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Warum "Harter Brocken"-Star Aljoscha Stadelmann mehrere Nebenjobs hat

Veröffentlicht:

von teleschau

Aljoscha Stadelmann steht seit 2015 als Kommissar Frank Koops in der ARD-Reihe "Harter Brocken" vor der Kamera.

Bild: ARD Degeto / Kai Schulz


Schon neunmal war Aljoscha Stadelmann als kauziger Kommissar Frank Koops in der ARD-Krimiserie "Harter Brocken" zu sehen. Er liebt die Rolle und das Drumherum nach wie vor. Auch in der Episode "Der Geheimcode", die am 11. Juni läuft. Kann der Schauspieler von seinem Job leben?

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"Alles okay bei dir?" - "Bombe." Irgendwie eine typische Koops-Antwort, die am 11. Juni im Ersten zu hören ist. Der Kommissar im beschaulichen Oberharz-Ort St. Andreasberg gibt sich häufig wortkarg, gerne ironisch, manchmal philosophisch. Aljoscha Stadelmann spielt den Ermittler Frank Koops seit 2015.

In der Episode "Der Geheimcode", eine Wiederholung von 2019, bekommt er es mit einem eiskalten Mörder (Holger Handtke) zu tun, der Jagd auf drei bestimmte Personen macht. Kann ihm der Kommissar das Handwerk legen, bevor alle dran glauben müssen? Und welche Rolle spielt die undurchsichtige Personenschützerin Claudia Böhm (Franziska Weisz)?

Aljoscha Stadelmann über "Harter Brocken": Koops "macht manchmal komische Sachen"

"Frank Koops ist eine Figur, die sich nach einem eigenen Wertekompass und nicht nach den Regeln anderer richtet", erklärte Stadelmann im Dezember 2025 in einem Interview mit der "Berliner Morgenpost". Er möge an der Figur, dass sie "nicht wirklich ein klassischer Polizist" sei. Sondern eher "gesetzeshütender Freigeist der Menschlichkeit". Koops ist für Stadelmann "ein unaufgeregter Antispießer und macht manchmal komische Sachen, wo sich vielleicht manche Zuschauer denken: 'Das könnte ich auch tun, aber ich traue mich vielleicht nicht.'"

Mehr als 7,5 Millionen Zuschauer:innen schalteten 2015 bei der ersten Episode ein. Ein riesiger Erfolg. Auch wenn die Quoten sich danach etwas niedriger einpendelten, läuft die ARD-Reihe nach wie vor gut. Nach bisher neun Episoden sind aktuell noch zwei weitere im Kasten, deren Ausstrahlungstermin noch offen ist.

Aljoscha Stadelmann soll es recht sein. Ihm gefalle auch das Erzähltempo der Krimis, wie er 2017 im ARD-Interview verriet: "Das ist nicht so ein Großstadt-Hustle", erklärte er. Die Grundstimmung des Formats sei eher ein "mal gucken, was jetzt passiert".

Von Wuppertal in die Welt des Theaters

Der Darsteller kam 1974 in Wuppertal auf die Welt. Sein Abitur machte Stadelmann in Kassel, anschließend arbeitete er zwei Jahre als Regieassistent am Schauspielhaus Bochum. Möglicherweise auf Anraten seines Vaters. Dieser habe damals gesagt: "Wenn schon, dann lieber Regisseur werden."

Doch letztlich war die Anziehungskraft der Bühne größer. Aljoscha Stadelmann studierte von 1994 bis 1997 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ab 1997 hatte er bis 2019 regelmäßige Engagements im deutschsprachigen Raum, von Leipzig bis Basel, von Frankfurt bis Berlin.

Im Fernsehen war der Darsteller erstmals 1995 in der Episode "Liebestod" aus der Krimiserie "Bella Block" zu sehen. Dort hatte er später weitere Episodenrollen, ebenso insgesamt neunmal im "Tatort", dazu in zahlreichen anderen Serien.

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Hat er als Schauspieler finanziell ausgesorgt? "Das ist nicht der Fall"

Die Entscheidung, Schauspieler zu werden, habe er nie bereut, betonte Aljoscha Stadelmann in der "Berliner Morgenpost". "Ich habe schon noch diese inszenatorische Ader und das Bedürfnis, die Verantwortung für ein Ganzes zu übernehmen", sagte er in Anspielung auf seine Anfänge als Regieassistent. Aber wahrscheinlich würde er doch wieder die Schauspiellaufbahn einschlagen.

Dass sein Job mit Unwägbarkeiten verbunden ist, weiß er indes. Und hat damit schon seine Erfahrungen gemacht. "Wir drehen pro Jahr nur einen 'Harten Brocken'. Ich habe gehört, es ließe sich mit der Rolle eines 'Tatort'-Kommissars beziehungsweise einer -Kommissarin gut überleben. Beim 'Harten Brocken' aber nicht", weiß Stadelmann. So verriet er, dass er im Sommer 2025 als Koch gearbeitet hat, "weil ich zu wenig Arbeit als Schauspieler hatte".

Auch als Barkeeper in Hamburg habe er schon Geld verdient. "Und bei einem Freund im Harz habe ich die letzten drei Jahre im Winter am Glühweinstand Glühwein und Bratwurst an die Leute gebracht." Allen Leuten, die glaubten, "ich sei reich, weil ich im Fernsehen drehe, möchte ich nur sagen: Das ist nicht der Fall." Damit hat Aljoscha Stadelmann kein großes Problem. Er suche stets nach verschiedenen Möglichkeiten, um Miete und Unterhalt zu bestreiten. "Da fällt mir kein Zacken aus der Krone."

Der Schauspieler hat drei Kinder - und ist frisch verliebt

Aus einer Beziehung mit der Schauspielerin Katrin Wichmann hat Stadelmann einen Sohn. Im Anschluss war er viele Jahre mit seiner Kollegin Johanna Bantzer zusammen. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder und zogen 2017 in eine kleine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern. Im vergangenen Dezember erklärte der Darsteller schließlich in der "Berliner Morgenpost", dass er nun wieder in der Hauptstadt lebe. "Ich bin gerade der Liebe wegen zurück nach Berlin gezogen", sagt er dort. "Es ist erfrischend, überraschend und unglaublich umwerfend", fügte er hinzu.

Ob er in Berlin seinen endgültigen "Heimathafen" findet? "Ich hatte nie diesen einen Ort, den ich Heimat hätte nennen können", gestand er 2017 im Gespräch mit der Agentur teleschau. "Wir sind in meiner Kindheit viel umgezogen."

"Harter Brocken - Der Geheimcode" wird am Donnerstag, 11. Juni, um 21.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Zeitgleich ist der Krimi im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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