgegelter Frisur, die ein bisschen an das Federkleid eines tropischen Vogels erinnern. Michi Beck hatte noch eine beeindruckende Lockenpracht, wenn er sie nicht unter einer großen Mütze versteckte. And.Ypsilon wirkt im Vergleich zu den anderen wie Schwiegermamas Liebling. Smudo wechselt von einem Hemd mit 80er-Charme zum klassischen Hip-Hop-Style mit Cap.

Die Fantastischen Vier 1990: Michael Bernd Schmidt alias Smudo, Andreas Rieke, Thomas Dürr und Michael Beck (v.l.)

Bild: picture alliance/United Archives


"Die Fantastischen Vier" im August 1993, zwei Jahre sie mit "Sie ist weg" ihren ersten Nummer-Eins-Hit landeten

Bild: picture alliance / teutopress


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Hits mit Hip-Hop? Die Fantas "schmeckten" nicht allen

Der Anfang der Fantas war bunt, wild, kreativ und frech. Und so blieben auch ihre Outfits und Stylings über die Jahre. Aber keiner konnte ahnen, dass das Fanta-Ding so explodieren würde. Deutscher Sprechgesang? Da reagierten die "coolen Mucker" damals noch ziemlich Nase rümpfend. Und als andere das Deutsch auch für den Rap entdeckten, waren die Fantas dann auch wieder doof - weil die sich erlaubten, Hits zu landen. Rap und Mainstream und Massenerfolg sollte laut den (nicht ganz so erfolgreichen) Rap-"Puristen" nicht zusammenpassen. "Credibel" wurde plötzlich wie ein Schimpfwort gegen die Stuttgarter Rasselbande genutzt.

Deshalb empfanden sie ihren Superhit "Die da", mit dem 1992 die Karriere raketenartig losschoss, auch viele Jahre als Segen und Fluch zugleich. Aber die Fantas hielten Kurs wie kaum eine andere Kombo aus diesen Tagen. "Sie ist weg" wurde 1995 der erste Nummer-eins-Hit, mit "MfG", "Troy", "Gebt uns ruhig die Schuld" und "Zusammen" folgten weitere Top-Ten-Knaller - vier ihrer elf Alben landeten auf Platz eins der Charts. Insgesamt verkauften die Fantas geschätzte acht Millionen Tonträger. Nicht schlecht für vier Bubis aus dem Ländle, die auf ein paar wackeligen Holzbrettchen begannen.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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