Griechischer Hochzeits-Marathon

Das ist die richtige Reihenfolge von "My Big Fat Greek Wedding"

Veröffentlicht:

von Anne O.

"My Big Fat Greek Wedding" erzählt die Geschichte von Toula Portokalos (Nia Vardalos, l.), die sich in Ian Miller (John Corbett, r.) verliebt.

Bild: imago/Cinema Publishers Collection


Das Feelgood-Franchise "My Big Fat Greek Wedding" nimmt uns in drei Teilen insgesamt über 20 Jahre lang mit auf eine verrückte Reise - zusammen mit der lustigen Großfamilie Portokalos. So schaust du die Filme in der richtigen Reihenfolge.

Was bisher geschah

Prinzipiell kann man jeden der drei Filme der "My Big Fat Greek Wedding"-Reihe  losgelöst von den anderen gucken und er würde funktionieren. Aber gerade weil die Trilogie die Entwicklung der einzelnen starken Charaktere über einen so langen Zeitraum begleitet, wäre es eine Verschwendung, die Komödien nicht einmal in der richtigen Reihenfolge anzuschauen. Vom Titel her macht es uns nur Teil zwei richtig einfach, denn er trägt die Ziffer 2 ganz plakativ im Titel.

Neben der schon im Titel angekündigten Hochzeit verfolgt jede der drei Kultur-Clash-Komödien auch viele weitere Handlungsstränge, die ans Herz gehen.

⚠️ ACHTUNG, SPOILER-ALARM!
Dieser Artikel verrät dir Details aus den Filmen eins bis drei von "My Big Fat Greek Wedding".

In dieser Reihenfolge solltest du die Filme schauen:

  1. "My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf Griechisch"

  2. "My Big Fat Greek Wedding Teil 2"

  3. "My Big Fat Greek Wedding – Familientreffen"

Auf Joyn kannst du den dritten Teil kostenlos streamen!

Teil eins: Aus dem unscheinbaren Entlein wird ein schöner Schwan

Im ersten Teil, "My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf Griechisch" durchläuft die 30-jährige Protagonistin Toula Portokalos (Nia Vardalos) eine Entwicklung auf innerlicher und äußerlicher Ebene.

Die griechisch-amerikanische Frau aus Chicago arbeitet im griechischen Restaurant ihrer Familie, und lebt immer noch bei ihren Eltern Gus und Maria. Deren größter Wunsch ist es, dass ihre Tochter endlich einen guten griechischen Mann heiratet und Kinder bekommt. Toula erdrücken die hohen Erwartungen ihrer Familie - besonders, weil sie nicht gerade ein Männermagnet ist.

Toula (Nia Vardalos, m.) ist vor ihrem Umstyling eher unscheinbar unterwegs.

Bild: IMAGO/Capital Pictures


Eines Tages beschließt sie, ihr Leben zu ändern. Sie greift zu Kontaktlinsen statt Brille, achtet auf ihr Styling und beginnt, Computerkurse an einem College zu besuchen. Dadurch gewinnt sie an Selbstvertrauen und Überzeugung. Mit diesem neuen Ego lernt sie Ian Miller (John Corbett) kennen, einen attraktiven, aber nicht-griechischen Lehrer.

Das Motiv des "Vorher-Nachher"-Umstylings in Filmen, bei dem unscheinbare Charaktere zu attraktiven oder selbstsicheren Persönlichkeiten werden, ist beim Publikum immer besonders beliebt. Wir kennen es aus Klassikern wie "Clueless", "Pretty Woman", "Plötzlich Prinzessin" und "Der Teufel trägt Prada".

Viele können sich mit dem Gefühl, unscheinbar zu sein oder sich verändern zu wollen, besonders gut identifizieren. Nachdem Toula also aus dem Schatten getreten ist, tut sich allerdings ein neues Problem auf: Sie weiß, dass ihre Familie Ian niemals akzeptieren wird, weil er kein Grieche ist. Somit muss sie ihre Beziehung erstmal verheimlichen. Es kommt allerdings - wie könnte es bei einer romantischen Komödie anders sein - zum Happy End: Der Big Fat Greek Wedding.

Teil zwei: Wie die Mutter so die Tochter - ein Generationenkonflikt

In der Fortsetzung haben Ian und Toula eine Tochter: Paris (Elena Kampouris). Die ist im Film 17 Jahre alt und hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie damals ihre Mutter Toula: Ihre griechische Großfamilie ist ihr zu laut, zu forsch, zu penetrant.

Und obwohl Toula genau dieselben Kämpfe als junge Erwachsene gekämpft hat, fällt auch sie in die Rolle ihrer eigenen Mutter und erdrückt Paris mit Fürsorge. Als für die Schülerin College-Bewerbungen anstehen, ist Paris daher hin- und hergerissen zwischen einem College weit weg von Chicago, um endlich etwas Abstand und ihre eigene Identität zu finden. Oder einem College in der Nähe, um Mutter Toula nicht zu verletzen.

Das Sequel zu "My Big Fat Greek Wedding" nimmt die nächste Generation in den Fokus.

Bild: imago images/Everett Collection


Die obligatorische Hochzeit ist in der Fortsetzung eigentlich nur eine Formsache, da die Eheurkunde von Toulas Eltern ungültig ist. Es fehlt nämlich die Unterschrift des Priesters. Aber klein gibt es auf Griechisch nicht.

Teil drei: Die Reise zu den Wurzeln und das Erbe der Familie

Der dritte Film von 2023 befasst sich mit dem Thema des Älterwerdens, des Verlusts von Familienoberhäuptern und der Frage, wer die Traditionen weiterführt. Nach dem Tod von Toulas Vater Gus (dessen Darsteller Michael Constantine verstarb 2021) will der Rest der Familie seinen letzten Wunsch erfüllen. Der lautet: Sein Heimatdorf in Griechenland besuchen.

Gus hat ein Tagebuch hinterlassen, das Toula seinen drei Kindheitsfreunden in diesem Dorf übergeben soll. Die gesamte Portokalos-Großfamilie reist also nach Griechenland. Dort fühlt sie sich noch einmal viel intensiver mit ihrer Herkunft konfrontiert.

Eine Hochzeit gibt es auch wieder, aber dieses Mal steht niemand aus dem Hause Portokalos vor dem Traualtar. Ein junger Grieche heiratet eine syrische Flüchtlingsfrau namens Qamar. Die griechische Großfamilie hilft dafür bei den turbulenten Hochzeitsvorbereitungen tatkräftig mit. Denn mit dem Kultur-Clash vor dem Ja-Wort kennt sie sich bestens aus.

Im dritten Teil der Reihe steht für die Portokalos-Millers ein Familientreffen an.

Bild: IMAGO/Capital Pictures


Warum die griechische Wedding-Trilogie ein Must-See ist

Die "My Big Fat Greek Wedding”-Reihe wandelt auf den Spuren von "Mamma Mia!" – nur ohne die eingängigen Abba-Songs. Die sommerliche Kulisse, das lustige Chaos, die verrückten Charaktere und das griechische Flair machen einfach richtig gute Laune.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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