Wegen "Babo"-Doku
Warum Reinhard Mey dankende Worte an Rapper Haftbefehl richtet
Aktualisiert:
von spot onDeswegen ist Reinhard Mey (l.) dem deutschen Rapper Haftbefehl dankbar!
Bild: IMAGO / BOBO / United Archives
Durch die Doku "Babo" feiert Reinhard Mey derzeit einen historischen Charterfolg! "Danke, Aykut", schreibt er an Haftbefehl. Auch auf seiner Website widmet der Liedsänger warme Worte an den Rapper.
Haftbefehl zu Hause: Olli Schulz besuchte ihn bereits 2014
Die ungewöhnliche, neue Freundschaft zwischen Haftbefehl (39) und Reinhard Mey (82) geht weiter. "Danke, Aykut", schreibt der Liedermacher am Sonntag auf seiner Webseite an seinen Musik-Kollegen, der bürgerlich Aykut Anhan heißt. Und weiter: "... für deine Zuneigung und all das, was gerade daraus in unserem Garten erblüht."
Damit bezieht sich Mey auf den Song "In meinem Garten", der nun dank der viel diskutieren Haftbefehl-Doku auf Netflix, 55 Jahre nach seinem Erscheinen in den deutschen Charts auf Platz 15 steht. Das Lied erschien 1970 auf dem Album "Aus meinem Tagebuch". Mit eben dieser Platte posierte auch Anhan am Freitag auf Instagram. "In meinem Wohnzimmer", schrieb er dazu.
Größter Charterfolg seiner Karriere
Für Reinhard Mey, der seit über sechs Jahrzehnten auf der Bühne steht und mehr als 500 Lieder geschrieben und vertont hat, ist es der bislang größte Charterfolg seiner Karriere. Laut GfK hat zudem kein anderer deutschsprachiger Song je einen so langen Zeitraum zwischen seiner Veröffentlichung und dem ersten Einstieg in die Charts gehabt.
In der Netflix-Doku "Babo" geht es um den Aufstieg und Fall des Rappers. Schonungslos und voller Selbsthass spricht der Rapper darin über seine Drogenabhängigkeit. An einer Stelle spielt er auf seinem Handy "In meinem Garten", singt mit brüchiger Stimme und kommentiert: "Brutaler Song".
Mey soll am Anfang skeptisch gewesen, als man ihn bat, die Nutzung seines Lieds für die Doku zu erlauben. "Was sie zuvor im Netz über mich fanden, weckte wohl eher Zweifel als Vertrauen", schrieb Haftbefehl in seinem offenen Instagram-Brief an den älteren Kollegen. Nachdem er die Doku gesehen hatte, gab Mey den Song jedoch frei. Der Liedermacher habe ihm damit etwas gegeben, das "tiefer geht als Zustimmung - eine stille, ehrliche Bestätigung: Dass man den Menschen hinter dem Bild, den Künstler hinter den Schlagzeilen, erst wirklich verstehen sollte, bevor man sich ein Urteil erlaubt".
Kostenlos auf Joyn
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
Mehr entdecken

Bewegender Beitrag
"In aller Freundschaft"-Team ehrt Hendrikje Fitz am Todestag

Liebe als Lebensaufgabe
Oliver Wnuk über seine Trennung: Darum ist er als Ex der bessere Partner

Die Kleinen stehen im Fokus
Vater-Sohn-Auftritt: Alexander Klaws bei "Giovanni Zarrella Show"

26 Jahre Sachsenklinik
"In aller Freundschaft": Hendrikje fitz & Co. bleiben unvergessen

Es fließen Tränen
SAT.1-Moderatorin Marlene Lufen über die Demenz-Erkrankung ihrer Mutter

"Werde ich meine Enkel noch sehen?"
Karen Heinrichs über die Folgen des späten Mutter-Glücks

