Der wahre Fall

"Das dunkle Vermächtnis": Diese bizarre True-Crime-Story steckt hinter dem Film

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von teleschau

Kim (Felicitas Woll) gerät einmal mehr in den Bann der Himmelsscheibe von Nebra. Was ist damals rund um ihren Fund wirklich passiert?

Bild: ARD Degeto Film/MadeFor Film GmbH/Hans-Joachim Pfeiffer


Die Fotografin Kim (Felicitas Woll) wird im Thriller "Das dunkle Vermächtnis" von ihrer Vergangenheit eingeholt. Dabei spielt der historische Fund der "Himmelsscheibe von Nebra" eine Rolle. Der war einst der Beginn einer verrückten True-Crime-Geschichte.

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Darum geht es in "Das dunkle Vermächtnis"

Kim (Felicitas Woll) lebt als Fotografin in Hamburg und hat ihre Heimat Nebra in Sachsen-Anhalt hinter sich gelassen. Als ihr Vater Paul (Elmar Gutmann) dort des Mordes beschuldigt wird, kehrt sie zurück. Das Opfer Arko Haumann (Walter Plathe) war einst Pauls Freund. Gemeinsam entdeckten sie vor Jahrzehnten die berühmte "Himmelsscheibe von Nebra", die als älteste konkrete Himmelsdarstellung gilt. Einen Mord gab es in der Realität im Zusammenhang damit allerdings nicht.

In "Das dunkle Vermächtnis" steht der Jahrestag der Entdeckung der Scheibe bevor. Paul bestreitet den Mord. Er räumt aber ein, dass er Arkos Rede zur großen Jubiläumsfeier verhindern wollte, weil dieser die "Wahrheit" über den Fund enthüllen wollte. Auch Kim sucht nach Antworten und wird dabei von Visionen und Panikattacken heimgesucht. Was ist damals passiert?

Die wahre Geschichte des Fundes der Himmelsscheibe

Die "Himmelsscheibe von Nebra" war Teil eines größeren Bronzeschatzes, zu dem auch Schwerter und Schmuck gehören. 1999 fanden Henry Westphal und Mario Renner den Schatz und beschlossen, ihn zu verkaufen anstatt ihn, wie vorgeschrieben, zu melden. Laut "Schatzregal" ist das Land Sachsen-Anhalt der rechtmäßige Besitzer.

Aus diesem Grund war auch kein seriöser Käufer an dem geraubten Schatz interessiert. Und so wechselte er mehrfach von einem Hehler und Händler zum anderen. 2001 bekam der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt Harald Meller Bilder von dem Schatz zu Gesicht, erkannte den Raub und meldete ihn der Polizei. Die Ermittlungen führten schließlich in die Gaststätte von Hildegard Burri-Bayer in NRW. Sie vermittelte einen weiteren Käufer, die Himmelsscheibe wechselte für 230.000 DM erneut den Besitzer.

Mit Lockvogel zur Festnahme

Dieser bot den Schatz schließlich Harald Meller an. Der Archäologe fingierte daraufhin gemeinsam mit der Polizei die Übergabe in einem Hotel in Basel. Dort schnappte die Falle zu. 2003 wurden die Grabräuber und Hehler zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Himmelsscheibe befindet sich nun dort, wo sie hingehört: im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle.

Du möchtest neben der spannenden wahren Geschichte auch wissen, wie die fiktive Story weitergeht? Dann sieh dir "Das dunkle Vermächtnis" am Samstag, 14. März, um 20:15 Uhr im ARD-Livestream bei Joyn an.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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