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Lange Karriere

Darum hasst es "Neues Land"-Star Jörg Schüttauf, von seinen Enkeln Opa genannt zu werden

Aktualisiert:

von teleschau / Martin Meyer

Jörg Schüttauf ist bereits seit über 40 Jahren als Schauspieler aktiv.

Bild: Sven Simon


Jörg Schüttaufs Schauspiel-Karriere begann bereits Mitte der 80er-Jahre in der DDR. Inzwischen spielt der "Tatort"-Star häufig die Rolle von Großvätern. In einem Interview mit der Teleschau erzählt er, wie sich das anfühlt und wie er privat als Opa ist.

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Jörg Schüttauf ist seit vier Jahrzehnten Schauspieler mit Leib und Seele. Der 64-Jährige hat in seiner über 40-jährigen Karriere in mehr als 150 Kino-, Fernsehfilm- und TV-Serien-Produktionen mitgewirkt. Deshalb tut er sich auch schwer, noch eine große Traumrolle zu definieren. Der Medienagentur teleschau sagte er: "Da fällt mir beim besten Willen nichts ein. Ich hatte das Glück, in vielen Farben und Facetten meinem Beruf nachzukommen, ob das eine Komödie war oder kaputte Psychopathen. Alles, wonach sich ein Schauspielerherz sehnt, durfte ich machen."

Jörg Schüttauf, der "Haflinger des deutschen Films"

Schüttauf, zu DDR-Zeiten in Chemnitz geboren und noch heute mit seiner Familie bei Potsdam lebend, sagt von sich selbst, er werde "der Haflinger des deutschen Films" genannt. Weil er von Statur eher kleiner und gedrungen ist. Allerdings gelten die Pferde auch als außergewöhnlich robust und vor allem vielseitig. Und ein absoluter Allrounder, das ist auch Jörg Schüttauf.

Und einer, der früh begann: "Mit sieben Jahren ging ich in eine Kindertheatergruppe. Ich konnte mich da sehr gut austoben und merkte, dass das etwas sein könnte, was ich gern machen würde, wenn ich groß bin."

Und das tat er dann. Nach einer Tischlerlehre und der folgenden Schauspielausbildung sowie dem Theaterengagement in Potsdam debütierte er 1985 in dem DEFA-Film "Eta und Ali" - und zwar gleich mit einer Hauptrolle.

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Jörg Schüttauf ist vierfacher Grimme-Preisträger

Sein fünfter Fernsehfilm, "Lenz", brachte ihm 1992 den Durchbruch - und den ersten Grimme-Preis. Drei weitere folgten. Zudem hat Schüttauf auch den Bayerischen Film- sowie den Hessischen und Deutschen Fernsehpreis daheim in der Vitrine stehen.

Auch in über 50 verschiedenen TV-Serien war Schüttauf schon mit von der Partie, teilweise in mehreren Episodenrollen. Seine dauerhaftesten Einsätze hatte er als Thomas Becker in "Der Fahnder" (46 Folgen) und als Kriminalhauptkommissar Friedrich Dellwo im Frankfurter "Tatort" (18 Einsätze) an der Seite von Andrea Sawatzki.

Er schipperte auch bereits dreimal auf dem "Traumschiff" durch die Welt. Das fand er gut. "Beim dritten Mal durfte ich meine Mutter mitnehmen. So ist auch sie in den Genuss der Seychellen gekommen. Auch sonst war das nicht die schlechteste Erfahrung: Wunderbare Kollegen, hochprofessionell, alles ging schnell und permanent schien die Sonne."

Jörg Schüttauf als Opa: "Ich bin strenger als die Eltern"

Jörg Schüttauf fährt leidenschaftlich gerne im Winter Ski und im Sommer Inliner und hat ein eigenes Segelboot. Der Schauspieler lebt mit seiner Frau Martina in der Nähe von Potsdam. Sie haben zwei Töchter, die sie wiederum bereits zu Großeltern machten.

Zu seiner Opa-Rolle sagte Schüttauf im teleschau-Interview: "Ich bin auf alle Fälle strenger als die Eltern dieser Kinder. Und ich habe was dagegen, wenn sie mich Opa nennen. Ich bin der Jörg und basta. Als ich letztens auf der Skipiste war und die Enkelin erzählte, dass ich ihr Opa sei, haben die anderen das nicht geglaubt. Das hat mich gefreut."

Dass er auch dienstlich häufiger den Opa darstellen muss, sieht er gelassen. Der teleschau sagte er lachend: "Es bleibt mir ja nichts anderes übrig. Die jugendlichen Helden mit dem verführerischen Blick haben sich für mich definitiv erledigt. Da bin ich froh, dass die Hauptfigur einen Vater oder eben einen Großvater hat."

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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