Ihr eigentlicher Berufswunsch
"In aller Freundschaft"-Star Laia Alvarez: Fliegt sie als Astronautin ins Weltall?
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von teleschauIn der Episode "Bis zu den Sternen und zurück" kann die Astronautin Magaly Pérez (Laia Alvarez, rechts) nicht fassen, was ihr Dr. Katharina Schulte (Isabell Gerschke) eröffnet: Sie ist schwanger.
Bild: MDR/Saxonia Media/Carolin Reschke
Sie ist gelernte Journalistin, doch der Job hat sie "zu Tode gelangweilt". Mittlerweile ist Laia Alvarez als Schauspielerin erfolgreich. In der Kultserie "In aller Freundschaft" hat sich die gebürtige Katalanin gewissermaßen einen Kindheitstraum erfüllt.
"Als Kind wollte ich Astronautin werden", sagt Laia Alvarez über sich selbst. In ihrem Steckbrief auf der Webseite der Berliner Volkshochschulen erklärt sie weiter: "20 Jahre später spielte ich eine wiederkehrende Rolle als Astronautin in einer Serie mit genau 30-jähriger Geschichte." Derart verrückte Storys spielt wohl nur das Leben selbst. Und so verkörpert eine gelernte Journalistin, die in Barcelona geboren ist, in der TV-Serie "In aller Freundschaft" eine Wissenschaftlerin mit Raumfahrt-Ambitionen.
In Folge 1.101 tauchte die Astronautin Magaly Pérez (Laia Alvarez) nach einem Verkehrsunfall erstmals in der Sachsenklinik auf. In der Episode 1.134 mit dem Titel "Bis zu den Sternen und zurück" stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. Magaly ist schwer irritiert, will sie doch endlich ihren ersten Weltraumflug machen. Die Folge wird am 14. April im Ersten ausgestrahlt und ist zeitgleich im kostenlosen Livestream auf Joyn zu sehen.
Laia Alvarez: So kam der "In aller Freundschaft"-Star nach Berlin
1987 in Barcelona geboren, war Journalismus die erste berufliche Etappe für Laia Alvarez. Sie studierte an der Universitat Autònoma von Barcelona. Doch der Job erfüllte sie nicht. "Es hat mich zu Tode gelangweilt", zitiert sie die Webseite des Westfälischen Landestheaters. In einem Interview mit dem Blog "Somos Berlin" aus dem Jahr 2020 wird sie konkreter: "Ich habe jahrelang für ein Magazin gearbeitet, ohne glücklich zu sein. Das Einzige, was mir gefallen hat, waren die Reisen, die ich für das Schreiben von Artikeln machte."
Stichwort Reisen: Laia Alvarez nahm an einem Austauschprogramm mit der Universität der Künste Berlin teil. Das war Ende der 2000er. Ein Meilenstein in ihrem Lebenslauf, denn die junge Katalanin verliebte sich nicht nur in die deutsche Hauptstadt, sondern auch in einen Mann, der ein Studium der dramatischen Künste aufnahm. "Als ich ihn das erste Mal auftreten sah, hatte ich das Gefühl, dass ich dort sein wollte, auf dieser Bühne, und nicht Geschäftsleute interviewen wollte, um ihre langweiligen Artikel zu verkaufen", erklärte sie in "Somos Berlin".
In derselben Nacht verstarb ihre Großmutter, und Alvarez erinnerte sich an den Lebenslauf ihres Vaters. "Er arbeitete mehr als 40 Jahre in etwas, das er hasste." Er habe ihr gesagt, "ich solle tun, was ich wolle. Ich glaube, dadurch habe ich den Mut gefunden, meinen Beruf als Journalist auf Eis zu legen und mich für eine Theaterschule zu bewerben."
Laia Alvarez paukte Deutsch, "bis meine Augen explodierten"
Klar war auch: Laia Alvarez wollte in Deutschland bleiben. Sie studierte von 2013 bis 2016 Schauspiel am Michael Tschechow Studio Berlin. Und lernte Deutsch. "Als ich zum ersten Mal in Berlin war, wusste ich nichts weiter als einen Kaffee zu bestellen", gestand sie gegenüber "Somos Berlin". "Ich fing an, in einem Café zu arbeiten. An meinen freien Tagen lernte ich Deklinationen und sah abends Filme in ihrer Originalversion, bis meine Augen explodierten."
Auf ihrem Weg zur Schauspielerin gab es kein Zurück. "Ich glaube, das Schauspielern wurde für mich zur Droge", vermutet sie. Sie rauche nicht, trinke auch nicht viel. "Ich konnte nie harte Drogen nehmen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich mir kein Leben ohne Schauspielern vorstellen kann, so wie kein Raucher sich einen Kaffee ohne seine Zigarette vorstellen kann."
2019 stand Laia Alvarez erstmals vor der Kamera: In der katalanischen Fernsehserie "Com si fos ahir" verkörperte sie die Rolle der Candela. Ihr Debüt in Deutschland gab sie 2020 in der TV-Serie "Der gute Bulle". In der Episode "Nur Tote reden nicht" spielt sie die Dolmetscherin für die Hauptfigur Fredo Schulz (Armin Rohde).
Seit 2024 ist Laia Alvarez häufiger in Hauptrollen zu sehen
Ihre erste Hauptrolle im deutschen TV landete die Katalanin in der ARD-Serie "Die Drei von der Müllabfuhr" an der Seite von Uwe Ochsenknecht: in der Episode "Der Neue", gedreht 2024, ausgestrahlt im März 2025. Es folgten weitere Hauptrollen in "SOKO Leipzig" und "SOKO Stuttgart".
Noch bis Mai 2026 steht Laia Alvarez zudem für eine Folge der Krimiserie "Nord Nord Mord" vor der Kamera. In "Sievers und die Lebensretter" ist sie dann als Polizistin Mercedes de Silva zu sehen, die für Interpol eine internationale Einheit zusammenstellt.
"Wenn ich Spanisch oder Katalanisch spreche, bin ich ein ganz anderer Mensch"
So ganz legt die Schauspielerin ihre südländische Mentalität indes natürlich nicht ab. Auf "schauspielervideos.de" verriet sie kürzlich: "Wenn ich Spanisch oder Katalanisch spreche, bin ich ein ganz anderer Mensch." Im Gespräch mit "Somos Berlin" erzählte sie zudem: "Ich bin Tango-Liebhaberin!" Sie nutze in Berlin regelmäßig die Gelegenheit, "die Milongas regelmäßig zu besuchen. Obwohl viele es nicht glauben, ist Berlin nach Argentinien die zweitgrößte Hauptstadt des Tangos."
Über ihr Privatleben ist ansonsten wenig bekannt. Ob ihre Liebe von vor 16 Jahren nach wie vor ihr Partner und der Vater ihrer Kinder ist - öffentlich hat sich Laia Alvarez nur so geäußert: "Meine Kinder streiten sich auf Deutsch."
"In aller Freundschaft - Bis zu den Sternen und zurück" läuft am Dienstag, 14. April, um 21:00 Uhr im ARD-Livestream auf Joyn.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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