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Trauer um ein "Unikat"

"Frisch"-Star Ralf Richter ist tot: So erinnern sich seine Weggefährten an ihn

Veröffentlicht:

von teleschau

2014 besuchte Ralf Richter in Berlin die Premiere seines Films "Nicht mein Tag".

Bild: 2014 Getty Images/Andreas Rentz


Im September 2026 verstarb der für seine Rollen in Filmen wie "Das Boot" und "Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding" bekannte Schauspieler Ralf Richter überraschend. Nun ist er im ZDF in einer seiner letzten Rollen zu sehen - oder vielmehr zu hören.

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Die Nachricht vom Tod des Schauspielers Ralf Richter mit 69 Jahren sorgte für Bestürzung bei Fans und Kollegen. Ein Begriff, der sich in fast jeder Trauerbekundung fand, war dieser: "Unikat". Genau das war das Ruhrpott-Original mit dem immer etwas prolligen Auftreten und der Kodderschnauze.

Eine seiner größten Rollen spielte Richter 1981 in seinem Kinodebüt, Wolfgang Petersens preisgekröntem Antikriegsfilm "Das Boot". Zum Publikumsliebling mit Kultcharakter wurde Richter durch seine Rollen in Filmen wie "Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding", "Superstau" und "Nicht mein Tag", in denen er meist als Ruhrpott-Rüpel auftrat.

Ralf Richter in einer seiner letzten Rollen

Zuletzt war er nur noch selten in Film und Fernsehen zu sehen, etwa 2025 in einer Folge von "Alarm für Cobra 11" und 2024 als Häftling Barabbas in der RTL-Produktion "Die Passion". Seine vermutlich letzte Rolle spielte Richter in dem Kinofilm "Our Darkness" von Detlef Muckel an der Seite seines "Das Boot"-Kollegen Martin Semmelrogge. Wann der Film Premiere feiert, ist nicht bekannt.

Im ZDF ist nun dafür Ralf Richters vermutlich letzter Fernsehauftritt zu sehen - oder vielmehr zu hören. In dem in Duisburg spielenden Ruhrpott-Thriller "Frisch" nach dem gleichnamigen Roman von Mark McNay ist Richter als Erzähler mit seiner markanten Stimme und seinem unverwechselbaren Ruhrpott-Dialekt zu hören.

In dem Film gerät der junge Kai in Schwierigkeiten, als er erfährt, dass sein gewalttätiger Bruder Mirko aus dem Gefängnis entlassen wird. Kai weiß, dass Mirko die 10.000 Euro zurückverlangen wird, die er für seinen Bruder aufbewahren sollte. Allerdings hat er die längst ausgegeben ...

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"Toller Typ"

Im Online-Blog "Ruhrpottologe" erinnert sich dessen Autor André Brune an seine Begegnung mit dem Schauspieler während der Tonaufnahmen für den Film: "Ich hatte das Glück, seine letzten Sätze im Studio einsprechen zu hören. Bevor er eilig zum Bahnhof zurück nach Dortmund musste. Wenigstens konnte ich ein Selfie mit ihm bekommen. Es war mir eine Ehre! Toller Typ! Dabei ist er eher schüchtern und gar nicht wie der Prolltyp in so vielen Ruhrpottfilmen, den er so viele Male überzeugend mimt."

Harte Schale, weicher Kern. Auch so erinnerten sich zahlreiche Weggefährten nach seinem Tod an das "Unikat" Ralf Richter.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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