Die Schauspielerin im Interview

Marie Nasemann: Der "Louma"-Star wurde auf der Rolltreppe entdeckt

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von teleschau

Im Interview spricht Schauspielerin Marie Nasemann darüber, warum sie jedes Jahr an ihrem Geburtstag auf eine Demo geht.

Bild: 2023 Getty Images / Gerald Matzka


Sie ist Model, Schauspielerin, Autorin und zweifache Mutter. Marie Nasemann, bekannt aus "Germany's Next Topmodel" 2009, erzählt im Interview, wie sie auf einer Rolltreppe entdeckt wurde und warum sie jedes Jahr an ihrem Geburtstag auf eine Demo geht.

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Steckbrief

  • Name: Marie Nasemann

  • Geburtsdatum: 8. März 1989

  • Geburtsort: Gauting

  • Wohnort: Berlin

  • Größe: 1,77 Meter

  • Kinder: ein Sohn, eine Tochter

Karrierestart durch Zufalls-Begegnung

Schon als Kind stand Marie Nasemann vor der Fotokamera. Eine Freundin aus ihrer Klasse hatte eine Mutter, "die in dem Bereich sehr aktiv war und ihre beiden Töchter immer zu Shootings begleitet hat", erinnert sie sich in einem Interview mit der Agentur "teleschau". Das fand die heute 37-Jährige so spannend, dass sie schon damals den Wunsch verspürte, selbst vor der Kamera zu stehen, und so sollte es schließlich auch kommen. Zunächst kam jedoch "die feste Zahnspange" dazwischen. Und "damit war erst einmal Schluss", so Marie Nasemann.

Doch bald ging es für die gebürtige Münchnerin weiter. Mit 16 wurde Nasemann in der Innenstadt angesprochen: "Ich glaube bei Kaufhof, auf der Rolltreppe", erinnert sich die Schauspielerin. Jemand habe sie gefragt, ob sie sich vorstellen könne, für Shootings zu arbeiten. Trotz anfänglicher Skepsis sagte sie damals zu und verdiente sich so etwas Taschengeld dazu. "Natürlich sprach ich auch mit meinen Eltern darüber. Die achteten immer sehr darauf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Im Nachhinein frage ich mich allerdings schon manchmal, ob das wirklich alles so seriös war", verrät sie im Gespräch. Schlechte Erfahrungen habe Nasemann jedoch nie gemacht.


Marie Nasemann war in Staffel 4 von "Germany's Next Topmodel" zu sehen


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"Gleichberechtigung ist weltweit, aber auch hier in Deutschland noch längst kein Standard"

Nach ihrem dritten Platz bei Heidi Klums "Germany's Next Topmodel"-Show absolvierte sie von 2013 bis 2016 eine Ausbildung an privaten Schauspielschulen in München und Hamburg. 2017 spielte sie im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses Hamburg in Schorsch Kameruns Inszenierung "Katastrophenstimmung". Im selben Jahr erhielt sie am Theater Naumburg die Titelrolle als Uta von Naumburg im Schauspiel "Ich, Uta". In der Spielzeit 2018 / 2019 gehörte sie dem Ensemble des Jungen Staatstheaters Karlsruhe an.

Neben der Schauspielerei widmete sich Nasemann auch dem Schreiben. In ihrem Blog "Fairknallt" befasst sich das Model mit nachhaltiger Mode. Im Jahr 2018 erhielt Nasemann dafür sogar den Young Icons Award. Auch heute setzt sie sich im Netz für Themen wie Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung ein. Daher passt es gut, dass sie ihren Geburtstag am 8. März, dem internationalen Frauentag, feiert. Jedes Jahr geht Nasemann an ihrem Geburtstag auf eine Demo, obwohl es auch "Besseres gäbe", was sie an diesem Tag machen könne, wie sie im Interview mit der "teleschau" sagt: "Gleichberechtigung ist weltweit, aber auch hier in Deutschland noch längst kein Standard. Es gibt noch so viel zu tun!" Die größten Probleme sieht sie "beim Gender Health Gap, beim Gender Pay Gap, aber auch in puncto Care-Arbeit und Mental-Load, der zum größten Teil immer noch bei den Müttern liegt".

Was Nasemann im vergangenen Jahr gelernt hat

Im neuen ARD-Film "Louma - Familie ist kein Kinderspiel" (Mittwoch, 25. März, um 20:15 Uhr, in der ARD oder im Livestream auf Joyn) verkörpert Marie Nasemann die vierfache Mutter Lou, die von allen liebevoll Louma genannt wird. Nach einem Unfall stirbt Louma und lässt ihre vier Kinder von zwei Männern zurück. In dem Drama geht es um die Frage, wer sich um die Kinder kümmert und wie die Väter das Patchworkleben bewältigen können. Nasemann sieht die beste Voraussetzung für ein funktionierendes Patchwork darin, dass beide wirklich "durch die Trennung durchgegangen sind und ihren Frieden damit geschlossen haben".

Marie Nasemann selbst ist seit vergangenem Jahr von dem Vater ihrer Kinder getrennt. Was sie im letzten Jahr lernen musste, "war das Loslassen", verrät sie im Interview. "Wirklich alles loszulassen. Dazu gehören auch die Vorstellungen, Fantasien und Wünsche, an die ich einmal geglaubt habe und von denen ich dachte, dass man sie gemeinsam verwirklichen kann", so die 37-Jährige.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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