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TV-Jubiläum

"Wilsberg"-Star Rita Russek: So sah sie am Anfang ihrer Karriere aus

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von teleschau

Rita Russek spielte schon 1987 in der TV-Serie "Der elegante Hund" mit

Bild: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON; picture alliance / Sammlung Richter


Seit 50 Jahren ist Rita Russek im deutschen Fernsehen zu sehen. Von "Derrick" über "Tatort" bis "Rosamunde Pilcher" war die Schauspielveteranin schon fast überall zu sehen. Was viele nicht wissen: Ihre Anfänge waren geprägt von einem mehrfach Oscar-prämierten Regisseur.

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Die neue "Wilsberg"-Episode scheint es in sich zu haben. Wurde der kultige Privatdetektiv etwa erschossen? Und dann kündigt auch noch Kriminaloberkommissar Overbeck (Roland Jankowsky) seinen Job - zum Entsetzen von Hauptkommissarin Anna Springer (Rita Russek) ...

Doch "Wilsberg" wäre nicht "Wilsberg", wenn das Chaos nicht schließlich doch noch aufgedröselt würde. So viel sei verraten: Die 91. Folge mit dem Titel "Einfach weg" wird nicht die letzte sein. Verzwickt genug ist die Episode, die am 3. Oktober in Erstausstrahlung im ZDF-Livestream auf Joyn läuft: Ekki Talkötters (Oliver Korittke) Fußballkumpel Jan will heiraten, verschwindet aber plötzlich von der Bildfläche. Die Indizien weisen auf ein Verbrechen hin.

90 Folgen "Wilsberg": Rita Russeks Jubiläum muss noch warten

Seit 1998, genauer gesagt seit der zweiten Folge der beliebten Krimireihe, verkörpert Rita Russek die taffe Polizeibeamtin Anna Springer. Ihre 90. Folge kann sie indes noch nicht feiern, denn 2018 setzte die Darstellerin zwei Episoden lang unfreiwillig aus. Beide Folgen spielten statt in Münster in Bielefeld. Grund genug, sie dafür nicht einzusetzen?

Die erfahrene Darstellerin war damals nicht amüsiert, vermutete gegenüber "Bild" sogar eine "Erziehungsmaßnahme": "Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich unduldsam bin, wenn ich Hierarchien akzeptieren soll, die in meinen Augen der Arbeit von Schauspielern nicht dienlich sind", sagte die TV-Ermittlerin damals. Und fügte hinzu: "Ohne Not eine Figur für zwei Folgen aus dem Hauptcast zu streichen, ist nicht nur ein Affront der Schauspielerin gegenüber. Es wird der Verdacht billigend in Kauf genommen, ich sei abgesprungen oder erkrankt."

Zum Glück für alle Beteiligten ist das Schnee von gestern: Die erfahrene Darstellerin ist aus "Wilsberg" kaum wegzudenken.

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Von "Derrick" bis Ingmar Bergman: Rita Russeks frühe Karriere

Die am 27. Juni 1952 in Eschwege geborene Schauspielerin stand bereits während ihres Studiums, mit Anfang 20, erstmals auf Theaterbühnen. Gelernt hat sie ihr Fach an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Ihre TV-Premiere feierte Rita Russek 1976 in der "Derrick"-Episode "Tod der Kolibris".

Im Theater arbeitete die junge Darstellerin mehrfach mit dem damals in Deutschland tätigen Regisseur Ingmar Bergman (starb 2007) zusammen. Der legendäre schwedische Regisseur hatte, unter anderem mit dem Film "Fanny und Alexander", mehrere Oscars und weitere Auszeichnungen gewonnen.

So kam es zu einer ihrer ersten Filmrollen: "Aus dem Leben der Marionetten" wurde 1980 veröffentlicht. In dem verstörenden Werk spielt Rita Russek eine Prostituierte.

Die Rolle der Ehebrecherin: Sieh Rita Russek mit 28 Jahren in dieser "Derrick"-Episode

15 Jahre lang war Rita Russek im Stuttgarter "Tatort" zu sehen

Nach einer ersten Episodenrolle 1982 in "Blaßlila Briefe" spielte Rita Russek von 1992 bis 2007 im Stuttgarter "Tatort" Hannelore Schmiedinger, die Freundin des Kommissars Ernst Bienzle. Auch in der Vorabend-Krimiserie "Der Fahnder" hatte sie eine regelmäßige Rolle: Von 1994 bis 1996 war sie dort als Elli zu sehen.

In der 12-teiligen TV-Serie "Kanzleramt" nahm Rita Russek 2005 die Rolle der Birte Schmitz, Leiterin des Kanzlerbüros, ein. Daneben hatte sie noch viele weitere Einsätze, etwa in "Der Alte", "Rosamunde Pilcher", "Utta Danella" oder auch "Das Traumschiff".

Die Dauer-Rolle in "Wilsberg" liegt der Darstellerin. Über ihre Rolle sagte Rita Russek 2024 im ZDF-Pressportal: "An Anna Springer mag ich, dass sie selbständig und selbstbewusst ist. Sie darf in einem deutschen TV-Format beweisen, dass nicht alle, die über 60 Jahre sind, ausgemustert werden."

Zum Glück stimmt auch die Chemie zwischen ihr und Hauptdarsteller Leonard Lansink. Im "Kölner Express" betonte die Darstellerin 2016: "Ich fände es schwierig, wenn man einen Kollegen hätte, den man gar nicht mag. Hier sind mehrere aufgetreten in all den Jahren, bei denen ich dachte: 'Gott sei Dank spielt der nicht Wilsberg'. Wenn ich bei denen 50-mal hätte spielen müssen, dass ich ihn mag, wäre ich durchgedreht."

Rita Russeks Partner: Von Miroslav Nemec bis Bernd Fischerauer

"Rita Russek ist mein Glücksfall", schwärmte Lansink im Gegenzug im ZDF-Presseportal. "Sie hat sich mit mir angefreundet, obwohl das anfangs nicht einfach war mit mir. Da stehe ich in ihrer Schuld, bemühe mich aber inzwischen, diese Freundschaft auch zu verdienen."

Rita Russek hat aus einer früheren Beziehung eine Tochter namens Pamina, geboren 1983. Etwa vier Jahre lang war sie mit dem späteren "Tatort"-Darsteller Miroslav Nemec zusammen, ehe sie im Jahr 2000 den österreichischen Drehbuchautor und Regisseur Bernd Fischerauer lieben lernte. Die beiden kannten sich beruflich seit 30 Jahren, doch erst dann funkte es richtig. 2009 heirateten die beiden und blieben bis zu Fischerauers Tod im Jahr 2017 zusammen. "Ich hatte mit Bernd die beste Zeit meines Lebens und wurde täglich beschenkt mit seiner Liebe", verriet sie damals der Zeitschrift "Bunte".


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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