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Sender wehrt sich gegen Vorwürfe

Nach Kritik von Sebastian Lege: So reagiert das ZDF

Aktualisiert:

von Jan Islinger

Sebastian Lege bei "besseresser".

Bild: ZDF / Lars Döring


Sebastian Lege erhebt deutliche Vorwürfe gegen das ZDF. Nun nimmt der Sender Stellung und nennt weitere Einzelheiten zu den Gründen der Trennung.

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Auf Anfrage erklärt der Sender, man könne Leges Vorwurf, seine Formate hätten sich nicht ausreichend weiterentwickeln können, nicht nachvollziehen. Diese weise man entschieden zurück.

Das ZDF verweist auf zahlreiche gemeinsame Projekte aus den vergangenen 13 Jahren: Von "Die Tricks der Lebensmittelindustrie" über "Lege packt aus" bis hin zu "besseresser goes Schule" habe man die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterentwickelt. Auch in den kommenden Monate sind noch weitere Produktionen zu sehen. So startet am 21. Oktober 2026 die zweite Staffel von "besseresser goes Schule". Ab 9. Dezember folgt außerdem die neue "besseresser"-Challenge.

ZDF hätte gerne mit Sebastian Lege weitergemacht

Die Trennung ging offenbar nicht vom Sender aus. "Der laufende Vertrag endet auf Wunsch von Sebastian Lege am 31.12.2026", stellt das ZDF klar. Man hätte die Zusammenarbeit gerne zu angemessenen Konditionen fortgesetzt.

Doch die Entscheidung ist gefallen. Während Lege künftig neue Wege geht, hält das ZDF an seiner erfolgreichen Marke fest. "besseresser" soll auch ohne sein bisheriges Aushängeschild weitergeführt und weiterentwickelt werden. Wer künftig in Leges Fußstapfen tritt, lässt der Sender in seiner Stellungnahme allerdings offen.

Darum kam es zum Bruch zwischen Sebastian Lege und dem ZDF

Manchmal passt es einfach nicht mehr. Das gilt für Beziehungen gleichermaßen wie auch für Jobs. So erging es jüngst auch TV-Koch und Ernährungsexperte Sebastian Lege, der überraschend seine langjährige Zusammenarbeit mit dem ZDF beenden wird. Nun verrät der 47-Jährige die Hintergründe.

"Ich war fast zehn Jahre beim ZDF, und das mit Leib und Seele. Wir haben die Marke 'besseresser' zusammen entwickelt. Da steckt ganz viel Herzblut von mir drin. Natürlich tut es weh, das zurückzulassen", erzählt er wehmütig gegenüber der "Bild". Denn die Markenrechte von "besseresser" bleiben beim ZDF. Doch wie konnte es eigentlich zu dem Bruch kommen?

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Sebastian Lege vermisste grundsätzliche Freiheiten

Sebastian Lege hätten zunehmend künstlerische und inhaltliche Freiheiten gefehlt, wie er erzählt. Nach Aussage des TV-Kochs habe ihn die Produktion mehr und mehr bevormundet. Zunächst habe man ihm die Tonalität vorschreiben wollen, Humor sei zunehmend ein Tabu gewesen.

Ich durfte nicht mehr lustig sein.

Sebastian Lege

"Vor zwei Jahren wollte man dann bestimmen, was ich in der Sendung sagen sollte. Ich sollte negative Dinge dramatisieren und aufplustern. Aber ich habe immer gesagt, wir müssen fachlich bleiben. Dann hat man die Dinge einfach einen Sprecher sagen lassen. Und da wurde ich stinkig", erinnert sich der gebürtige Bremer.

So kam der Frust bei Sebastian Lege

Wie Lege die Situation darlegt, habe man ihn auch inhaltlich immer weiter beschränken wollen. "Unser Themenfeld wurde mit der Zeit immer dünner. Ich wollte den Menschen deshalb mehr Informationen geben über ihre alltägliche Ernährung. Auch mal positive Beispiele zeigen, lokales Handwerk wie Bäcker und Metzger unterstützen. Das wurde mir vom Sender verwehrt."

Irgendwann war ich tief frustriert und auch richtig traurig.

Sebastian Lege

Nach Aussage des TV-Kochs habe er zunehmend schlechter geschlafen und irgendwann für sich entschlossen:

Ich muss aufhören beim ZDF.

Sebastian Lege

Lege: Das ZDF reagierte zu spät

Laut dem 47-Jährigen kam die Entscheidung eines Neustarts dennoch nicht über Nacht. Er sei zunächst mit dem Privatsender RTL in Verhandlungen getreten, das habe er auch seinem damaligen Heimatsender mitgeteilt. "Aber man hat sich mir weiter mit verschränkten Armen entgegengestellt. Drei Tage vor der Vertragsunterzeichnung mit RTL fragte man mich: 'Können wir reden?' Erst dann ging man auf mich zu. Aber die Schere war da schon zu weit auseinander."

Egal, wo es den charismatischen TV-Koch zukünftig hinverschlägt, wir wünschen nur das Beste.


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