
Gerd Bacher, 100: Demokratie lernen
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Gerd Bacher, 100: Demokratie lernen
Gerd Bachers frühe Erfahrungen mit Demokratie prägten sein späteres Wirken als Medienmacher, der den ORF und ein modernes österreichisches Selbstverständnis entscheidend mitformte. Grundlage der Dokumentation sind bislang unveröffentlichte Gespräche, die ORF-Redakteur Andreas Novak 2005 mit Bacher führte. Darin schildert Bacher seine Kindheit im Salzburg der späten 1930er-Jahre, den Anschluss 1938 und seine Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1945, die ihn zunächst skeptisch gegenüber einem Neubeginn stimmte. Erst seine Arbeit bei der Salzburger Volkszeitung und den Salzburger Nachrichten brachte ihn in Kontakt mit Menschen, die die Folgen der NS-Zeit überwinden wollten. Begeistert vom Wirtschaftswunder, stand er dennoch den Forderungen der 68er-Bewegung fremd gegenüber. Paradoxerweise wurde der „Bacher-ORF“ in den 1970er-Jahren gerade für jene attraktiv, die gesellschaftliche Modernisierung vorantrieben. Expertinnen und Experten wie Anneliese Rohrer, Karin Moser, Barbara Coudenhove-Kalergi, Peter Huemer, André Heller und Gerhard Zeiler zeichnen Bachers Innovationskraft nach – und werfen die Frage auf, wie er der digitalen Welt der 2020er begegnet wäre.